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Zoff wegen AfD-PolitikerinRTL-Kommentator vergreift sich übel im Ton – und rudert zurück

Formel 1-Kommentator Heiko Wasser

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Formel 1-Kommentator Heiko Wasser. (Archivbild)

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Der Formel-1-Kommentator hatte sich über eine verweigerte Hundevermittlung an eine AfD-Politikerin empört. Nun nimmt er seine drastische Formulierung zurück – und spricht von einem „Shitstorm“.

RTL-Kommentator Heiko Wasser hat sich für seine Äußerungen in inzwischen gelöschten Facebook-Posts entschuldigt.

Auslöser war der Fall der niedersächsischen AfD-Landtagsabgeordneten Vanessa Behrendt. Sie wollte eine Hündin aus dem Ausland adoptieren. Der Tierschutzverein Fortuna Animali lehnte die Vermittlung laut einer veröffentlichten Chatnachricht wegen ihrer politischen Zugehörigkeit ab.

Heiko Wasser nach Shitstorm: „Ich nehme diese Formulierung zurück“

Der Formel-1-Kommentator reagierte wütend auf den Vorfall und wählte einen fiesen Spruch: „Wer auch immer das entschieden hat, sollte elendig an einer kurzen Leine angebunden auf einem Autobahn-Parkplatz enden.“

Anschließend ruderte der 69-Jährige zurück: „Diese Formulierung war falsch und ich nehme diese Formulierung zurück“, sagt Wasser. Die beiden Posts habe er gelöscht.

Das Portal Aktivistmuss hatte Wassers Wortwahl auf Facebook scharf kritisiert. „Menschen öffentlich ein qualvolles Ende zu wünschen, ist keine besonders souveräne Form des Widerspruchs“, schrieb das Portal.

Als Hundehalter und großer Hundefreund habe ihn die Entscheidung des Vereins maßlos geärgert, erklärt Wasser. Die Anspielung auf einen Rastplatz sei als Vergleich gemeint gewesen: Hunde dort auszusetzen, sei für Halterinnen und Halter besonders schlimm. Trotzdem sei seine Wortwahl „über das Ziel hinausgeschossen“.

Im Video bestätigt Wasser den Kern der Aussage, hält an seiner Kritik an der Entscheidung des Vereins fest, formuliert ihn dort aber etwas anders.

Zugleich betonte er, die AfD nie gewählt zu haben und auch künftig nicht wählen zu wollen. Er wolle weder aus der EU austreten noch mit Putin paktieren. Politisch sehe er sich in der Mitte; links und rechts seien für ihn gleichermaßen gefährlich.

„Sind wir wirklich so weit, ist unser Land so gespalten, dass man nur noch auf der einen oder auf der anderen Seite stehen kann?“, fragte er in dem Video.

Wasser sagt, er müsse nun mit dem „Shitstorm“ leben, den er bekomme. Er wolle weiter auf Kommentare antworten und diskutieren, solange die Auseinandersetzung nicht beleidigend werde. (oke)