Als Schiri Facundo Tello beim WM-Spiel von Kanada gegen Bosnien und Herzegowina kurz mal vehement in seine Pfeife pustete, klärte ARD-Kommentator Philipp Sohmer über eine Regeländerung auf.
Ex-Bundesliga-Profi beteiligtPlötzlich Hektik bei WM-Spiel: ARD-Kommentator klärt auf

Die Fußball-Weltmeisterschaft nimmt Fahrt auf! Nach dem offiziellen Auftakt mit dem Eröffnungsspiel in Mexiko ist am Freitag (12. Juni 2026) der zweite WM-Gastgeber ins Turnier gestartet: Kanada trennte sich in Toronto mit 1:1 von Bosnien und Herzegowina.
Weil die Fifa für das Turnier gleich mehrere Regeländerungen umsetzt, die in der Vereinssaison noch nicht gegolten hatten, müssen sich Spieler und Fans an die eine oder andere Regelanpassung im Laufe der Endrunde erst noch gewöhnen. Das Kanada-Spiel war da keine Ausnahme.
Kolasinac verliert Zeit und Schiri aus den Augen
Es lief die 57. Spielminute, als der frühere Bundesliga-Profi Sead Kolasinac (32) einen Einwurf für die Europäer ausführen wollte, sich dafür aber mit der 1:0-Führung im Rücken etwas zu viel Zeit ließ. Bei der WM zählen die Schiedsrichter in diesem Fall einen Countdown von fünf herunter, danach wechselt der Ballbesitz.
Kolasinac hatte offenbar weder die Regel noch den argentinischen Schiri Facundo Tello (44) auf dem Schirm, der den Versuch nach Ablauf der Zeit schließlich mit Pfiffen unterbrach und Kanada den Ballbesitz zusprach. Weil die Bank der Nordamerikaner schneller geschaltet hatte als der frühere Schalker, wurde es an der Seitenlinie kurz hektisch.
Ersatztorhüter Dayne St. Clair (29) sprintete durch die Coaching-Zone bis an den Spielfeldrand, um seinem Teamkollegen Alistair Johnston (27) einen zweiten Ball für einen schnellen Einwurf zuzuwerfen.
Kolasinac hatte den bisherigen Spielball da noch in der Hand und blickte sich zunächst verwundert um, ließ die Kugel dann an Ort und Stelle auf den Rasen fallen.

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Kanadas Ersatztorhüter Dayne St. Clair wurde bei seinem Einsatz als Balljunge von Schiedsrichter Facundo Tello zurückgepfiffen.
Tello pfiff daraufhin zunächst vehement und bedeutete St. Clair gestenreich, dass er sich sofort wieder zu setzen und, auch als spontaner Balljunge, nicht ins Spielgeschehen einzugreifen habe. Erst nach der Belehrung ging es in aller Ruhe mit Einwurf für Kanada weiter.
Bei der Live-Übertragung in der ARD klärte Kommentator Philipp Sohmer (50) das Publikum daraufhin auch noch einmal auf: „Jetzt haben wir zum ersten Mal eine neue Regel gesehen – zu lange gewartet beim Einwurf. Wenn du nach fünf Sekunden nicht geworfen hast, wechselt das Einwurfrecht. Auch das eine Neuerung bei dieser Weltmeisterschaft.“
Die Regelung mit dem Countdown gilt, auch das erklärte Sohmer, zusätzlich für Abstöße. Hier wird Torhütern, die es zu langsam angehen lassen, nun ebenfalls per Handzeichen eine Frist gesetzt. Ist diese verstrichen, gibt es Eckball für die gegnerische Mannschaft.
