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Biathlon-TickerDeutsche Frauen enttäuschen komplett – Doll nach Einzel-Blamage auf dem Podium

Sophia Schneider läuft hinterIngrid Landmark Tandrevold.

Sophia Schneider, hier am 1. März 2024 hinter Ingrid Landmark Tandrevold, war im Massenstart in Oslo beste Deutsche.

Die Wintersport-Saison ist in vollem Gange. Auch der Biathlon-Zirkus geht auf Reisen. EXPRESS.de begleitet den Biathlon-Winter im News-Ticker.

Die Biathlon-Saison ist im vollen Gange, bis März 2024 geht es in der Loipe und am Schießstand wieder darum, schneller als die Konkurrenz zu sein.

Wie haben sich die Starterinnen und Starter aus Deutschland geschlagen? Was machte die internationale Konkurrenz? Und wer waren die großen Stars der Biathlon-Saison? Diese und viele weitere Fragen beantwortet EXPRESS.de im laufend aktualisierten Biathlon-Ticker.


Nach schlechtestem Karriere-Rennen: Doll im Massenstart auf dem Podium

Einen Tag nach dem schlechtesten Rennen seiner Biathlon-Karriere hat sich Benedikt Doll mit einem zweiten Platz im Massenstart in Oslo zurückgemeldet. Für den 33-Jährigen schien am Samstag sogar mehr drin zu sein, zwei späte Schießfehler machten seinen dritten Saisonerfolg aber unmöglich. Nach 15 Kilometern musste sich Doll mit 6,4 Sekunden Rückstand nur dem Norweger Sturla Holm Laegreid (1 Fehler) geschlagen geben. Platz drei ging an den Schweden Jesper Nelin (1).

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Doll, der seine Karriere Ende März beenden wird, machte es zu Beginn deutlich besser als noch am Freitag. Mehr als neun Minuten Rückstand hatte der Schwarzwälder nach sieben Schießfehlern im Einzel, Platz 74 war seine schwächste Position in rund 13 Jahren im Weltcup.

Im Massenstart blieb Doll in beiden Liegendschießen fehlerfrei und lag zunächst auf dem dritten Platz. Weitere fünf Treffer brachten ihn nur 0,4 Sekunden hinter Tarjei Bö auf Platz zwei. Zwar patzte er beim letzten Gang an den Schießstand, erkämpfte sich Rang zwei gegen Nelin aber dank einer starken Schlussrunde in der Loipe.

Zweitbester Deutscher wurde Philipp Nawrath (1) als Sechster, Justus Strelow blieb als einziger Deutscher ohne Schießfehler und wurde Achter. Johannes Kühn (5) konnte als 19. nicht in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen. Roman Rees (4/24.) und Philipp Horn (5/25.) landeten noch weiter hinten. (dpa)


Deutsche Frauen im Massenstart in Oslo chancenlos

Die deutschen Biathletinnen haben im Massenstart am legendären Holmenkollen enttäuscht und das Podest deutlich verpasst. Im Rennen über 12,5 Kilometer belegte Sophia Schneider am Samstag (2. März 2024) als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) nur den 18. Platz. Nach drei Strafrunden fehlte der 26-Jährigen mehr als eine Minute auf das Podium.

Hinter Schneider folgte mit Einzel-Silbermedaillengewinnerin Janina Hettich-Walz (4 Strafrunden/+1:49,5 Minuten) erst auf dem 20. Platz die nächste Deutsche, Johanna Puff (3/+2:21,2) belegte in ihrem vierten Weltcup-Rennen Rang 23. Vanessa Voigt (+2:54,1) wurde nach großen Problemen am Schießstand mit fünf Fehlern nur schwache 25.

Den Sieg im kräftigen Regen von Oslo sicherte sich Lena Häcki-Groß (2 Strafrunden) aus der Schweiz. Die weiteren Plätze auf dem Podium belegten die beiden Französinnen Julia Simon (4/+16,8 Sekunden) und Lou Jeanmonnot (3/+22,3).

