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Vogel-Drama in TroisdorfEndlich Klarheit! Das steckt hinter dem Massensterben

Ein junger Schwan liegt am Seeufer.

Copyright: Team für Tiere Köln

Am Rotter See wurden zahlreiche tote Wasservögel geborgen, andere Tiere sind erkrankt.

Die Bilder der toten Vögel am Rotter See in Troisdorf haben viele Menschen schockiert. Jetzt, einen Monat später, ist das Rätsel um das Massensterben gelöst.

Endlich gibt es eine Antwort auf die quälende Frage, was das Vogelsterben im Rotter See in Troisdorf ausgelöst hat. Rund vier Wochen nach dem Auffinden zahlreicher toter Wasservögel steht fest: Die Tiere fielen einer gefährlichen Vergiftung zum Opfer, dem Botulismus.

Diese Diagnose bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut. „Bei den verendeten Vögeln wurde das Clostridium botulinum Neurotoxin Typ C nachgewiesen. Bei dem Neurotoxin Typ C handelt es sich um ein für Tiere spezifisches Bakterium-Toxin, das vor allem Wasservögel, Geflügel und auch Rinder betreffen kann. Für den Menschen besteht keine Gefahr“, erklärte ein Sprecher des Rhein-Sieg-Kreises am Donnerstag (20. August).

Der qualvolle Tod durch das Nervengift

Der Erreger selbst ist ein weltweit verbreitetes, stäbchenförmiges Bakterium. Unter perfekten Bedingungen produziert es die tödlichen Gifte. Über verunreinigtes Futter oder Wasser gelangt das Toxin in die Tiere. Die Wirkung ist verheerend: Es führt zu Lähmungen. Die Vögel können den Kopf nicht mehr halten, die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit wird unmöglich. Schließlich versagen auch die Flug- und Laufmuskeln, was unweigerlich zum Tod führt.

Am 17. und 18. Juli wurden die Kadaver am Rotter See gefunden, der Badestrand daraufhin gesperrt. Bei der Absuche des Gebiets stießen Helfer auf weitere betroffene Tiere: eine entkräftete Ente, eine leidende Amsel und ein Nutria. Jordan Wieland vom „Team für Tiere“, sprach bereits damals den Verdacht auf Botulismus aus.

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Der Kreissprecher: „Zur Risikominimierung aber werden weitere mögliche Kadaver am Rotter See regelmäßig durch die Behörden entfernt, da sie ein ideales Milieu für die Verbreitung von Botulismus darstellen.“

Er appelliert, Hygieneregeln einzuhalten. So dürften verstorbene oder erkrankte Tiere auf keinen Fall berührt und selbständig entnommen werden, Hunde müssten von Kadavern fernhalten werden und man müsse darauf achten, dass die Tiere nicht aus dem See trinken.

Im Übrigen besteht laut der 6. Änderung zur Satzung über die Nutzung der Naherholungsanlage Rotter See der Stadt Troisdorf vom 15. Juni 2023 die Leinenpflicht für Hunde sowie ein Fütterungsverbot von Wasservögeln.

Beide Verstöße führen bei Feststellungen zur Einleitung von Bußgeldverfahren durch die Stadt Troisdorf, die mit einer Geldbuße bis 500 Euro geahndet werden können. (red)

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