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Gold-Hoffnung im CamperDas macht Forster vor dem Start nervös

Paralympics 2026

Copyright: Philipp von Ditfurth/dpa

Voller Vorfreude: Anna-Lena Forster.

Wetter-Chaos und eine ungewöhnliche Bleibe fordern Deutschlands Top-Athletin

Anna-Lena Forster (30) ist die große Medaillen-Hoffnung für Deutschland. Die vierfache Siegerin bei den Paralympics steht in der italienischen Stadt Cortina d'Ampezzo vor dem Start – und hat neben den Pisten-Tücken auch mit ihrer Bleibe zu kämpfen.

Im Athletendorf fühlt sich die Ski-Athletin an einen besonderen Ort versetzt. Sie berichtet von ihrer Unterkunft: „Es ist ein bisschen wie auf dem Campingplatz mit den Mobile Homes, in denen wir wohnen. Aber es funktioniert alles reibungslos“.

Tauwetter sorgt für Pisten-Chaos

Das deutsche Alpin-Team ist schon seit dem 1. März vor Ort. Die Vorbereitung auf der bekannten Tofana-Piste entwickelt sich jedoch zu einer echten Herausforderung. Besonders das milde Wetter in der Dolomiten-Region macht dem Team zu schaffen, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Forster erklärt die Lage: „Ich bin gespannt, wie sich die Piste entwickelt. Man hat von dem einen auf den anderen Tag beim Abfahrtstraining gemerkt, dass die Piste gelitten hat und es schlagig wurde“. Ihr Fazit fällt deutlich aus: „Ich glaube, es wird gehen, aber es ist schon grenzwertig mit den Temperaturen.“

Ein Dämpfer für die Emotionen: Sie wurde nach 2022 erneut zur Fahnenträgerin des deutschen Teams bestimmt, kann aber bei der Eröffnungszeremonie in Verona nicht persönlich anwesend sein. Aufgrund der großen Entfernung und der bevorstehenden Rennen muss sie mit ansehen, wie ein Video von ihr und ihrem Co-Fahnenträger, Jörg Wedde, beim Einmarsch gezeigt wird.

Mit Hightech-Ski zum Sieg?

Trotz der Umstände fühlt sich Forster topfit. Ihre Einstellung beschreibt sie so: „Ich möchte Spaß haben und genießen, aber auch zeigen, was ich kann“. Sie fügt hinzu: „Andererseits weiß ich natürlich auch um die Erwartungen, dass ich als Topfavoritin gehandelt werde.“

Ihr Monoski wurde entscheidend verbessert, um den Erfolg zu sichern. Zusammen mit der FES (Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte) wurde zum ersten Mal an ihrer Sitzschale gefeilt. Ein neues Dämpfungssystem stellt außerdem sicher, dass „die Kraft präzise auf den Ski“ gebracht wird, so eine Mitteilung der FES.

Ein gewaltiger Sprung nach vorn für die Athletin: „Ich habe jetzt einen Dämpfer drin, der qualitativ noch hochwertiger ist, wodurch ich besser spüre, was ich noch verstellen muss. Da haben wir einen großen Schritt gemacht, gerade in meiner bisher nicht stärksten Disziplin Riesenslalom.“

Überraschung: Die Athletin als ihre eigene Mechanikerin

Was viele nicht wissen: Die komplexe Technik ihres Sportgeräts erfordert, dass Forster stets einen Werkzeugkoffer dabeihat. Lachend erklärt sie: „Werkzeug und Ersatzteile – deswegen ist mein Skischuh-Rucksack auch immer so schwer“. Sie fügt hinzu: „Man muss immer auf alles vorbereitet sein.“

Weil nicht bei jedem Wettkampf ein Techniker zur Verfügung steht, legt die Athletin selbst Hand an. Sie greift dann zum Inbusschlüssel oder zum Schraubenzieher. Forster sagt dazu: „Gerade das Feder-Dämpfer-System habe ich in dieser Saison sehr gut kennengelernt. Ich habe mich damit vertraut gemacht und weiß jetzt auch, wo ich was drehen muss, damit ich eine Verbesserung bekomme“.

Die Vorfreude auf ihre vierten paralympischen Spiele ist trotz der Herausforderungen und der besonderen Unterkunft im „Campingdorf“ ungebrochen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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