Am Sonntag stehen zum Abschluss der Wettbewerbe in Norwegen noch die Single-Mixed- (12.45 Uhr) und die Mixed-Staffel (14.45 Uhr/alles ZDF und Eurosport) auf dem Programm. In beiden Rennen hatte das deutsche Team bei den Weltmeisterschaften in Nove Mesto die Medaillen verpasst. Die finalen zwei Weltcup-Stationen des Winters steigen dann in Soldier Hollow (USA/8. bis 10. März) und im kanadischen Canmore (14. bis 17. März). (sid)


Schlechtestes Karriereergebnis: Doll in Oslo komplett abgeschlagen

Biathlet Benedikt Doll hat zum Start seiner Abschieds-Tournee am legendären Holmenkollen ein Rennen zum Vergessen erlebt. Der 33-Jährige kam beim Weltcup in Oslo im Einzel über 20 km nach sieben (!) Schießfehlern weit abgeschlagen als 74. ins Ziel. So schlecht war der Routinier in seiner erfolgreichen Karriere im Weltcup noch nie platziert. Bisher war Rang 60 beim Sprint in Hochfilzen vor über drei Jahren sein Tiefpunkt gewesen.

Doll wird nach den noch ausstehenden drei Weltcups seine Laufbahn beenden. Er gewann in dieser Saison bereits zwei Sprints, insgesamt holte er sechs Weltcupsiege und stand 20-mal auf dem Podest. Bei Großereignissen sammelte er acht Medaillen, unter anderem WM-Gold im Sprint 2017.

Auch für den Rest der deutschen Mannschaft verlief das Rennen nicht nach Wunsch. Beim Sieg von Sturla Holm Lägreid war Johannes Kühn mit zwei Fehlern auf Rang zwölf der beste Athlet des Deutschen Skiverbandes (DSV). Justus Strelow (2) wurde 17., Roman Rees (1), der sogar noch Chancen auf die kleine Kristallkugel hatte, landete auf Rang 25.

Die Disziplinwertung im Einzel holte sich Johannes Thingnes Bö (Norwegen), Rees wurde Dritter. Dem Dominator reichte ein fünfter Platz. Sein Teamkollege Lägreid siegte vor Tarjei Bö und Vetle Sjaastad Christiansen.

Nach den Einzeln sind am Samstag am Holmenkollen die Massenstarts der Frauen (13.20 Uhr) und der Männer (15.20 Uhr) geplant. Am Sonntag stehen zum Abschluss der Wettbewerbe in Oslo noch Single-Mixed- und Mixed-Staffel auf dem Programm, ehe es für die Teams nach Übersee geht. Zum Abschluss des Winters finden in Soldier Hollow (USA/8. bis 10. März) und Canmore (Kanada/14. bis 17. März) noch zwei Weltcups statt.


Voigt verpasst kleine Kristallkugel

Biathletin Vanessa Voigt hat mit einem sechsten Platz in Oslo nur knapp ihren ersten Triumph im Disziplin-Weltcup im Einzel verpasst. Ein Schießfehler war für die Thüringerin am Freitag (1. März 2024) über 15 Kilometer zu viel, um sich die kleine Kristallkugel zu sichern. Beim Sieg der Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (1 Fehler) hatte Voigt 1:04,7 Minuten Rückstand. Platz zwei belegte die Schwedin Elvira Öberg (1) vor der Norwegerin Ida Lien (1).

In der Disziplinwertung ging die Trophäe nach insgesamt drei Rennen an die Italienerin Lisa Vittozzi (2), die Vierte wurde. Die Olympia-Vierte Voigt belegte in der Endabrechnung Rang zwei. In allen vier Klassiker-Rennen - der WM-Wettkampf wird nicht mehr im Weltcup mitgerechnet - schoss die 26-jährige Voigt in diesem Winter nur eine Strafminute und traf 79 Mal ins Schwarze.

Aufgrund dichten Nebels war das Einzel von Donnerstag auf Freitag verschoben worden. Am Freitagmittag hatte es eine weitere Verschiebung gegeben, ehe sich die Sichtverhältnisse deutlich besserten.

Nicht am Start war Franziska Preuß. Die frühere Staffel-Weltmeisterin kann in diesem Winter aufgrund anhaltender gesundheitlicher Beschwerden womöglich gar keine Rennen mehr bestreiten. Wie der Deutsche Skiverband mitteilte, wird die 29-Jährige weder in Oslo noch in der kommenden Woche in Soldier Hollow/USA antreten. Sollte Preuß vollkommen gesund werden, wären nur noch Starts beim Weltcup-Finale in Canmore/Kanada möglich. (dpa)


Biathlon-Weltcup in Oslo: Erstes Rennen abgesagt

Regen und vor allem Nebel am legendären Holmenkollen in Oslo haben am Donnerstag (29. Februar 2024) zur Absage des Einzelrennens der Frauen über 15 km geführt. Dies teilte die Internationale Biathlon-Union (IBU) kurz vor dem Start des Weltcups mit. Das Rennen soll am Freitag nachgeholt werden.

