Michael Schumacher und Johnny Herbert waren in der Formel 1 für eine Saison Teamkollegen. Jetzt hat der Brite über den gebürtigen Kerpener gesprochen.
Spezieller WunschEx-Schumi-Kollege: „Hoffe, dass er bei einem Rennen auftaucht“

Copyright: IMAGO/ZUMA Press Wire
Johnny Herbert (r.) und Michael Schumacher (Mitte) waren 1995 bei Benetton Teamkollegen.

Von 1991 bis 1995 fuhr Michael Schumacher (57) in der Formel 1 für Benetton. In seinem letzten Jahr beim britischen Rennstall, in dem Schumi bereits das zweite Mal Weltmeister wurde, war Johnny Herbert (62) sein Teamkollege.
Der Brite und der gebürtige Kerpener waren natürlich Rivalen im gleichen Auto, trotzdem verstanden sich beide gut, wie Herbert in der Vergangenheit bereits erzählte.
Johnny Herbert: „Sie halten sich sehr zurück“
Jetzt hat sich der 62-Jährige erneut zur Motorsport-Legende geäußert, die seit dem verheerenden Ski-Unfall 2013 auf ihrem Anwesen am Genfer See von der Außenwelt abgeschnitten ist.
„So will es die Familie. Michael war schon zu seiner Zeit als Rennfahrer sehr so; er blieb für sich. Die Familie hat vor ein oder zwei Jahren die Netflix-Dokumentation gedreht, aber sie halten sich sehr zurück“, sagte Herbert jetzt gegenüber „betpack.com“.
Der Brite weiter: „Der Name Schumacher ist den Menschen nach wie vor sehr präsent. Hoffen wir einfach, dass er eines Tages auftaucht, damit sie ihn feiern können.“
Herbert wünscht sich, dass Schumacher seine Fans und die ganze Welt überrascht und eines Tages wieder an der Strecke zu sehen ist: „Ich hoffe, dass Michael Schumacher eines Tages bei einem Rennen auftaucht und die Fans sein F1-Vermächtnis feiern können. Seine Familie hält sich sehr zurück, aber so war er schon immer – sogar als er noch Rennen fuhr.“
Herbert zieht für Schumacher einen Vergleich zu einer anderen Formel-1-Legende: „Die Formel 1 könnte Michael und seine Rennsiege sowie Weltmeistertitel groß herausbringen, aber er ist kein Teil des Fahrerlagers. Ayrton Senna ist bei einem Rennen ums Leben gekommen, und seine Familie hat sich sehr dafür eingesetzt, seinen Namen im Gespräch zu halten.“
Herbert kam 1989 in die Königsklasse des Motorsports zu Benetton. Nach Stationen bei Tyrrell und Lotus landete er 1994 erneut bei Benetton. Danach fuhr er noch für Sauber, Stewart und Jaguar. Insgesamt bestritt er 161 Grand-Prix-Rennen und holte drei Siege. Sein letztes Rennen bestritt er am 22. Oktober 2000 in Malaysia.

