Ilia Malinin stürzt nach einer völlig verkorksten Kür auf Platz acht ab. ARD-Kommentator Daniel Weiss gibt sich mitfühlend und macht sich große Sorgen.
„Manager geht nicht ans Telefon“ARD-Kommentator nach Eiskunstlauf-Drama in Sorge

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Daniel Weiss war nach dem Drama um Ilia Malinin zu Gast im ARD-Studio.
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Nach dem Eiskunstlauf-Drama um Ilia Malinin (21) sitzt der Schock noch immer tief – auch bei Daniel Weiss.
Der ehemalige Eiskunstläufer hatte das Kür-Finale der Männer für die ARD kommentiert, bei dem Malinin als Führender nach dem Kurzprogramm noch auf Platz acht zurückgefallen war.
ARD-Kommentator nach Malinin-Schock: „Habe selber schlecht geschlafen“
Keine 24 Stunden nach Malinins Albtraum-Kür war Weiss zu Gast im ARD-Studio, um mit Moderatorin Stephanie Müller-Spirra auf die bislang wohl größte Negativ-Überraschung der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina zurückzublicken.
Wirklich fassen konnte der zweimalige deutsche Eiskunstlauf-Meister, der seit vielen Jahren als Kommentator tätig ist, das Ganze immer noch nicht.
„Ich muss sagen, ich habe selber schlecht geschlafen, weil ich da natürlich nicht nur als ehemaliger Sportler fühle, sondern vielleicht ein bisschen auch als Vater“, sagte Weiss. Er macht sich Sorgen um den erst 21 Jahre alten Malinin, der vor allem in den US-Medien im Fokus der Olympia-Berichterstattung gestanden hatte und als haushoher Favorit in den Wettkampf gegangen war.
„Wie will man diesen Jungen wieder aufrichten, abfangen?“, fragte sich Weiss. „Ich habe wirklich Sorge darum, dass er das gut verarbeiten kann. Ich hoffe, er hat ein gutes Umfeld, das ihn auffängt.“
Weiss berichtete, dass er versucht habe, Malinins Manager Ari Zakarian anzurufen: „Das ist ein guter Freund von mir, der mit mir viele Jahre gelaufen ist. Der ist zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar und der geht seit zwei Stunden nicht ans Telefon. Da kann ich nur erahnen, was da gerade im Umfeld los ist.“
Die Gründe für Malinins sportlichen Zusammenbruch seien vielschichtig. „Ich glaube, da kamen ganz viele Sachen unglücklich zusammen“, meinte Weiss. „So langsam hat sich dieser Druck in seinen Kopf geschlichen, den er am Anfang der Spiele nicht hatte.“
Er habe Malinin in Mailand noch getroffen und sei beeindruckt gewesen, wie cool der junge US-Amerikaner mit seinem Favoritenstatus umgegangen sei. „Er hat sich sehr selbstsicher gezeigt. Er hat sich mit Snoop Dogg getroffen. Er ist einkaufen gegangen.“
Doch bei der Kür war von dieser Coolness auf einmal nichts mehr zu sehen. „Ich glaube, und das hat er gestern auch selbst im Interview gesagt, er hat plötzlich Angst bekommen“, sagte Weiss.
Den medialen Druck, an dem er letztlich zerbrochen ist, habe Malinin sich aber auch selbst eingebrockt. „Der Name ‚Vierfach-Gott‘ ist ja schon sehr hart gewählt. Der ist selbst gewählt. Und dem ist er leider nicht gerecht geworden“, so Weiss.
Er hält es zudem für eine große Fehlentscheidung, dass Malinin im Teamwettbewerb, bei dem die USA Gold holte, sowohl Kurzprogramm als auch Kür gelaufen sei. Diese Mehrfach-Belastung sei letztlich zu viel gewesen.



