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Sender plant EinsparungenTV-Aus für bekannte Namen bei der Formel 1?

Ralf Schumacher und Kai Ebel bei einem gemeinsamen Interview.

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports

Ralf Schumacher und Kai Ebel sind für Sky bzw. RTL bei der Formel 1 im Einsatz. Künftig soll eingespart werden.

Bei der Formel 1 wird bei RTL der Geldhahn zugedreht. Für die Live-Sendungen und viele bekannte TV-Persönlichkeiten hat das massive Auswirkungen.

Bei seinen Formel-1-Ausstrahlungen plant RTL künftig, die Kosten massiv zu senken. Der Sender beabsichtigt, nicht mehr mit parallelen Besetzungen neben Sky anzutreten. Diesen harten Sparkurs verkündete Geschäftsführer Stephan Schmitter und deutete an, dass auch das Personal bei Experten, Moderatoren und Reportern reduziert werden soll.

Schmitter erläuterte in einem Podcast des österreichischen „Standard“, dass die Vorgehensweise mit zwei separaten Teams von RTL und Sky für das gleiche Rennen in der kommenden Saison beendet wird. „Das wird natürlich in der nächsten Saison anders sein“, lautete die unmissverständliche Botschaft.

Formel 1 bei RTL und Sky: Schluss mit der doppelten Besetzung

Künftig ist demnach nur noch eine einzige, gemeinsame Produktion für beide Sender geplant, die seit dem 1. Juni offiziell eine Einheit bilden. Das berichtet „Sport1“.

Das Publikum muss sich auf eine erhebliche Veränderung einstellen. Bisher traten für Sky abwechselnd die Experten Ralf Schumacher und Timo Glock auf, begleitet von Moderator Peter Hardenacke, Reporterin Sandra Baumgartner sowie Kommentator Sascha Roos.

Auf der Seite von RTL moderierte hingegen Florian König, während Kult-Reporter Kai Ebel die Interviews am Rande der Rennstrecke führte. Das Duo Heiko Waßer und Christian Danner kommentierte die Rennen. Zusätzlich war Günther Steiner als Experte engagiert.

Welche konkreten personellen Auswirkungen die Kürzungspläne mit sich bringen, ließ Schmitter bisher unklar. Der Chef von RTL erwähnte nur, man beabsichtige, „doppelte Verträge“ jetzt zu „harmonisieren“. Sky besitzt die Übertragungsrechte und strahlt jeden Grand Prix aus. Im Gegensatz dazu sind bei RTL im frei empfangbaren Fernsehen lediglich ausgesuchte Wettbewerbe zu sehen. Eine Neuvergabe der Lizenzen steht erst 2028 an.

Allerdings ist nicht allein die Formel 1 tangiert. Die Umstrukturierungen betreffen ebenso das Spitzenspiel der 2. Bundesliga am Samstagabend. Auch dieses wurde bislang von RTL und Sky mit parallelem Personal gesendet. Schmitter hob das gewaltige Sparpotenzial hervor: „Du kannst aus diesem ganzen Zusammenlegen – ob Bundesliga, Formel 1 – riesige Ressourcen aus der Sportproduktion holen, weil du nur noch ein Signal produzierst.“ Der Aufwand für zwei Übertragungen sei schlichtweg zu kostspielig. (red)