Seit vielen Jahren sind sie vertraut – trotzdem verkneift sich Florian König eine bestimmte Erkundigung. Seine Begründung berührt tief.
„Mehr gewusst, als ich berichten konnte“TV-Star König: Darum fragt er nie, wie es Schumi geht

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Niki Lauda, Michael Schumacher und Florian König stehen bei einem RTL-Interview zusammen.
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Sobald das Gespräch auf das gesundheitliche Befinden kommt, blockt Florian König (59) konsequent ab. Obwohl der Fernsehmann mit Michael Schumacher (57) bereits über etliche Dekaden hinweg vertraut ist, setzt er hier einen absoluten Stopp!
Während der kompletten Laufbahn war der TV-Journalist an der Seite der Motorsport-Ikone. Zusammen teilten sie Augenblicke, welche für immer im Gedächtnis bleiben.
Ehefrau Corinna gab die Richtung vor
Jetzt plaudert das bekannte Gesicht der Sendung „Doppelpass“ in der Bild-Audio-Show „Phrasenmäher“ aus, wie tief seine Bindung zum Schumacher-Clan tatsächlich reicht. Dabei legt er offen, weshalb er sogar gegenüber den allerbesten Vertrauten des siebenfachen Champions der Königsklasse komplett auf Nachfragen verzichtet.
Die Ursache dafür liegt auf der Hand. Rückblickend schildert der 59-Jährige: „Die Familie Schumacher hat sehr früh klargemacht, dass keine weiteren Informationen nach draußen kommen sollen. Diesen Wunsch, vor allem von Corinna, habe ich immer respektiert. Und das tue ich auch heute noch.“ Das berichtet bild.de.
Wahre Treue steht für den routinierten Motorsport-Präsentator an oberster Stelle. Aus diesem Grund bohrt er weder beim Bruder noch beim Nachwuchs nach. Unmissverständlich betont der TV-Profi: „Ich frage weder bei Mick noch bei Ralf oder sonst wem nach, wie es Michael geht. Selbst wenn ich etwas erfahre, behalte ich es für mich. Dafür ist mir die Beziehung zur Familie Schumacher und zu Michael viel zu wichtig“.
Trotz dieser Haltung zeigt er volles Verständnis für den Wissensdurst der Anhänger rund um den Erdball. Unzählige Bewunderer brennen schließlich darauf, zu hören, wie der Zustand ihres großen Helden ist. Treffend formuliert der Journalist: „Ich kann total nachvollziehen, dass die Leute wissen wollen, wie es ihm geht. Weil sie ihn lieben, weil er einfach zu ihrem Leben gehört. Über Jahrzehnte lief jedes zweite Wochenende die Formel 1, die italienische und die deutsche Hymne, weil Schumi wieder gewonnen hat.“
Letztlich hat für den Sportexperten jedoch ein anderer Aspekt Priorität. So stellt der Moderator klar: „Darüber entscheidet nicht nur das Interesse der Menschen, sondern eine Familie. Menschen, die davon ganz unmittelbar persönlich betroffen sind. Die haben ihre Entscheidung getroffen. Und ich finde das völlig okay. Damit müssen wir alle klarkommen“.
Magischer Augenblick im Ferrari-Dress
In der Audio-Runde gibt die Fernseh-Größe allerdings noch zahlreiche weitere Anekdoten preis. Etwa eine Begebenheit mit der Rennfahrer-Legende, die absolut geschichtsträchtig war. Seinerzeit stand der Wechsel des Ausnahmefahrers zum italienischen Traditionsrennstall kurz bevor, während die Crew in Estoril probte.
Dazu berichtet der Sportjournalist: „Wir waren bei Testfahrten in Estoril, als Michael zu Ferrari ging. Er durfte noch nicht den roten Overall anziehen, weil er noch bei Benetton unter Vertrag war. Nach dem dritten oder vierten Testtag durfte er ihn dann anziehen. Wir haben Michael gefragt, ob wir mit der Kamera dabei sein dürfen, wenn er zum ersten Mal den roten Overall anzieht. Da waren nur unser Kameramann Olli, der Kameraassistent, ich und Michael in diesem Bus. Da wäre ich gerne noch mal dabei, weil ich damals noch so grün hinter den Ohren war und das nicht richtig abgespeichert habe. In der Rückschau empfinde ich das als historischen und schönen Moment.“
Außergewöhnlich intensiv gestaltete sich zudem sein Draht zur Rennsport-Ikone Niki Lauda. Offensichtlich herrschte zwischen den beiden Männern blindes Vertrauen: „Wir haben uns alles erzählt. Wirklich alles. Ich habe immer viel gewusst, mehr gewusst, als ich berichten konnte. Das war für mich auch menschlich eine total wertvolle Zeit. Ich habe heute noch ganz oft das Gefühl, dass ich gerne wissen würde, was Niki von bestimmten Dingen hält. Er war immer ein guter Ratgeber. Diese Jahre mit Niki haben meinen Horizont extrem erweitert.“ (red)