„Es ist alles probiert worden bis zum Beginn des Anschießens. Die Sicht ist aber immer schlechter geworden. Das macht ganz speziell beim Einzel mit vier Schießen keinen Sinn. Das ist die einzig richtige Entscheidung, dass man probiert, es morgen zu machen“, sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling.

Natürlich hätten sich „die Mädels darauf eingestellt“, ergänzte Frauentrainer Kristian Mehringer. Aber eine Durchführung sei bei den schlechten Bedingungen „nicht möglich gewesen“. Jetzt bereite man sich eben „auf Freitag vor. Dann geben wir wieder Gas.“

Geplant ist das Frauenrennen nun gegen Mittag, wie IBU-Renndirektor Borut Nunar dem ZDF sagte. Das ursprünglich für 14.15 Uhr terminierte Männer-Einzelrennen über 20 km wird möglicherweise etwas nach hinten verschoben. Allerdings sind auch die Vorhersagen für die kommenden Tage in Oslo mit Regen und Temperaturen über null Grad nicht besonders gut.

Am Samstag sind am Holmenkollen dann die Massenstarts der Frauen (13.20 Uhr) und der Männer (15.20 Uhr) geplant. Am Sonntag stehen zum Abschluss der Wettbewerbe in Oslo noch Single-Mixed- und Mixed-Staffel auf dem Programm, ehe es für die Teams nach Übersee geht. Zum Abschluss des Winters finden in Soldier Hollow (USA/8. bis 10. März) und Canmore (Kanada/14. bis 17. März) noch zwei Weltcups statt.


Preuß verpasst Einzelrennen in Oslo

Biathletin Franziska Preuß muss nach ihrem bitteren Staffel-Ausfall bei der WM erneut eine krankheitsbedingte Pause einlegen. Die 29-Jährige werde am Donnerstag (29. Februar 2024, 14.15 Uhr) im Einzel von Oslo „wegen Infektsymptomen nicht an den Start gehen“, sagte Mannschaftsärztin Katharina Blume: „Beginnend zeigte sich der Infekt im Bereich der Nasennebenhöhlen in Nove Mesto. Franziska konnte die Zeit bis jetzt gut zur Erholung nutzen, dennoch ist sie weiterhin angeschlagen und noch nicht beschwerdefrei.“ 

In Oslo findet das letzte Einzelrennen der Saison statt. Preuß hatte bereits am letzten WM-Wochenende wenige Stunden vor dem Rennen ihren Staffel-Start absagen müssen, verpasste so den Bronze-Coup. Beim tags darauf folgenden Massenstart war sie sichtlich geschwächt auf Rang elf gelaufen. Der erneute Ausfall am Holmenkollen ist umso bitterer, da Preuß als Vierte bei nur acht Punkten Rückstand noch gute Chancen auf die kleine Kristallkugel im Einzel gehabt hätte.

Bezüglich eines erneuten Comebacks werde „von Tag zu Tag entschieden, wann ein Einstieg in den Weltcup Sinn macht. Wir nutzen jeden weiteren Tag zur Erholung“, erklärte Blume. Frühestens wäre eine Rückkehr im Massenstart am Samstag (13.20 Uhr/jeweils ZDF und Eurosport) möglich. Für die seit Jahren von gesundheitlichen Problemen immer wieder zurückgeworfene Preuß ist es in diesem Winter bereits die sechste krankheitsbedingte Wettkampfabsage. (sid)


Benedikt Doll beendet Karriere

Der frühere Biathlon-Weltmeister Benedikt Doll hört wie erwartet nach dieser Saison auf. „Ich werde nach dem Winter meine Karriere beenden und die Entscheidung fiel mir, ehrlich gesagt, relativ einfach“, teilte Doll am Freitag einen Tag vor seinem 34. Geburtstag in einem Instagram-Video mit. Er habe nach 27 Jahren im Biathlon und zwölf Jahren im Weltcup „einfach Lust, jetzt auch mal was anderes zu machen und mich beruflich neu zu orientieren“.

