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„Da wird ja drüber geredet“Fan-Rempler: Schumacher warnt Formel-1-Fahrer vor Rauswurf

Ralf Schumacher am Rande eines Rennens.

Copyright: IMAGO/NurPhoto

Ralf Schumacher macht sich Gedanken um Youngster Isack Hadjar.

Nach dem Fan-Rempler: Ohne rasches Umdenken droht einem jungen Formel-1-Fahrer laut Ralf Schumacher das Aus.

Erst die ruppige Attacke samt viralem Netz-Clip, nun die deutliche Warnung eines Experten: Für Isack Hadjar (21) braut sich nach Ansicht von Ralf Schumacher (51) einiges zusammen.

Rechtzeitig zum Stopp im brasilianischen São Paulo schlägt der TV-Experte von Sky bezüglich des Fahrers von Red Bull Alarm. Er befürchtet konkret, dass sich das französische Nachwuchstalent durch solche Auftritte eigenhändig ins Aus der Motorsport-Königsklasse manövriert.

„Er hat eine sehr niedrige Hemmschwelle“

Doch wie kam es überhaupt zum Eklat? Während des Rennwochenendes in Mexiko bedrängte ein Anhänger den Motorsportler massiv. Das Ziel des Besuchers war ein gemeinsames Foto. Kurzerhand drückte der genervte Fahrer von Red Bull den Mann weg.

Im Internet kursierten die Aufnahmen sofort, was eine Untersuchung samt Sanktion durch den Motorsport-Weltverband Fia nach sich zog. Diese Aktion reißt ein kleines Loch in die Kasse des jungen Franzosen: Eine Geldbuße von 7500 Euro wird fällig. Das berichtet „bild.de“.

Trotzdem möchte der ehemalige Formel-1-Star den erst 21 Jahre alten Rennfahrer wegen dieses Zwischenfalls nicht restlos an den Pranger stellen. Am Mikrofon des Sky-Podcasts „Backstage Boxengasse“ äußert er durchaus Nachsicht, da er ähnliche Situationen vor Ort selbst schon erlebt hat: „Ich vermute, dass Hadjar da irgendeinen Grund gehabt haben muss. Wir waren ja selbst in Mexiko und ich kenne das. Einige Menschen sind im Fahrerlager dort sehr dreist. Akzeptieren nicht, was der Bereich eines anderen Menschen ist. Dazu machen sie noch einen blöden Spruch. Irgendwas in der Art muss da gewesen sein.“

Allerdings lässt der 51-Jährige die Angelegenheit damit keineswegs auf sich beruhen. Aus seinem Blickwinkel stellt die Handgreiflichkeit nämlich keine Ausnahme dar, sondern bestätigt vielmehr einen negativen Trend. „Der Ton macht die Musik“, betont der ehemalige Formel-1-Pilot. „Wenn man ihn so sieht, so zuhört… Diese ganzen Beschwerden über das Auto, die ganze Art und Weise, wie er in letzter Zeit über den Funk spricht. Er hat eine sehr niedrige Hemmschwelle, ist sehr aufbrausend.“

Anschließend findet der TV-Experte noch weitaus klarere Worte. Ein sofortiges Umdenken des Piloten ist für ihn unumgänglich: „Das muss er dringend ändern, so etwas hat in der Formel 1 keinen Platz auf Dauer. Ich bin der Meinung, wenn er das nicht ändert, wird er über kurz oder lang seinen Job verlieren. Solche Sachen addieren sich.“

Vor allem die Außenwirkung auf den Arbeitgeber bereitet ihm dabei Kopfzerbrechen: „Man muss das mal aus Sicht von Red Bull sehen: Da wird ja drüber geredet und darüber geschrieben. Und dann rumpelt er auch noch einen Gast weg im Fahrerlager. Das macht auch etwas mit der Marke. Da muss Hadjar vorsichtig sein. Red Bull möchte so was sicher nicht im Zusammenhang mit der Marke.“ (red)