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Sein alter Teamchef schwärmtRosberg: „Antonelli fährt auf Michael-Schumacher-Level“

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Kimi Antonelli steht kurz vor seinem ersten Weltmeistertitel in der Formel 1. Nico Rosberg ist voll des Lobes für den jungen Italiener.

Kimi Antonelli (20) wird jüngster Formel-1-Weltmeister der Geschichte. Vielleicht sogar schon im kommenden Rennen in Austin (25. Oktober), wenn der Italiener dies gewinnt und Mercedes-Kollege George Russell (28) bestenfalls Neunter wird. Dann wird er Sebastian Vettel (39) ablösen, der bei seinem ersten Titel 2010 23 war. Kein Wunder, dass alle Welt Lobeshymnen über das Wunderkind Kimi singt. So auch RTL-Experte Nico Rosberg (41). Der hält ihn für „ein Phänomen auf Michael-Schumacher-Level“.

Diese Vergleiche von aufstrebenden Talenten mit Schumi oder Ayrton Senna (†34) werden teilweise inflationär gebraucht. So wurde sogar der frühere Mercedes-Junior Pascal Wehrlein (31) schon als neuer Senna gefeiert, bevor er im Mai 2014 bei einer PR-Veranstaltung mit der Nationalmannschaft einen 63-jährigen Urlauber anfuhr. Nach seinem Formel-1-Aus 2017 wurde er immerhin Formel-E-Weltmeister.

Nico Rosberg: „Den Titel kann ihm auch keiner mehr nehmen“

Rosberg war damals im Südtiroler Passeiertal live dabei. Doch der 2016er-Weltmeister ist kein entfernter Beobachter der Szene, sondern DER Entdecker von Antonelli. In der Tradition seines Vaters, Ex-Weltmeister Keke Rosberg (77), gründete Nico im Jahr 2018 mit seinem früheren Kart-Teamchef Dino Chiesa .(59) ein Kartteam, die Rosberg Racing Academy. Und dafür verpflichteten sie das damals 12-jährige Talent Kimi Antonelli.

Der fuhr auf den internationalen Strecken alles in Grund und Boden, und so gab Rosberg seinem alten Formel-1-Teamchef Toto Wolff (54) einen Tipp: Sieh’ dir mal unseren neuen Kimi an! Auch der Österreicher erkannte das Supertalent und nahm Kimi noch in dem Jahr ins Mercedes-Förderprogramm auf.

Die Formel 3 übersprang Antonelli danach komplett und qualifizierte sich mit guten Leistungen in der Formel 2 für die ersten Formel-1-Tests. Letztlich setzte er sich im Shootout in Silverstone gegen Mick Schumacher (27) durch und debütierte im Vorjahr in der Königsklasse. Doch da gab es als Nachfolger von Rekordweltmeister Lewis Hamilton (41) gegen Platzhirsch Russell den ersten Dämpfer.

Einige Unfälle und 150:390 WM-Punkte ließen einige Experten an Kimis Talent und Wolffs Entscheidung zweifeln. Doch in seiner zweiten Saison und den neuen Hybrid-Autos fährt der Italiener schnell und fast fehlerfrei.

Mit diesem Leistungsaufschwung hat selbst Rosberg nicht gerechnet: „Ich wusste, dass er sehr, sehr schnell ist, ich kenne ihn aus dem Go-Kart. Aber nach dem letzten Jahr, wo er sich extrem schwergetan hat, hätte niemand gedacht, dass er so genial fährt dieses Jahr, das ist ja Weltklasse, Michael-Schumacher-Level.“

Besonders seine Konstanz zeichne Kimi aus: „Er ist der Einzige, der konstant da vorne ist. Alle anderen machen Fehler und sind langsam, schnell, langsam.“ Antonelli sei dagegen „immer da“, daher habe er „den Titel voll verdient, den kann ihm auch keiner mehr nehmen.“

Jüngster Weltmeister wird Antonelli in Kürze, aber bester Fahrer ist er laut Rosberg noch lange nicht: „Max Verstappen ist der beste Fahrer nach wie vor in dem Sport. Sobald er ein Auto hat, was ihm halbwegs die Möglichkeit gibt, zu gewinnen und zu dominieren, dann macht er das auch.“ Verstappen sei im erstarkten Red Bull daher „natürlich der große Favorit für das Saisonende, aber den Antonelli kann er nicht mehr einholen.“