WM 2026: Späte Spiele! Droht das Aus fürs Public Viewing?
Ärger ums Public ViewingStrenge Regel in Köln: Viele WM-Spiele dürfen nicht gezeigt werden

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Werden wieder viele Menschen die Spiele in großen Gruppen schauen? (Archivbild)
Florian Wirtz knallt den Ball ins Netz, Deutschland ist Weltmeister! In den kölschen Biergärten liegen sich die Leute jubelnd in den Armen. Ein Traum-Szenario, das viele Fans vor der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (Start: 11. Juni) im Kopf haben. Aber es gibt einen Haken: Die Partien finden wegen der Zeitverschiebung oft mitten in der Nacht statt. Was wird also aus dem gemeinsamen Fußball-Fest unter freiem Himmel?
Ist Public Viewing bei den späten Spielen überhaupt erlaubt?
Normalerweise ist zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens Schluss mit Lärm. Doch für die Weltmeisterschaft haben Bundesregierung und Bundesrat eine Ausnahme durchgewunken. Damit können Städte und Gemeinden Public-Viewing-Events auch zu später Stunde genehmigen. „Unser Ziel ist ein fairer Ausgleich zwischen Fußballfest und Lärmschutz“, bekräftigt Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).
Und welche Regel gilt bei mir?
Aber Achtung, das ist kein Freifahrtschein! Die genauen Bestimmungen können sich von Kommune zu Kommune stark unterscheiden. Fußball-Begeisterte sollten sich daher unbedingt auf den Webseiten ihrer Stadt oder Gemeinde schlaumachen. Auch ein Anruf in der Lieblingskneipe oder im Biergarten schafft Klarheit, welche Partien dort gezeigt werden dürfen.

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In vielen Kneipen und Restaurants dürften die deutschen Spiele zu sehen sein. (Archivbild)
In der Hauptstadt Berlin etwa ist die Sache klar: Alle Begegnungen der deutschen Elf sowie das Endspiel dürfen ohne Zeitlimit im Freien übertragen werden. Bei den übrigen Spielen wird es komplizierter, da hier je nach Wochentag und Anstoßzeit unterschiedliche Vorschriften greifen. Das könnte zum Beispiel für Anhänger der Türkei schwierig werden, deren Mannschaft mehrfach tief in der deutschen Nacht spielt.
Anders hält man es in Köln: Hier dürfen in der Außengastronomie nur Partien in voller Länge laufen, deren Anstoß zwischen 6 Uhr und 22 Uhr liegt. Das heißt im Klartext: Viele spannende Duelle, besonders in der K.-o.-Phase, sind für das Rudelgucken draußen tabu. In Bayerns Metropole München ist für die Außenbereiche der Lokale um 1 Uhr nachts Zapfenstreich, weiter geht es erst wieder ab 6 Uhr morgens.
Wann spielt Deutschland?
Die deutsche Mannschaft trifft in Gruppe E auf Curaçao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni). Die Partie gegen den Neuling Curaçao beginnt um 19.00 Uhr deutscher Zeit, die beiden anderen Gruppenspiele starten um 22.00 Uhr. Diese Anstoßzeiten bedeuten, dass die Vorrunden-Spiele an den meisten Orten problemlos draußen gezeigt werden können.

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Anders als bei der Heim-EM 2024 verzichten viele Großstädte auf Fanmeilen während der Fußball-WM. (Archivbild)
Richtig knifflig könnte es werden, wenn die Truppe von Julian Nagelsmann als Gruppenerster weiterkommt. Dann würde das erste K.o.-Spiel am 29. Juni erst um 22.30 Uhr deutscher Zeit angepfiffen. Ein eventuelles Achtelfinale würde sogar erst am 4. Juli um 23 Uhr beginnen.
Worauf muss ich achten, wenn ich zum Public Viewing will?
Wer zum gemeinsamen Schauen gehen möchte, sollte ein paar Dinge im Kopf behalten. Manche Lokale lassen Gäste nur mit vorheriger Reservierung herein, während andere darauf komplett verzichten. Lärminstrumente wie Vuvuzelas, Trommeln oder Tröten sind im Freien oft nicht gestattet. Zudem müssen die Betreiber nach dem Schlusspfiff bei späten Partien die Veranstaltung meist zügig auflösen.
Werden wieder Tausende auf der Fanmeile in Berlin jubeln?
Die Antwort ist ein klares Nein. Anders als bei früheren Welt- und Europameisterschaften wird es auf der Straße des 17. Juni diesmal kein großes Fußball-Fest geben. Laut der zuständigen Senatsverwaltung hat schlicht kein privater Veranstalter einen Antrag für die berühmte Fanmeile gestellt.

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Die deutschen Spiele dürfen auch bei späteren Anstoßzeiten vielerorts gezeigt werden. (Archivbild)
Auch in Hamburg fällt das bekannte Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld aus – der Grund sind die Kosten. Generell scheint die Zahl der riesigen Events zurückzugehen. So sind in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt keine offiziellen Fan-Partys vorgesehen. Ein Lichtblick ist die Arena auf Ewald in Herten (NRW): Dort können bis zu 10.000 Menschen unter anderem alle deutschen Gruppenspiele verfolgen.
Aber werden wieder viele Restaurants und Kneipen die WM-Spiele im Freien zeigen?
Die entscheidenden Partien werden sicher viele Kneipen und Restaurants übertragen. Der Deutsche Hotellerie- und Gastronomieverband gibt jedoch zu bedenken, dass für die Wirte erhebliche Mehrkosten entstehen. Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke zählt auf: „Beispielsweise für Übertragungstechnik, Personal – und Lizenzierungen“. Ob sich der Aufwand für ein Fußball-Event im Freien rechnet, ist zudem stark von den Spielzeiten und der Witterung abhängig.
Und was ist mit der privaten Party auf dem Balkon oder im Garten?
Und wie sieht es mit der privaten Feier im Garten oder auf dem Balkon aus? Hier ist besondere Vorsicht geboten. Die gelockerten Lärmschutz-Regeln beziehen sich ausschließlich auf öffentliche Events. Für den Grillabend mit Freunden gelten die normalen Ruhezeiten. Wer also plant, bei einer lauen Sommernacht das Spiel Haiti gegen Schottland draußen zu schauen, sollte definitiv die Nachbarschaft informieren und den Ton leise drehen, um Streit zu verhindern. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
