Nach dem Aus von Xabi Alonso kommen immer mehr Details ans Licht.
„Kindergarten!“Alonso beschimpft Real-Stars
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Xabi Alonso und Real Madrid – was zu Beginn eine völlig logische Verbindung schien, entpuppte sich schnell als absolutes Mismatch.
Der Erfolgscoach von Bayer Leverkusen, der als Spieler bei den Königlichen große Erfolge feierte, schaffte es nicht, das Star-Ensemble in den Griff zu kriegen.
Bellingham: „Was für ein Haufen Scheiße“
Immer wieder gab es Unruhe, fußballerisch dafür wenig Glanzpunkte. Nun kommen immer mehr Details ans Licht. So soll das Tischtuch zwischen Alonso und seiner Mannschaft schon seit Monaten zerschnitten gewesen sein.
Wie die spanische Sportzeitung „Marca“, traditionell sehr nah dran am Geschehen rund um Real, berichtet, soll es im November zwischen Coach und Team gekracht haben.
Alonso sei bei einer Einheit der Kragen geplatzt, weil die Profis den nötigen Trainingsfleiß vermissen ließen. „Ich wusste nicht, dass ich einen Kindergarten trainiere“, habe der Baske, der davor schon seit geraumer Zeit Frust schob, geschimpft.
Die Aussagen kamen bei den erfolgsverwöhnten Stars nicht gut an. Diese sollen wiederum immer wieder über Alonsos Taktikversessenheit und ständige Unterbrechungen bei den Einheiten geklagt haben. Darauf hatten Vinicius Jr., Kylian Mbappé und Co. offenbar wenig Lust.
Zu diesem Zeitpunkt sei unter den Spielern bereits der Name Álvaro Arbeloa gehandelt worden. Er wurde nun tatsächlich zum Alonso-Nachfolger ernannt.
Der frühere Dortmunder Jude Bellingham hat sich gegen die Vorwürfe an die Real-Stars gewehrt. „Bis jetzt habe ich zu viel davon durchgehen lassen, immer in der Hoffnung, dass die Wahrheit zu ihrer Zeit ans Licht kommt. Aber ehrlich gesagt ... was für ein Haufen Scheiße“, schrieb der frühere Profi von Borussia Dortmund in seiner App „JB5“. „Ich habe wirklich Mitleid mit den Menschen, die sich an jedes Wort dieser Clowns und ihrer ‚Quellen‘ halten.“
An Alonso richtete Bellingham nette Worte. „Danke für alles, Mister“, so der Engländer. In einem Beitrag bei Instagram ergänzte der Nationalspieler zudem noch: „Es war ein Vergnügen, nur das Allerbeste für deine Zukunft!“
Derweil macht sich Barcelona-Trainer Hansi Flick keine Sorgen um Alonso. „Er ist ein fantastischer Trainer und hat eine große Zukunft“, so der frühere Bundestrainer. „So ist Fußball, das ist nicht meine Sache“, sagte Flick: „Aber ich kann sagen, dass ich eine sehr gute Beziehung zu Xabi habe. Ich habe ihn in Leverkusen kennengelernt, als ich Bundestrainer war und bin immer in Kontakt geblieben. Ich wünsche ihm nur das Beste und ich denke, er wird etwas Neues finden, ein großes Projekt.“ (mit sid/dpa)