Erst in der vergangenen Woche hatte sich Doll in Tschechien seinen großen Traum von einer erneuten Medaille erfüllt und als Dritter im Einzel das einzige Edelmetall der deutschen Männer bei der WM gewonnen. Zu seinen größten Erfolgen gehören der WM-Titel 2017 im Sprint in Hochfilzen und die Bronzemedaillen bei den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang in der Verfolgung und mit der Staffel. Insgesamt holte Doll achtmal Edelmetall bei Großereignissen.

Bereits vor der Saison hatte Doll ein mögliches Karriereende angedeutet. In Zukunft stehen seine Ehefrau Miriam und der gemeinsame anderthalbjährige Sohn im Mittelpunkt.

Doll möchte nun noch mal studieren, diesmal im Bereich Gebäudetechnik. Er hat bereits ein Bachelor-Studium in Marketing und Vertrieb Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Furtwangen abgeschlossen. (dpa)


Biathletinnen verpassen Podest im Massenstart

Die deutschen Biathletinnen haben zum Abschluss der Weltmeisterschaften in Nove Mesto eine weitere Medaille verpasst. Im Massenstart über 12,5 Kilometer belegte Vanessa Voigt als beste Athletin des Deutschen Skiverbandes (DSV) den fünften Platz. Die DSV-Frauen blieben damit in Tschechien bei zwei Medaillen.

Gold ging an Justine Braisaz-Bouchet, die die französischen Festspiele fortsetzte. Die 27-Jährige gewann ohne Schießfehler vor der Italienerin Lisa Vittozzi (0 Schießfehler/+31,2 Sekunden) und ihrer Landsfrau Lou Jeanmonnot (1/+56,7).

Voigt, die am Samstag Bronze mit der Staffel gewonnen hatte, lag ohne Fehler am Schießstand +1:29,7 Minuten zurück. Nach ihrer krankheitsbedingten Pause belegte Rückkehrerin Franziska Preuß den 11. Platz (1/+1:51,9). Einzel-Silbermedaillengewinnern Janina Hettich-Walz (3) und Selina Grotian (7) liefen deutlich hinterher. (sid)


Deutsche Männer leisten sich Strafrunde und verpassen Medaille

Die Männer-Staffel hat bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Nove Mesto die vierte Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) verpasst. Das DSV-Team mit Justus Strelow, Johannes Kühn, Philipp Nawrath und Benedikt Doll belegte in dem Rennen über 4x7,5 Kilometer nach einer Strafrunde und acht Nachladern den vierten Platz und konnte den erfolgreichen Samstag (17. Februar 2024) der Deutschen nicht fortsetzen. Wenige Stunden zuvor hatten die DSV-Frauen Bronze gewonnen.

Den Sieg sicherte sich überraschend Schweden, das am Schluss von einem katastrophalen Stehendschießen mit drei Strafrunden des Norwegers Vetle Sjaastad Christiansen profitierte. Damit verpasste auch Dominator Johannes Thingnes Bö das 20. WM-Gold seiner Karriere, der zu Landsmann und Rekordweltmeister Ole Einer Björndalen aufgeschlossen hätte. Am Ende blieb Norwegen nur Silber, Bronze ging an Frankreich.

Die deutsche Männer-Staffel blieb damit beim vierten Großereignis nacheinander ohne eine Medaille. Am Sonntag folgt das große Finale der Weltmeisterschaften. Auf die Frauen (14.15 Uhr) und Männer (16.30/alles ZDF und Eurosport) wartet mit den jeweiligen Massenstarts der traditionelle Abschluss der Wettbewerbe. (dpa)


Biathlon-WM: Deutsche Frauen-Staffel holt Bronze

Die deutschen Biathletinnen haben den Personalsorgen und Material-Problemen getrotzt und in der WM-Staffel von Nove Mesto überraschend Bronze gewonnen. In Abwesenheit der gesundheitlich angeschlagenen Franziska Preuß belegte das DSV-Quartett trotz zwischenzeitlichen Tränen mit Einzel-Silbermedaillengewinnerin Janina Hettich-Walz, Selina Grotian, Vanessa Voigt und Sophia Schneider nach neun Nachladern den dritten Platz. Auch bei der Heim-WM in Oberhof hatte die deutschen Frauen auf dem Podest gestanden und Silber gewonnen.

