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WM-Party in KölnDFB-Frauen lösen mit Sieg gegen Norwegen vorzeitig WM-Ticket

Deutschland - Norwegen

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Drei Tickets nach Brasilien, bitte: Sjoeke Nüsken (l), Carlotta Wamser (M) und Klara Bühl.

WM-Ticket gelöst! Doch ein Doping-Skandal trübt die Party.

Riesen-Jubel in Müngersdorf! Die deutschen Fußballerinnen haben sich mit einem Sieg gegen Norwegen vorzeitig für die WM qualifiziert. Eine Debütantin sorgt für Gänsehaut-Momente, doch ein Doping-Wirbel wirft einen Schatten auf die Feier.

Ein Wahnsinns-Abend in der Domstadt! Vor 33.425 jubelnden Fans in der Arena machten die DFB-Spielerinnen mit einem 2:0 über Norwegen den Sack zu. Damit ist das Ticket für die WM 2027 in Brasilien gebucht. Während Neuling Marie Müller (25) über ihren perfekten Einstand mit Treffer jubelte, hatte Torschützin Carlotta Wamser (22) schon den kulinarischen Plan für die Nacht im Kopf: Döner mit allem.

Den Erfolg kommentierte die entwaffnend offene Wamser ganz direkt: «Brasilien, da wollte ich eh schon immer mal hin, zwar zum Urlaub machen, aber jetzt natürlich zum Fußballspielen», plauderte die Angreiferin aus. Ihr Tor zum 2:0-Endstand war die Entscheidung und machte richtig Lust auf die Reise nach Südamerika.

„Einfach blind aufs Tor geschossen“

Im Team fiel allen ein Stein vom Herzen. «Jetzt ist ordentlich Druck abgefallen, wir haben das WM-Ticket gelöst und das ist alles, was wir wollten», erklärte Wamser. Ihr sehenswerter Treffer in der 27. Spielminute war das Highlight des Spiels. Ihre Analyse dazu fiel kurz aus: «Ich habe einfach blind aufs Tor geschossen, war dann ganz gut am Ende.»

Ihre Mitspielerinnen waren ebenfalls begeistert. «Kein Gegentor, tolle Atmosphäre in Köln, wir sind überglücklich», fasste die routinierte Verteidigerin Kathrin Hendrich (34) zusammen. Sjoeke Nüsken (25), die die Mannschaft zum ersten Mal als Kapitänin auf den Rasen führte, sagte: «Dass wir es vorzeitig geschafft haben, zeigt auch, was wir wieder einen guten Schritt in diesem Jahr gemacht haben.»

Wück lobt Debütantin Müller nach Kreuzbandriss-Drama

Die problemlose Qualifikation mit 13 von 15 möglichen Zählern geht auch auf das Konto von Bundestrainer Christian Wück (53). Seine Bereitschaft, stets neue Gesichter zu bringen, zahlte sich mit Marie Müller wieder aus. «Sie hat Gott sei Dank einfach das bestätigt, was wir von ihr erwartet haben», pries Wück. «Sie fordert Bälle, sie positioniert sich gut, sie hat eine unheimlich gute Technik.»

Deutschland - Norwegen

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Es «müllert» wieder beim DFB: Marie Müller krönte ihr Debüt mit dem Tor zum 1:0.

Für die 25-jährige Müller vom amerikanischen Verein Portland war es ein Abend wie im Märchen. «Unglaubliches Gefühl», meinte die zwölfte Neue in der Ära Wück. «Ich muss erstmal in die Kabine, einmal runterfahren, alles sacken lassen.» Anfang 2025 hatte sich die Ex-Freiburgerin im Training der Nationalelf das Kreuzband gerissen. Jetzt feierte sie mit ihrem Treffer zum 1:0 in der 18. Spielminute eine filmreife Rückkehr.

Auch von den Kolleginnen kam viel Anerkennung. «Da hatte ich nicht viel zu sagen. Sie wusste oft, wo sie zu stehen hat», sagte Hendrich über die neue Verteidigerin auf der rechten Seite.

Deutschland - Norwegen

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Antreiber von außen: Bundestrainer Christian Wück.

Ehre mit Gwinn-Nummer und große Nervosität

«Ich war nervös», gab Müller nach der Partie zu, konnte es letztlich aber «genießen». Und das mit der Trikotnummer sieben, die normalerweise der fehlenden Spielführerin Giulia Gwinn zusteht. «Giuli ist eine tolle Spielerin, ist die Kapitänin, deshalb war es eine Ehre, die sieben heute tragen zu dürfen», erklärte die in Dortmund geborene Fußballerin zurückhaltend.

Dass es selbst ohne wichtige Spielerinnen wie Gwinn, Franziska Kett oder Verteidigungschefin Janina Minge klappt, ist für Nüsken ein klares Signal. «Wir haben es generell gezeigt, dass viele, die jetzt auch wieder zurück sind, einfach sofort da waren, und das zeichnet die Mannschaft auch aus.» Hendrich pflichtete ihr bei: «Ich glaube, dass wir eine Riesenqualität auch in der Breite haben.»

Doping-Wirbel um Nationalspielerin Freigang

Die Party-Stimmung bekam allerdings durch die Causa Laura Freigang (28) einen Dämpfer. Noch während die Partie lief, gab die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) bekannt, dass die 44-fache Nationalspielerin von Eintracht Frankfurt die Doping-Meldepflichten missachtet habe. Freigang ist nicht Teil des aktuellen Aufgebots. Weder Coach Wück noch der Verband gaben nach dem Abpfiff einen Kommentar ab.

Laura Freigang

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Verpasste Dopingtests: Der Fall Laura Freigang sorgt für Unruhe. (Archivbild)

Die Anschuldigung: Freigang soll nach NADA-Informationen binnen eines Jahres dreimal nicht für eine Dopingkontrolle an ihrem gemeldeten Aufenthaltsort verfügbar gewesen sein. Wegen dieser drei versäumten Kontrollen droht der Angreiferin jetzt eine empfindliche Suspendierung.

Diese sogenannten „Strikes“ sind eine Verletzung der Meldepflicht. Nach den NADA-Regeln führt das normalerweise zu einer Sperre von zwei Jahren. Wichtig zu wissen: Freigang wird nicht des Dopings verdächtigt. Medienberichten zufolge waren alle ihre bisherigen Dopingproben negativ. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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