Abo

WM-Eklat um IranVerband wirft USA vor, Fans gezielt auszusperren

Fußball-WM - Iranische Fans

Copyright: Vahid Salemi/AP/dpa

Iranische Fans bekommen nach Angaben des Nationalverbands keine Tickets für die WM-Spiele ihres Teams. (Archivbild)

WM-Zoff eskaliert: Iran wirft den USA Fan-Blockade vor.

WM-Zoff eskaliert: Iran wirft USA Fan-Blockade vor – Viele schauen in die Röhre

Riesen-Ärger kurz vor dem Anpfiff der Fußball-WM in den USA! Für viele iranische Anhänger, die ihr Nationalteam anfeuern wollten, platzt der große Traum. Der bittere Grund: Sie erhalten anscheinend keine Tickets. Jetzt erhebt der iranische Fußballverband FFI schwere Anschuldigungen gegen den WM-Mitgastgeber.

Der Verband machte öffentlich, dass der Ticketverkauf für die Vorrundenspiele gegen Neuseeland, Belgien und Ägypten für den FFI gestoppt wurde. Der Vorwurf hat es in sich: Die Vereinigten Staaten sollen damit absichtlich die Teilnahme iranischer Fans am Turnier unterbinden wollen.

Politischer Zoff als WM-Schatten

Als Hintergrund dient der militärische Konflikt, der seit Ende Februar zwischen dem Iran und den USA herrscht. Kenner der Lage in Teheran hatten bereits vermutet, dass iranische Anhänger kaum eine Chance auf Einreise bekommen würden. Momentan vergeben die US-Vertretungen im Ausland keine Visa an Bürger aus dem Iran. Außerdem sind die Reisen für die meisten Fans aus dem Land finanziell kaum stemmbar.

Für viele Fans ist das ein echter Schock. Laut FFI hatten sie ihre WM-Reisen schon fest eingeplant und müssen diese jetzt wohl stornieren. Der Verband klammert sich an die letzte Hoffnung und pocht auf eine Schlichtung durch die FIFA. Konkret geht es um das Kartenkontingent von acht Prozent der Stadionplätze, das jedem WM-Land für seine Anhänger pro Partie zusteht.

Notlösung: Team zieht nach Mexiko um

Die iranische Nationalelf spielt am 16. Juni (3.00 Uhr MESZ) in Los Angeles gegen Neuseeland. Am 21. Juni (21.00 Uhr MESZ) geht es ebenfalls in L.A. gegen Belgien. Das finale Gruppenspiel steigt am 27. Juni (5.00 Uhr MESZ) in Seattle gegen Ägypten.

Doch nicht nur die Anhänger sind die Leidtragenden. Aufgrund der harten Einreise-Regeln musste der iranische Verband das Lager des Teams kurzfristig umsiedeln – weg aus dem US-Bundesstaat Arizona, hinüber ins benachbarte Mexiko. Die Mannschaft ist jetzt in Tijuana stationiert. Der Botschafter des Iran in Mexiko bestätigte: Das Team darf nur an den Spieltagen für die WM-Begegnungen in die Vereinigten Staaten. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Jetzt mitspielen!
Das große WM-Tippspiel in der EXPRESS-App ist da!