Trotz Patzern sicherte sich Topfavorit Frankreich Gold. Das Team mit Lou Jeanmonnot, Sophie Chauveau, Justine Braisaz-Bouchet und Julia Simon (2 Strafrunden+11 Nachlader) setzte sich vor dem schwedischen Team durch.

Wenige Stunden vor dem Start hatte die deutsche Mannschaft den kurzfristigen Ausfall von Anführerin Preuß verkraften müssen. Die 29-Jährige, eigentlich als Schlussläuferin eingeplant, fiel mit Halsschmerzen aus. Dafür rückte Schneider in das Team, es war ihre Premiere als vierte Läuferin einer Staffel. Für die Frauen enden die Weltmeisterschaften am Sonntag mit dem Massenstart (13.45 Uhr/ZDF und Eurosport).


Biathlon-Schock: Preuß fällt kurz vor Staffel aus

Die deutschen Biathletinnen müssen kurz vor der WM-Staffel einen Schock verkraften. Die eigentlich als Schlussläuferin eingeplante Franziska Preuß fällt wegen Halsschmerzen kurzfristig aus, stattdessen muss Sophia Schneider auf dem letzten Teilstück einspringen. Ohne die Anführerin sind die Medaillenhoffnungen über die 4x6 Kilometer (13.45 Uhr/ZDF und Eurosport) arg gedämpft.

Vor Schneider gehen die Einzel-Silbermedaillengewinnerin Janina Hettich-Walz, die 19-jährige Selina Grotian sowie Vanessa Voigt auf die Strecke. „Franziska Preuß kann aufgrund von neu aufgetretenen Halsschmerzen leider nicht starten“, sagte Teamarzt Dr. Jan Wüstenfeld: „Wir werden den heutigen Tag nutzen, um eine bestmögliche Regeneration zu gewährleisten, auch um eine kleine Chance auf den Start beim Massenstart zu wahren."

Im Vorjahr hatte die Frauen-Staffel in Oberhof Silber gewonnen, in diesem Weltcup-Winter gelangen zwei dritte und zwei fünfte Ränge. Preuß wurde in ihrer Karriere schon häufig von gesundheitlichen Problemen zurückgeworfen, im Vorjahr hatte sie gar vor der Heim-WM in Oberhof die Saison komplett abbrechen müssen. Der abschließende Massenstart findet am Sonntag (14.15 Uhr) statt. (sid)


Single-Mixed-Staffel: Voigt und Strelow verpassen Medaille

Vanessa Voigt (26) und Justus Strelow (27) haben bei der Biathlon-Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto die erhoffte Medaille in der Single-Mixed-Staffel verpasst. Gut dreieinhalb Wochen nach ihrem Weltcup-Premierensieg in dieser Disziplin musste sich das Duo am Donnerstagabend (15. Februar 2024) mit Platz sechs zufriedengeben. Nach vier Nachladern hatten die beiden am Ende 1:04,6 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Frankreich. Silber sicherte sich Italien vor Norwegen.

In dem jüngsten WM-Wettbewerb stand bisher noch kein deutsches Duo ganz oben bei einem Großereignis. Als Einzige hatten bisher Franziska Preuß (29) und Erik Lesser (35) 2020 in Antholz WM-Silber geholt.

Die WM-Generalprobe in Antholz hatten Voigt und Strelow am 20. Januar mit nur einem Nachlader bei acht Schießeinlagen gewonnen. Beide zählen im gesamten Feld zu den Top-Schützen und gehörten deshalb zu den Mitfavoriten. (dpa)


Benedikt Doll läuft im WM-Einzelrennen aufs Treppchen

Zweite Medaille für Deutschland bei der Biathlon-WM in Nove Mesto: Benedikt Doll (33) hat im Einzelrennen der Männer über 20 Kilometer Bronze geholt.

Der Deutsche, der sich in vier Schießen einen Fehler leistete, musste sich am Mittwoch (14. Februar 2024) nur dem überragenden Norweger Johannes Thingnes Bö (30) und dessen Bruder Tarjei Bö (35) geschlagen geben. Doll hatte 1:53,3 Minuten Rückstand auf den Weltmeister. Roman Rees (30), Johannes Kühn (32) und Philipp Horn (29) hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

„Es hat alles zusammengepasst. Ich bin unfassbar glücklich. Es hat richtig Spaß gemacht“, sagte Doll in der ARD. Für den Routinier war es die sechste WM-Medaille, die zweite in einem Einzelrennen nach Gold im Sprint 2017.

