Deutschland steht als Gruppensieger bei der WM 2026 fest, offen ist aber noch, wie es in der K.o.-Runde weitergeht. Ein Tor für den Senegal könnte hierbei noch eine Rolle spielen.
Tief in der NachspielzeitTut dieses WM-Tor Deutschland noch richtig weh?
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Hausaufgaben erledigt und die WM-Schmach getilgt: Die deutsche Nationalmannschaft hat ihre Pflicht bei der Weltmeisterschaft bislang voll erfüllt und steht nach zwei Siegen aus zwei Spielen vorzeitig als Gruppensieger fest.
Der erstmalige Einzug in die K.o.-Runde seit dem WM-Titel 2014 ist nach zwei enttäuschenden Teilnahmen schon ein Teilerfolg, soll allerdings nur ein Zwischenschritt sein. Dabei geht der Blick auch auf die anderen Gruppen.
Deutschland geht als Gruppensieger in die K.o.-Phase
Durch Platz eins in Gruppe E sichert sich Deutschland im neu eingeführten Sechzehntelfinale der WM ein vergleichbar machbares Los, es geht gegen einen der acht Gruppendritten. Danach könnte dann aber schon der erste ganz dicke Brocken warten.
Wer das Turnier vorher schon einmal durchgerechnet hatte, kam in diesem Szenario fast unweigerlich auf ein Achtelfinale zwischen Deutschland und Frankreich. Gewinnt der Weltmeister von 2018 seine Gruppe und das anschließende Sechzehntelfinale, führt kein Weg am Kracher-Duell vorbei.
Der entscheidende Knackpunkt: Die extrem starken Norweger um Superstar Erling Haaland (25), die wie Frankreich zwei Siege aus zwei Spielen eingefahren haben und sich nun am 3. Spieltag mit der Équipe Tricolore um den Gruppensieg duellieren.
Zwar wäre auch Norwegen ein alles andere als einfacher Gegner, doch im Vergleich sind die Franzosen mit ihrem Weltklasse-Kader und zahlreichen Weltstars noch einmal deutlich besser besetzt.
Hätte Norwegen gegen den Senegal nicht tief in der Nachspielzeit das zweite Gegentor beim 3:2-Sieg kassiert, wären die Skandinavier als Erster ins Duell mit Frankreich gegangen, ein Unentschieden hätte dann für den Gruppensieg gereicht.
Das zweite Tor von Doppelpacker Ismaila Sarr (28) sorgte jedoch dafür, dass die norwegische Tordifferenz wieder unter die französische rutschte. Jetzt benötigt das Team von Trainer Stale Solbakken (58) einen Sieg gegen den Turnierfavoriten, um auf der Zielgeraden noch vorbeizuziehen.
Das Gruppenfinale wird die deutsche Mannschaft mit Interesse verfolgen, auch wenn der Blick erst mal auf die eigenen beiden Auftritte bis zum hypothetischen Achtelfinale gerichtet ist.
Hinter vorgehaltener Hand dürfte so mancher Nationalspieler aber Norwegen die Daumen drücken und hoffen, dass sich der späte senegalesische Treffer im weiteren Turnierverlauf nicht zum „Was wäre, wenn …“-Moment entwickelt. (bc)

