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„Das gibt es nicht!“Topfavorit fällt komplett auseinander: ARD-Kommentator entsetzt

llia Malinin stürzt bei einen Sprung.

Copyright: IMAGO/Bildbyran

llia Malinin erlebte in der Kür einen Albtraum und blieb am Ende sogar ohne Medaille.

Aktualisiert

Eiskunstlauf-Superstar llia Malinin holt bei den Olympischen Spielen nach einer völlig vergeigten Kür noch nicht mal eine Medaille. ARD-Kommentator Daniel Weiss ist fassungslos.

Der große Favorit hat bei den Olympischen Spielen Nerven gezeigt! Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin hat in der Kür zahlreiche Sprünge versemmelt – und damit den fast schon sicher geglaubten Olympiasieg verloren.

Der US-Amerikaner, der als einziger Eiskunstläufer der Welt alle Sprünge vierfach beherrscht, riss am Freitagabend in Mailand einige Sprünge auf. So zeigte er den Axel, den er als erster Läufer überhaupt in der Vergangenheit vierfach gestanden hat, nur einfach, einen weiteren Sprung nur doppelt. Zudem stürzte er.

„Quad God“ Malinin erlebt Olympia-Albtraum

ARD-Kommentator Daniel Weiss konnte es kaum fassen. „Das gibt es nicht!“, rief der ehemalige Eiskunstläufer immer wieder schon während des Programms von Malinin. „Um Gottes Willen!“

Eine Erklärung hatte er trotz seiner Fassungslosigkeit dennoch schnell parat. „Der kann nicht mehr!“, analysierte Weiss und machte die Tatsache, dass Malinin im Teamwettbewerb sowohl Kurzprogramm als auch Kür gelaufen war, für den Einbruch verantwortlich. „Es zeigt, dass er doch nur ein Mensch ist.“

Der von seinen Fans als „Quad God“ verehrte Malinin, der nach dem Kurzprogramm souverän geführt hatte, fiel sogar komplett aus den Medaillenrängen, wurde nach der Albtraum-Kür nur Achter. 

Mit leeren Händen fährt Malinin dennoch nicht nach Hause, mit dem Team der USA holte er zu Beginn der Spiele Gold. Doch der junge Amerikaner wollte als Topfavorit natürlich auch im Einzel-Wettbewerb den Sieg. 

Sensations-Olympiasieger wurde der Kasache Michail Schaidorow, der von Platz fünf nach dem Kurzprogramm noch zu Gold lief. „Das ist doch verrückt“, sagte ARD-Expertin Katarina Witt über die unglaubliche Aufholjagd. Silber holte sich der Japaner Yuma Kagiyama vor seinem Landsmann Shun Sato.

„Favorit zu sein, ist das eine“, hatte Malinin noch nach seinem Kurzprogramm gesagt und hinzugefügt: „Aber es tatsächlich zu schaffen, es unter Druck umzusetzen und den Lauf deines Lebens zu zeigen, um diese Medaille zu verdienen, ist etwas ganz anderes“.

Diesem Druck konnte er nicht ansatzweise standhalten. Im Publikum saßen unter anderem Hollywood-Star Jeff Goldblum und Turn-Königin Simone Biles und sahen das Drama aus nächster Nähe. „Dass der so auseinanderfällt, das hätte niemand erwartet“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin Witt. 

Malinin fassungslos: „Es ging alles so schnell“

Malinin selbst verstand die Welt nicht mehr. „Das war definitiv kein angenehmes Gefühl“, sagte der tief gefallene „Vierfach-Gott“ nach seiner völlig verpatzten Olympia-Kür, die ihn das sicher geglaubte Gold gekostet hatte. „All die Jahre des Trainings, die Vorbereitung darauf – es ging einfach viel zu schnell vorbei. Ich hatte keine Zeit, zu verarbeiten, was ich tun sollte oder irgendetwas anderes. Es ging alles so schnell.“

Der Grund für seinen Blackout? „Der Druck bei Olympia ist enorm“, sagte er und ergänzte: „Man sagt ja, es gäbe einen Olympiafluch, dass der Goldfavorit bei Olympia immer schlecht läuft. Und genau so ist es dann auch.“

Malinin, der aus dem Kurzprogramm eine komfortable Führung mitgenommen hatte, schien auf dem Eis von Mailand verloren zu sein. „Es war fast so, als ob ich gar nicht mehr wusste, wo ich im Programm war“, bekannte er. „Normalerweise habe ich mehr Zeit und ein besseres Gefühl dafür, wie es läuft, aber diesmal ging alles so schnell vorbei, und ich hatte wirklich keine Zeit, etwas zu ändern oder den Ablauf anzupassen.“

Gleich zu Beginn patzte er beim vierfachen Axel, den er aufriss, mehrfach landete er auf dem Eis. „Vor der Kür war ich sehr zuversichtlich, fühlte mich richtig gut – und dann ist es plötzlich vorbei. Plötzlich gleitet dir das, was du in Händen hältst, wieder weg.“ (mit dpa/sid)

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