Am Vortag hatte Janina Hettich-Walz (27) ebenfalls im Einzelrennen mit Silber die allererste Medaille für das deutsche Team geholt und damit für eine kleine Erlösung gesorgt.


Erste WM-Medaille perfekt: Janina Hettich-Walz holt Silber 

Biathletin Janina Hettich-Walz hat bei den Weltmeisterschaften in Nove Mesto die ersehnte erste Medaille für den Deutschen Skiverband (DSV) gewonnen. Die 27-Jährige belegte am Dienstag im Einzel über 15 km ohne Schießfehler den zweiten Platz und sicherte sich Silber. Für Hettich-Walz ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.

„Ich habe keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, den Schalter umzulegen“, jubelte Hettich-Walz am ARD-Mikrofon: „Es ist eine Medaille für das ganze Team.“

Mit ihrem Sprung auf das Podest wendete sie zum Start des zweiten WM-Abschnitts eine historische Nullnummer für das deutsche Team ab. Platz eins ging an die überragende Italienerin Lisa Vittozzi (0 Schießfehler), den dritten Rang sicherte sich die französische Dominatorin Julia Simon (1 Schießfehler).

Auch WM-Debütantin Selina Grotian und Vanessa Voigt blieben ohne Fehler und rundeten das sehr gute Ergebnis des deutschen Teams ab. Grotian erreichte Rang vier, Voigt folgte direkt dahinter als Fünfte. Franziska Preuß konnte mit zwei Fehlern das Niveau des restlichen Teams nicht mitgehen und wurde 15. (dpa)


Bö siegt bei norwegischem Fünffach-Triumph

Norwegens Biathleten haben bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto Geschichte geschrieben. Beim 18. WM-Titel von Johannes Thingnes Bö feierten die in dieser Saison dominierenden Skandinavier in der Verfolgung einen Fünffach-Erfolg, nachdem es tags zuvor im Sprint bereits einen Dreifach-Triumph gegeben hatte.

Titelverteidiger Bö, im Sprint Zweiter, setzte sich am Sonntag nach drei Fehlern mit 28,7 Sekunden vor Sprint-Champion Sturla Holm Laegreid (2 Fehler) durch. Bronze sicherte sich wie im Sprint Vetle Sjaastad Christiansen (3/+38,5 Sekunden). Dahinter folgten Johannes Dale-Skjevdal und Tarjei Bö.

Die Deutschen hatten nach ihren schwachen Sprintergebnissen nichts mit den Topplatzierungen zu tun. Johannes Kühn (4 Fehler) wurde 15. direkt gefolgt von Benedikt Doll (4) und Philipp Horn (3). Philipp Nawrath (5) kam als 21. ins Ziel. (dpa)


Preuß verpasst als Sechste WM-Medaille deutlich

Die deutschen Biathletinnen haben die erste Woche bei der Weltmeisterschaft in Nove Mesto ohne die erhoffte Medaille beendet. Franziska Preuß schaffte es im Verfolgungsrennen am Sonntag (11. Februar 2024) auf Platz sechs und lag rund 35 Sekunden hinter dem Bronzerang. Die 29-Jährige leistete sich einen Fehler und hatte nach zehn Kilometern 1:24,7 Minuten Rückstand auf die erneut überragende Französin Julia Simon, für die es in Tschechien bereits das dritte Gold im dritten Rennen war.

Preuß war als Sechste 1:05 Minuten hinter Sprint-Weltmeisterin Simon gestartet, konnte aber in der Loipe keinen entscheidenden Boden gut machen und war auch bei der dritten Chance auf Edelmetall nicht erfolgreich. Eine Strafrunde im dritten Schießen verhinderte, dass sich die Bayerin weiter vorn platzieren konnte. Allerdings war die Konkurrenz auch läuferisch klar stärker.

Nach Frankreichs historischem Vierfach-Erfolg im Sprint ging Silber im Jagdrennen an die Italienerin Lisa Vittozzi (1 Fehler) und Bronze an die Französin Justine Braisaz-Bouchet (4). Als zweitbeste Deutsche kam Vanessa Voigt (1) als 15. ins Ziel, Janina Hettich-Walz (3) belegte Platz 25. Weiter geht es für die Frauen nach einem Ruhetag am Dienstag (17.10 Uhr/ARD und Eurosport) mit dem Einzel über 20 Kilometer. (dpa)


Biathlon-WM: Kein Deutscher in den Top Ten

Die deutschen Biathleten bleiben bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto auch nach dem dritten Wettkampftag ohne Medaille. Im Sprint lief Ex-Weltmeister Benedikt Doll am Samstag (10. Februar 2024) als bester des deutschen Quartetts auf Platz 13. Nach zwei Strafrunden hatte der Schwarzwälder nach zehn Kilometern 1:41,2 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Sturla Holm Laegreid, der fehlerfrei geblieben war.

