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Statistisch schon WeltmeisterHoppla! Überflieger Kimi Antonelli warnt vor Ferrari

Ferrari-Fans müssen auch in dieser Saison leiden. Doch in all der Tristesse macht nun ausgerechnet Mercedes-Rivale Kimi Mut.

Italien ist hin- und hergerissen. Einerseits freuen sich die Tifosi über die Siegesserie von Kimi Antonelli (19). Mit seinem vierten Sieg in Folge in Montréal vergrößerte das Wunderkind seinen WM-Vorsprung auf Mercedes-Kollege George Russell (26) auf 43 Punkte.

Und statistisch ist der neue Kimi sogar schon Weltmeister. Alle 15 Fahrer der Formel-1-Geschichte mit vier Siegen in Serie gewannen am Ende den Titel. Doch die Sache hat einen Haken: Antonelli fährt eben Mercedes und keinen Ferrari.

Luca di Montezemolo: „Wir riskieren, den Mythos Ferrari zu zerstören“

Und bei ihrer heiß geliebten Scuderia müssen die Italiener derzeit nicht nur eine bereits 32 Rennen andauernde Sieglos-Serie erleiden. Den letzten Grand Prix gewann der Spanier Carlos Sainz (31) am 27. Oktober 2024 in Mexiko.

Ferrari wird wegen des missratenen Elektro-Autos „Luce“ auch noch weltweit verspottet und von Ex-Teamchef Luca di Montezemolo (78) zerlegt: „Wir riskieren, den Mythos Ferrari zu zerstören.“

Mamma mia, Ferrari! Rekordweltmeister Lewis Hamilton (41) droht als zweiter siegloser Champion in der Roten Göttin nach Alain Prost (71) in Rente zu gehen und Vettel-Bezwinger Charles Leclerc (28) als bester Ferrari-Fahrer, der niemals Weltmeister wurde.

Doch in all der Tristesse macht nun ausgerechnet Mercedes-Rivale Kimi Mut. „Ich denke, Ferrari wird in Monaco das Team sein, das es zu schlagen gilt“, sagte Antonelli bei Sky über das kommende Rennen im Fürstentum (7. Juni 2026). Hoppla, wie kommt er denn darauf?

Die beste Platzierung war bisher Hamiltons zweiter Platz von Montréal, den er durch den „Krieg der Sterne“ zwischen Antonelli und Russell sowie dessen Ausfall erbte. Ansonsten ist die Mercedes-Bilanz mit fünf Pole-Positions und fünf Siegen makellos.

Doch für Monaco sieht Kimi schwarz: „Es wird sehr interessant sein, wie wir uns dort schlagen werden. Aber Ferrari ist auf jeden Fall der Favorit, denn natürlich verschafft ihnen auch dieses Winglet am Heck bei niedrigen Geschwindigkeiten viel Abtrieb.“

Der italienische Rennfahrer Kimi Antonelli sitzt in seinem Mercedes während eines Formel-1-Rennens.

Copyright: AFP

Der italienische Rennfahrer Kimi Antonelli ist in seinem Mercedes derzeit nicht zu stoppen.

Damit meint er das sogenannte „FTM“. Dieses Luftleitelement hat Chefdesigner Loïc Serra (54) unterhalb des Heckflügels direkt am Auspuffendrohr angebracht, wo es die heißen Auspuffgase nutzt, um zusätzlichen Anpressdruck zu generieren. Aus dem Ferrari-Umfeld heißt es, diese Lösung bringe mindestens eine halbe Sekunde.

Solche pfiffigen Lösungen braucht Ferrari auch, um das PS-Defizit wettzumachen. Gegenüber Motor-Primus Mercedes fehlen angeblich 30 PS. Aber die konnte Hamilton schon auf der Motorstrecke Montréal kompensieren, weshalb er für den engen Stadtkurs in Monaco zuversichtlich ist: „Das ist die eine Strecke, auf der es nicht in erster Linie auf die Motorleistung ankommt. Ich denke, unser Auto könnte dort wirklich stark sein.“

Das glaubt auch Sky-Experte Ralf Schumacher (50): „Das Auto mag Monaco. Traktion, Kerb, das ist etwas, was dem Ferrari liegt. Also da fahren sie auf jeden Fall um den Sieg mit.“

Und auch Weltmeister Lando Norris (26) ahnt: „Ich glaube, dass Ferrari in Monaco die Pole Position holen wird. Ihre Performance bei niedrigen Geschwindigkeiten ist weitaus besser als die aller anderen.“ Und weil das Überholen in Monaco fast unmöglich ist, ist die Pole fast eine Sieg-Garantie.

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