FIFA-Boss Infantino sorgt mit Witz für Wirbel in Italien.
Fieser WM-SpottInfantino-Witz sorgt für Ärger – Sportminister will Klärung

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Schlechter Scherz? In Italien kommt eine Aussage von Gianni Infantino nicht gut an. (Archivfoto)
Riesen-Wirbel um einen fiesen Witz! FIFA-Chef Gianni Infantino hat mit einer Stichelei gegen Italien für mächtig Ärger gesorgt. Die prompte Antwort aus Rom ließ nicht lange auf sich warten.
Was war der Auslöser? Bei einem Interview mit dem brasilianischen Kanal CazéTV lästerte der Fußball-Boss über das abermalige Aus der italienischen Nationalelf bei der WM-Quali. Als eine mögliche WM-Erweiterung auf 64 Teilnehmer zur Sprache kam, sagte Infantino schmunzelnd: „Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams - oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams.“
Infantino-Spruch sorgt für Empörung
Ein besonders pikanter Kommentar, wenn man bedenkt, dass die FIFA lediglich 211 Mitgliedsverbände zählt. Im Land des vierfachen Weltmeisters kam diese Bemerkung überhaupt nicht gut an und zog eine Welle der Entrüstung nach sich.
Italiens Sportminister Andrea Abodi reagierte laut der Nachrichtenagentur Ansa aus Italien verstimmt. Er kündigte an, den FIFA-Präsidenten zur Rede stellen zu wollen und will Infantino persönlich zur Klärung bitten.
Minister will Infantino an den Hörer bekommen
„Angesichts der großen Entfernung zwischen Italien und Mexiko ist ein Telefongespräch zur Klärung der Sachlage, je nach seinen Verpflichtungen, am besten. Ich bin an seinen direkten Gedanken interessiert“, erklärte Abodi. Er möchte also aus erster Hand erfahren, was hinter dem Kommentar steckte.
Für die Tifosi ist dieser Witz Salz in der Wunde. Die „Squadra Azzurra“ scheiterte zum dritten Mal nacheinander bei der WM-Quali. Sie ist daher auch beim aktuellen Turnier, das in Kanada, Mexiko und den USA stattfindet, nicht vertreten. Dort kämpfen zum ersten Mal 48 Mannschaften um den Titel. (dpa/red)
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