Die Norweger feierten einen Dreifach-Triumph: Zweiter wurde Vorjahreschampion Johannes Thingnes Bö (1+ 3,5 Sekunden) vor Vetle Sjaastad Christiansen (1 Fehler/+ 18,6 Sekunden).

Auch Johannes Kühn (1 Fehler) als 14., Philipp Nawrath (1) als 16. konnten nicht in die Top Ten laufen, Philipp Horn (2) schaffte es nicht unter die besten 20. Damit gehen die Deutschen mit einer Hypothek in die Verfolgung am Sonntag (17.05 Uhr/ARD und Eurosport). (dpa)


Biathlon-WM: Französischer Vierfacherfolg im Sprint

Das deutsche Biathlon-Team ist bei der Weltmeisterschaft im tschechischen Nove Mesto auch im zweiten Rennen ohne die erhoffte Medaille geblieben. Im Sprint über 7,5 Kilometer lief Franziska Preuß am Freitag als beste des deutschen Quartetts auf Rang sechs. Nach einem Fehler hatte die 29-Jährige 1:05,3 Minuten Rückstand auf die siegreiche Französin Julia Simon, die ihre Teamkolleginnen Justine Braisaz-Bouchet (1 Fehler/+ 4,9 Sekunden) und Lou Jeanmonnot (1/+ 40,8 Sekunden) auf die weiteren Medaillenränge verwies. In Sophie Chauveau wurde eine weitere Französin Vierte. Es war der erste Vierfacherfolg für die französischen Skijägerinnen in der WM-Geschichte.

Im Vorjahr bei der Heim-WM in Oberhof hatte die zurückgetretene Denise Herrmann-Wick noch Gold für die DSV-Damen geholt. Preuß geht dennoch mit guten Chancen in die Verfolgung am Sonntag.

Vanessa Voigt (1/+ 1:42,5 Minuten), Sophia Schneider (2/+2:04,4) und Janina Hettich-Walz (3/2:14,8) schafften es nicht in die Top Ten.


Biathlon-WM: Strafrunde von Preuß kostet Staffel die Medaille

Das deutsche Biathlon-Team ist zum Auftakt der WM im tschechischen Nove Mesto in der Mixed-Staffel nach einer Strafrunde von Franziska Preuß, die als Führende auf die Strecke gegangen war, ohne die erhoffte Medaille geblieben. Justus Strelow, Philipp Nawrath, Preuß und Vanessa Voigt belegten am Mittwoch (7. Februar 2024) bei schwierigen Windbedingungen und Regen den fünften Platz.  Im Ziel betrug der Rückstand auf den überlegenen Sieger Frankreich nach einer Extrarunde und insgesamt neun Nachladern 1:30,9 Minuten. Der große Favorit und Titelverteidiger Norwegen musste sich mit Silber begnügen, Bronze ging an Schweden.

Damit wartet das deutsche Team weiter auf die erste Medaille im gemischten Doppel seit Silber 2019 in Östersund. 2017 gab es den bislang letzten von insgesamt drei Titeln. Bei Olympischen Spielen ist Deutschland in dieser Disziplin noch ganz ohne Edelmetall.

Bei der WM im Vorjahr in Oberhof hatte es für Deutschland nur zu Rang sechs gereicht. Damals hatte Benedikt Doll mit einer Strafrunde alle Medaillenchancen vergeben. Der 33-Jährige wurde diesmal nicht aufgestellt, da er in der Vorbereitung leicht erkältet war und bei den letzten Weltcup-Rennen Probleme am Schießstand hatte. (dpa)


Doll muss bei WM für Mixed-Staffel passen

Die deutschen Biathleten starten ohne Benedikt Doll in die Weltmeisterschaft in Nove Mesto. Wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte, bestreiten Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß die Mixed-Staffel am Mittwoch (7. Februar 2024, 17.20 Uhr). Doll hatte im abschließenden Trainingslehrgang in Ridnaun mit „etwas Schnupfen“ zu kämpfen und war erst am Dienstag nach Tschechien gereist.

