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Chaos-Rennen in MonacoKimi Antonelli klar auf Titel-Kurs – zahlreiche Ausfälle

Die Formel-1-Autos fahren über die Strecke in Monaco.

Copyright: IMAGO/Nordphoto

Kimi Antonelli führt das Feld beim Großen Preis von Monaco in der Formel 1 an. 

Aktualisiert:

Kimi Antonelli nutzt seinen Startplatz ganz vorn optimal. Schon wieder ist der Teenager im Mercedes nicht zu schlagen. In Monaco setzt er eine Bestmarke.

Das Wunderkind der Formel 1 triumphiert auch als jüngster Fahrer im Fürstentum. Kimi Antonelli (19) gewann in Monaco sein fünftes Rennen in Folge und ist mit jetzt 66 Punkten vor Lewis Hamilton und 68 Punkten vor seinem erneut punktlosen Mercedes-Kollegen George Russell (28) klar auf Titel-Kurs.

Der Sieg des Italieners war nie in Gefahr, weil der Red Bull-Ford des Zweitplatzierten Max Verstappen (28) schon beim Start schlappmachte. Statt Pole-Setter Antonelli angreifen zu können, parkte der Niederländer seinen RB22 direkt in der Garage und ging wutschnaubend nach Hause.

Beim Heim-Rennen: Frustrierendes Wochenende für Leclerc

Der junge Kimi siegt vor Lewis Hamilton (41) im Ferrari und Isack Hadjar (21) im zweiten Red Bull. Und „Mad Max“ macht’s wie der alte Kimi. Kult-Finne Kimi Räikkönen (46) stellte im Monaco-GP 2006 seinen Silberpfeil nach einem Hitzeschaden am Motor ab und ging direkt in den Hafen auf seine Yacht „Iceman“. Verstappen hat zwar auch eine, ging aber lieber in sein Apartment im Roccabella-Hochhaus.

„Ich gehe jetzt nach Hause, es sind ja nur 500 Meter“, sagte der Ex-Weltmeister, der das Problem am RB22 so beschrieb: „Ich habe so komische Geräusche am Motor gehört und hatte dann am Start keine Leistung. Da war das Rennen dann direkt gelaufen.“ Lag es daran, dass Red Bull den ersten Motor der Saison über Gebühr strapaziert hat? Verstappen stirnrunzelnd: „Kann sein, das müssen wir uns natürlich anschauen.“

Mit dieser erneuten Enttäuschung wird ein Verbleib im Bullenstall natürlich immer unwahrscheinlicher. Schon vor dem Start hatte Verstappen gesagt: „Ich denke überhaupt nicht an eine Verlängerung. Theoretisch habe ich ja noch zwei Jahre. Ich muss zuerst für mich selbst entscheiden, ob ich auch etwas länger als 2028 weitermachen möchte.“

Auch Russell schob Frust. Der nächsten Qualifying-Klatsche von Jungspund Kimi (nur Sechster) folgten im Rennen quälend lange Runden hinter dem wegen Reifenverschleiß langsamen Hadjar und dann noch eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen eines Tempoverstoßes in der Boxengasse. „Wahnsinn. Kein gutes Wochenende für Russell“, urteilte Sky-Experte Ralf Schumacher (50).

Ähnlich frustrierend lief das Wochenende für Lokalmatador Charles Leclerc (28). Erst verpasste er wegen eines Fehlers im Qualifying die Pole-Position, dann ließ ihn Ferrari keine alternative Strategie als die vor ihm fahrende Hamilton ausprobieren, und in der 67. Runde rutschte er in Kurve 19 in die Streckenbegrenzung. „Ich bin nicht bereit, dafür die Schuld auf mich zu nehmen. Diese sch... Bremsen“, funkte Leclerc wütend.

Doch auch der Asphalt bröselte an dieser Stelle, was Lance Stroll (Aston Martin) zum Verhängnis wurde und später einen Abbruch nötig machte. Auch den nächsten Re-Start meisterte Kimi souverän und fuhr den Sieg nach Hause.

Auch McLaren erlebte beim 1000. Grand Prix ein Desaster. Weltmeister Lando Norris (26) musste sein Auto wegen eines Defekts in der 45. Runde abstellen. McLaren-CEO Zak Brown (54) stöhnte: „Zu viele Probleme mit der Zuverlässigkeit. Es ist irgendein Problem mit der Power-Unit. Die Pace war auch nicht großartig.“

Audi-Routinier Nico Hülkenberg (38) fuhr als Neunter über die Ziellinie, bekam allerdings noch eine Strafe wegen einer Kollision mit Carlos Sainz (Williams) und fiel doch wieder aus den Punkten.

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