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WM verspricht „wunderbare Zeit“Doch Proteste und Gewaltwelle sorgen für große Sicherheitsbedenken.

Außenminister Wadephul in Mexiko

Copyright: Michael Kappeler/dpa

Außenminister Wadephul (rechts) beim Trikotrausch mit seinem Amtskollegen aus Mexiko, Roberto Velasco Alvarez.

WM-Gastgeber Mexiko: Sicherheit versprochen, Kartelle wüten

Kurz vor Anpfiff der Fußball-WM versprechen mexikanische Regierungsvertreter den Fans eine „wunderbare Zeit“ im Land. Trotz erheblicher Sicherheitsbedenken zeigt man sich optimistisch. „Wir sind bereit, die Weltmeisterschaft unter Einhaltung aller erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen auszurichten“, betonte Mexikos Außenminister Roberto Velasco nach einem Gespräch mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Mexiko-Stadt.

Die Wirklichkeit vor Ort sieht jedoch düster aus. In der Hauptstadt blockieren streikende Lehrer die Straßen, es gibt massive Proteste. Und weitere Demonstrationen von anderen sozialen Bewegungen sind für die WM-Zeit bereits geplant. Velasco wiegelt ab und meint dazu nur: „Wir sind eine Demokratie, wir sind ein Land der Freiheiten.“

Diplomatischer Austausch mit Stichelei

Im Anschluss an das Treffen posierten Wadephul und Velasco vor riesigen Fußball-Kunstwerken und tauschten die Trikots ihrer Nationalmannschaften. Der mexikanische Außenminister nutzte den Moment für eine kleine Spitze. „Mexiko und Deutschland sind nicht nur auf diplomatischer Ebene, sondern auch in Stadien aufeinandergetroffen“, sagte Velasco.

Er spielte damit auf die Fußball-Historie an und zitierte Freud und Leid aus mexikanischer Sicht: „Bei der WM 1986 in Mexiko schieden wir im Viertelfinale aus (4:1 im Elfmeterschießen), doch bei der WM 2018 in Russland haben wir uns mit einem Sieg gegen Deutschland (1:0) revanchiert.“

Gewalt-Welle nach Tod von Drogen-Boss „El Mencho“

Mexiko ist neben den USA und Kanada Co-Gastgeber des Turniers und richtet 13 Partien in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey aus. Präsidentin Claudia Sheinbaum hat ein sicheres Event zugesichert. Ein gigantisches Aufgebot von über 100.000 Soldaten, Polizisten und privaten Sicherheitsleuten, unterstützt durch Drohnen, Militärflugzeuge und Sprengstoffspürhunde, soll für Sicherheit sorgen.

Die größte Sorge bleibt aber die unberechenbare Gewalt der Drogenkartelle. Erst im Februar überrollten die Anhänger des Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, alias „El Mencho“, das Land mit einer Gewaltwelle, nachdem dieser festgenommen wurde und starb. Die schreckliche Folge: Mindestens 74 Menschen verloren ihr Leben. Oseguera war der Kopf des mächtigen Kartells Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG).

Angesichts dieser brutalen Realität stellt sich die bange Frage: Können die Sicherheitsversprechen der Regierung die Fans und Mannschaften während des Turniers wirklich beschützen? (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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