Für das erste Einzelrennen der Männer mit dem Sprint am Samstag (17.05 Uhr/jeweils ARD und Eurosport) ist sein Einsatz allerdings nicht in Gefahr. Die erstmals seit drei Jahren ohne Doll antretende Mixed-Staffel kämpft um die erste Medaille bei einem Großereignis seit 2019, zuletzt ging der Deutsche Skiverband (DSV) im mittlerweile schon traditionellen Auftaktrennen viermal in Serie leer aus.

Gelaufen werden gemäß der Länge in der Frauen-Staffel 4x6 Kilometer, den Auftakt machen in diesem Jahr die Männer. Topfavorit ist Norwegen mit den beiden Bö-Brüdern Tarjei und Johannes Thingnes sowie Karoline Offigstad Knotten und Ingrid Landmark Tandrevold. Im Vorjahr landete die deutsche Mannschaft bei der Heim-WM in Oberhof auf Rang sechs. (sid)


Voigt mit perfektem Schießen, aber nur auf Platz vier

Biathletin Vanessa Voigt hat zum Abschluss der WM-Generalprobe in Antholz den vierten Platz im Massenstart belegt. Der 26-jährigen Thüringerin fehlten am Sonntag 7,9 Sekunden zu ihrem dritten Podestplatz in diesem Winter. Den Sieg über 12,5 Kilometer in Italien sicherte sich die Französin Julia Simon (1 Fehler) vor ihrer Landsfrau Lou Jeanmonnot (0) und der Schweizerin Lena Häcki-Groß (1). Voigt hatte bereits im verkürzten Einzel von Antholz den vierten Rang belegt und bestätigte erneut ihre gute Form.

Voigt hatte am Samstag gemeinsam mit Justus Strelow noch den Single-Mixed-Wettbewerb gewonnen. Auch am Tag danach zeigte sie sich sicher und traf alle 20 Schüsse. In der Loipe konnte Voigt allerdings nicht ganz mit der Spitze mithalten. Die nachgerückte Sophia Schneider (2) schaffte es auf Platz 16.

Kurz vor den Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto (7. bis 18. Februar) hatten Franziska Preuß und Janina Hettich-Walz auf einen Start verzichten müssen. Das Duo fehlte wegen eines Magen-Darm-Infekts. Aus dem gleichen Grund hatte am Freitag bereits Selina Grotian nicht am Einzelrennen teilnehmen können.


Strelow bei WM-Generalprobe Neunter im Massenstart

Justus Strelow hat im letzten Rennen vor der Biathlon-WM den neunten Platz im Massenstart von Antholz belegt. Beim Sieg des Norwegers Vetle Sjaastad Christiansen (1 Fehler) leistete sich der 27-Jährige am Sonntag zwei Strafrunden und hatte im Ziel 59,5 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Platz zwei in Italien sicherte sich Johannes Dale-Skjevdal (2 Fehler) vor Vebjörn Sörum (1). Damit standen erneut drei Norweger auf dem Podest. Zweitbester Deutscher im Rennen über 15 Kilometer wurde Philipp Nawrath (4) auf Position 13.

„Es war heute schon schwer. Ich habe die Erschöpfung ganz schön gemerkt, deswegen bin ich ganz zufrieden“, sagte Strelow in der ARD. Er hatte am Samstag gemeinsam mit Vanessa Voigt noch den Single-Mixed-Wettbewerb gewonnen und startete auch einen Tag später stark. Nach zwei fehlerfreien Schießen lag der Sachse zunächst sogar an der Spitze. Eine Strafrunde im dritten Schießen und eine weitere zum Abschluss machten einen Podestplatz jedoch unmöglich.

Kurz vor den Weltmeisterschaften im tschechischen Nove Mesto (7. bis 18. Februar) zeigte die deutsche Mannschaft zum Abschluss in Südtirol eine durchwachsene Leistung. Roman Rees (2 Fehler) kam als 15. ins Ziel, zu viele Patzer am Schießstand bedeuteten für Benedikt Doll (4) und Johannes Kühn (4) die Ränge 16 und 17. Danilo Riethmüller (4) beendete das zweite Weltcuprennen seiner Laufbahn als 24. (dpa)