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Schumacher schießt gegen Hinterbänkler„Dann ist er überfordert und muss es lassen!“

Dicke Luft am Hungaroring! Das Verhalten von Audi-Pilot Gabriel Bortoleto bringt Mercedes-Boss Toto Wolff und Ralf Schumacher auf die Palme.

Auf dem Hungaroring ging’s richtig rund, und im Zentrum des Geschehens: Audi-Fahrer Gabriel Bortoleto.

Als es beim Großen Preis von Ungarn um die letzten Zähler ging, behinderte der Brasilianer den ankommenden Kimi Antonelli über mehrere Kurven hinweg. Der Haken an der Sache: Antonelli befand sich selbst in einem intensiven Zweikampf mit Lewis Hamilton um den letzten freien Platz auf dem Podium. Durch diese Blockade konnte Hamilton bis auf wenige Zehntel herankommen.

Bortoleto verteidigt sich – doch Schumacher schießt zurück

Für den Teamchef von Mercedes, Toto Wolff, war diese Situation ein absolutes No-Go. Gegenüber Sky Sport machte er seinem Ärger Luft: „Ich ärgere mich über das Marshalling System mit den Blauen Flaggen, das nicht funktioniert hat. Ich ärgere mich über die Hinterbänkler, die nicht aus dem Weg gehen und einem ein Podium kosten können. Das kann es nicht sein. Bortoleto hat gegen uns verteidigt. Unglaublich!“

Bortoleto selbst rechtfertigte seine Aktion. „Das System hat nicht funktioniert. Die Blaue Flagge hat nicht mehr funktioniert“, führte der 21-Jährige aus. Er habe auf den Monitoren keine Signale erhalten und musste auf die Durchsage seines Ingenieurs vertrauen. „Er hat es mir erst vor Kurve elf gesagt, dass ich sie (Antonelli und Hamilton; Anm. d. Red.) vorbeilassen soll und ich habe es dann direkt gemacht.“

Diese Erklärung wollte Ralf Schumacher jedoch keinesfalls akzeptieren. Der Sky-Experte fand deutliche Worte für die Fahrweise des Mannes an der Seite von Nico Hülkenberg. „Da habe ich kein Verständnis für. Jeder Fahrer weiß, worum es geht“, sagte Schumacher und legte nach: „Wenn er mir sagt, er kann nicht in den Spiegel gucken, wenn er fährt, dann ist er überfordert und muss es lassen. Aber das ist echt unsportlich!“

Am Schluss des Grand Prix gelang es Antonelli, seine dritte Position auf der Rennstrecke gegen Hamilton zu behaupten. Aufgrund einer Fünf-Sekunden-Strafe wurde der Ferrari-Fahrer noch hinter seinen Stallgefährten Charles Leclerc auf den fünften Rang zurückgestuft. Für Bortoleto lohnte sich der verbissene Einsatz nicht: Er erreichte hinter Arvid Lindblad als Elfter das Ziel und blieb somit ohne Punkte. (red)

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