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„Situation ist dramatisch“Franziska van Almsick spricht über bittere Wahrheit

Franziska van Almsick glänzte früher im Schwimmbecken, heute macht sich die einstige Weltklasse-Schwimmerin Sorgen um die Entwicklung rund um die Schwimmbäder in Deutschland.

99 Menschen sind laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Juni ertrunken, Grund genug für Franziska van Almsick, Alarm zu schlagen.

„Die Situation in Deutschland ist inzwischen dramatisch“, sagte die frühere Weltklasse-Schwimmerin im Interview mit „web.de“ und kritisierte: „Die Schwimmausbildung in Deutschland wird eher schlechter als besser.“

Franziska van Almsick beklagt: „Seit Jahren reden wir darüber“

Van Almsick engagiert sich mit ihrer Stiftung für die Schwimmausbildung in Deutschland, die ihrer Meinung nach inzwischen ein großer Problemfaktor ist.

Denn: Oft warteten „Familien teilweise zwei oder drei Jahre auf einen Schwimmkurs. Schulen schaffen vielerorts keinen vernünftigen Schwimmunterricht mehr. Jedes zweite Schwimmbad ist marode, muss saniert werden oder schließt ganz. Uns fehlen Schwimmbäder an allen Ecken und Enden“, sagte die frühere Weltmeisterin und Olympiazweite.

Diese Entwicklung, ergänzte van Almsick, mache sie „wirklich traurig“. Drei Maßnahmen schlägt die 48-Jährige vor, um gegenzusteuern: Der Schwimmunterricht müsse bundesweit verbindlich abgesichert und in den Bildungsplänen verankert werden.

Die Kommunen müssten beim Erhalt ihrer Schwimmbäder besser unterstützt werden. „Und drittens würde ich eine große bundesweite Kampagne fürs Schwimmenlernen starten“, sagte van Almsick.

„Seit Jahren reden wir darüber, dass Schwimmbäder verfallen oder schließen. Gleichzeitig wundern wir uns über steigende Ertrinkungszahlen. Irgendwann reicht Reden eben nicht mehr – dann muss man handeln.“ (sid)

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