Kimi Antonelli ist auf dem Weg zum Titel. Doch nun streikt die Technik.
Mercedes-Motor verrauchtNur Defekthexe kann Kimi Antonelli stoppen

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Wer soll Formel-1-Wunderkind Kimi Antonelli (20) vom ersten WM-Titel abhalten? Nach dessen Saisonsiegen acht und neun in Monza und Madrid schrieben seine ärgsten Verfolger, Mercedes-Rivale George Russell (28) und Ferrari-Speerspitze Lewis Hamilton (41), bei 81 bzw. 101 Punkten Rückstand die WM bereits ab.
Doch Sky-Experte Ralf Schumacher (51) orakelte bereits in Madrid: „Kimi ist natürlich Favorit auf den Titel, aber es können immer noch Ausfälle und Unfälle passieren.“
Antonelli muss sein Auto abstellen
Und prompt schlug die Defekthexe im 1. Training zum Aserbaidschan-GP (Samstag, 26. September 2026, 13 Uhr, Sky) zu. Als hätte es Schumi II im Sinne der Spannung für Fans und Arbeitgeber Sky beschworen! Nach einigen Runden und der bis dahin fünftschnellsten Zeit stieg Rauch aus dem Mercedes-Heck und Antonelli musste sein Auto abstellen. Ein Streckenposten löschte den im Antriebsstrang entstandenen Schwelbrand, und Antonelli half selbst mit, sein havariertes Auto aus der Boxengasse zu schieben.
Was war passiert am Motor? Der war ja erst in Monza neu eingebaut worden, wofür Antonelli in seinem Heimrennen eine empfindliche Startplatzstrafe in Kauf genommen hatte. „Es war ein Problem mit dem Hydraulikdruck. Der Motor war auch beschädigt, wir haben ihn tauschen und den Ersatzmotor nehmen müssen“, klärte Vize-Teamchef Bradley Lord (46) auf. Er hofft aber, den Motor noch retten und Antonelli eine weitere Startplatzstrafe ersparen zu können: „Aber er sollte okay sein und in Zukunft wieder verwendet werden können.“
Der Defekt zeigt, wie nah am Limit selbst der Motorprimus das komplizierte Zusammenspiel aus V6-Turbo und Hybridtechnik bauen muss, um seinen WM-Vorsprung zu halten. Schumi II mahnte Teamchef Toto Wolff (54) bereits in Madrid: „McLaren war schneller, euch hat nur das Safety-Car zum Sieg verholfen, das darf man nicht vergessen. Und das Update muss auch funktionieren, das darf nicht nach hinten losgehen.“ Der Österreicher pflichtete bei: „So ist es.“
Durch die Reparatur verlor Antonelli auch noch über eine halbe Stunde Fahrzeit des 2. Trainings, kam nicht mehr an die Bestzeit von Teamkollege Russell (1:43,347 Min.) heran und wurde mit deutlichen 0,552 Sekunden Rückstand Zweiter. „Vielleicht gibt das ja Russell etwas Oberwasser. Weil er die WM jetzt schon öffentlich abgeschrieben hat, kann er ja befreit auffahren“, mutmaßte Schumi II und sagte im Hinblick auf die WM: „Ich erinnere nur an letzte Saison, als Lando Norris schon deutlich führte, aber Max Verstappen fast noch herangekommen wäre.“

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Der defekte Mercedes von Kimi Antonelli.
Besagter Verstappen ist allerdings auch der Meister der Effizienz und wurde nach seinen beiden Podien in Monza und Madrid wieder starker Dritter (+0,827 Sek.). Audi-Routinier Nico Hülkenberg kam nur auf Rang 15 (+2,507 Sek.). Auf dem engen Stadtkurs musste oft unterbrochen werden. So touchierte Arvid Lindblad (Racing-Bulls) die Streckenbegrenzung. Oliver Bearman (Haas-Ferrari) musste wegen eines technischen Problems die Einheit vorzeitig beenden.
