Der HSV setzt ein deutliches Zeichen! Obwohl Sprint-Europameister Owen Ansah wegen eines nicht zustande gekommenen Dopingtests eine mehrjährige Sperre droht, verlängern die Hamburger seinen Vertrag bis 2029.
Trotz drohender Doping-SperreHSV setzt mit Vertragsentscheidung ein Zeichen
Der Hamburger SV hat den Vertrag mit Sprint-Europameister Owen Ansah trotz dessen ungeklärter sportgerichtlicher Situation bis 2029 verlängert.
Dies teilten die Hamburger am Mittwochabend mit. Dem 25 Jahre alten Ansah droht nach einem nicht zustande gekommenen Dopingtest im Sommer eine vierjährige Sperre, über seinen Fall muss nun das Deutsche Sportschiedsgericht entscheiden.
Vertragsverlängerung wie bei Fußball-Profi
„Wir kennen Owen seit vielen Jahren und haben großes Vertrauen in ihn, als Sportler und als Mensch. Dieses Vertrauen gilt auch und vor allem in schwierigen Zeiten“, sagte HSV-Präsident Henrik Köncke.
Ansah kommentierte die Verlängerung: „Der HSV ist für mich mehr als ein Verein. Er ist ein Stück Heimat. Viele Menschen im Verein begleiten mich schon seit Jahren und haben mich immer unterstützt. Dieses Vertrauen bedeutet mir sehr viel.“
Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hatte im August einen Strafbescheid über drei beziehungsweise vier Jahre gegen Ansah erlassen, der Athlet stimmte diesem aber nicht zu. In der Folge holte der deutsche 100-m-Rekordhalter (9,98 Sekunden) bei der EM in Birmingham Bronze über 100 und Gold über 200 m. Sollte es zu einer Strafe kommen, droht Ansah diese Erfolge zu verlieren.
Der Hamburger SV hatte auch den positiv getesteten und für vier Jahre gesperrten Fußball-Profi Mario Vuskovic weiter unterstützt. Zwar wurde 2024 der ursprüngliche Vertrag mit dem Innenverteidiger aus juristischen Gründen aufgelöst, gleichzeitig aber ein neuer Vertrag formuliert, der mit Ablauf der Dopingsperre im November 2026 greift. (sid)
