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Olympia 2022 Betrugsvorwürfe gegen deutsche Langläuferinnen – DSV wehrt sich: „Es ist eine Lüge“

Deutschlands Zweitplatzierte Katherine Sauerbrey, Katharina Hennig, Victoria Carl und Sofie Krehl (l-r) auf dem Podium nach dem Staffel-Rennen der Langlauf-Damen am 12. Februar 2022.

Schwere Vorwürfe gegen die deutschen Langlauf-Frauen: Laut Aussage eines anonymen Insiders sollen sie illegales Ski-Wachs verwendet haben. Foto vom 12. Februar 2022.

Die deutschen Langlauf-Damen liefen bei den Olympischen Spielen mehrfach aufs Podium. Den Erfolg scheint den Olympionikinnen allerdings nicht jeder zu gönnen.

Bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen feierten die deutschen Langlauf-Frauen riesige Erfolge. Victoria Carl (26) und Katharina Hennig (25) gelang im Teamsprint am Mittwoch (16. Februar 2022) eine sensationelle Laufleistung. Die Belohnung: Die Goldmedaille. Auch Katherine Sauerbrey (24) und Sofie Krehl (26) liefen mit der Staffel am Samstag (12. Februar) auf Spitzenplätze – und gewannen Silber.

Den unverhofften Erfolg scheint den Langläuferinnen jedoch längst nicht jeder zu gönnen. Ein anonymer angeblicher Insider erhob in der finnischen Zeitung „Iltalehti“ schwere Betrugsvorwürfe gegen das deutsche Olympia-Team. Die Behauptung: Die deutschen Langläuferinnen hätten illegales Ski-Wachs verwendet – und seien nur deshalb so schnell in der Spur gewesen.

Finnisches Blatt erhebt Anschuldigungen gegen deutsche Langlauf-Frauen

Gemeint ist das Ski-Wachs „C8-Fluorid“, dessen Verwendung bei Olympia seit Kurzem verboten ist. Beweise lägen allerdings keine vor – auch weil das Ski-Wachs ohne entsprechende Tests nicht nachgewiesen werden kann. So behauptet der Insider im finnischen Blatt: „Offenbar wurde das verbotene Fluorid C8 verwendet, zumindest in der 4x5-km-Staffel am Samstag. Möglicherweise auch im Teamsprint am Mittwoch. Die Informationen stammen aus verschiedenen Quellen, aber ich kann keinen eindeutigen Beweis liefern.“

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Die haltlose Behauptung ließ der Deutsche Skiverband nicht lange auf sich sitzen und äußerte sich deutlich. Gegenüber Eurosport sagte DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach (51): „Zu anonymen Vorwürfen, noch dazu, wenn sie so hanebüchen sind, geben wir normalerweise keine Stellungnahme ab. Aber um es klar und deutlich zu sagen: Der Deutsche Skiverband hält sich an alle Vorgaben und Regeln.“

Andreas Schlütter: „Es ist eine Lüge“

Zur Unterstützung eilte Deutschlands Langlauf-Chef Andreas Schlütter (49). In der dänischen Zeitung „Dagbladet“ nahm er deutlich Stellung: „Wir verwenden sicherlich kein C8-Fluorid, da wir es nicht mehr bei uns haben. Es ist eine Lüge, was sie schreiben.“

Für die Anschuldigungen hat Schlütter eine andere Erklärung: „Die Finnen müssen wegen ihrer verlorenen Medaille in der Staffel enttäuscht sein.“ Denn die erreichten in der Staffel nur den undankbaren vierten Platz.

Internationaler Skiverband hält Vorwürfe für spekulativ

Dass es sich bei den Vorwürfen um reine Spekulationen handelt, hält auch der Internationale Skiverband (FIS) für wahrscheinlich. Pierre Mignerey (48), FIS-Renndirektor im Langlauf, sagte „Dagbladet“: „Ich habe keinen Grund, es zu glauben. Vielleicht haben die Leute bemerkt, dass Deutschland besser gleitet, und spekuliert. Aber ich denke nicht, dass es Sinn macht, weil es hier keinen Schnee gegeben hat, bei dem diese Produkte etwas nutzen.“

Das betonte auch Ex-Bundestrainer Jochen Behle (61) bei Eurosport: „Wachse mit C8-Fluorid hätte bei den Spielen in China kein Team freiwillig eingesetzt. Der Grund liegt auf der Hand: Dieses Material bringt nur etwas bei feucht-nassen Bedingungen, wenn es etwas wärmer ist und die Loipe schmierig wird.“

In China herrschten jedoch eisige Temperaturen. Behle: „Wir hatten eine Luftfeuchtigkeit von etwa nur 40 Prozent, tiefe Temperaturen und sehr kalten Schnee. Es hätte keinen Sinn ergeben, C8-Wachs einzusetzen.“(ls)

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