Nach Tagen des Durchatmens muss Köln jetzt wieder schwitzen, es wird wieder wärmer. Drohen aber auch wieder extreme Temperaturen wie vor zwei Wochen?
Ab Freitag wieder über 30 GradWie extrem wird die nächste Hitzewelle in Köln?

Copyright: Henning Kaiser/dpa
Passanten genießen Ende Juni Wasserfontänen, die im Rahmen der Hitzeaktion „Cooling Cologne“ der Stadt Köln auf dem Rudolfplatz in der Innenstadt installiert wurden.
Aktualisiert:
Knapp zwei Wochen nach der extremen Hitze in Köln wird es erneut wärmer in Nordrhein-Westfalen.
Nach Tagen des Durchatmens müssen sich die Menschen wieder auf höhere Werte einstellen, gerade in Richtung Wochenende und auch zu Beginn der kommenden Woche. Drohen erneut ähnlich belastende Zustände wie vor zwei Wochen, als es über mehrere Tage fast 40 Grad heiß war und auch die Nächte kaum abkühlten?
Ab Freitag 30-Grad-Marke geknackt
Aus Nordwesten kommt jetzt sehr warme Meeresluft nach NRW. Am Donnerstag ist es noch angenehm sommerlich, die Temperaturen steigen auf maximal 28 bis 29 Grad in Köln.
Ab Freitag wird dann aber wohl die 30-Grad-Marke geknackt, wie der Experte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erläutert. Auch an den folgenden Tagen werden Werte über 30 Grad erwartet, sodass man von einer erneuten Hitzewelle sprechen kann.
Am Freitag sollte man sich in Köln auf 31 Grad einstellen, es weht ein schwacher bis mäßiger Wind. Am Rhein erwärmt es sich dann am Samstag auf bis zu 33 Grad, am Sonntag kann es sogar noch etwas wärmer werden. Auch zum Wochenstart sieht es ähnlich aus, es könnten sogar 34 Grad bis Mitte der Woche angepeilt werden.
DWD sagt Hitzewelle ab Freitag in Köln voraus
„Die Kölner werden es wohl ‚schaffen‘ mit der Hitzewelle“, erklärt der DWD-Meteorologe, denn in anderen Teilen von NRW wird es im Gegensatz dazu nicht ganz so warm. Im Bergland bleibt es zunächst unter 30 Grad.
Die gute Nachricht für alle, die unter den Temperaturen leiden: Die Nächte bleiben angenehm kühl, dabei soll auch in Köln die 20-Grad-Marke nicht überschritten werden. „So hat man die Chance, die Bude durchzulüften“, so der Meteorologe. Zudem sei die Luft trocken und daher nicht sehr belastend.
Wie es ab Mittag der nächsten Woche weitergeht, ist noch unklar. Die Modelle, die viermal am Tag aktualisiert werden, unterscheiden sich stark. Während teilweise eine unveränderte Wetterlage vorhergesagt wird, gibt es auch Prognosen über ein Tiefdruckgebiet mit deutlicher Abkühlung in Richtung des Wochenendes 18./19. Juli. Eine seriöse Vorhersage lässt sich nach Angaben des DWD nicht treffen.
Trockenheit lässt Waldbrandgefahr steigen
Regen ist nach wie vor nicht in NRW in Sicht. Für die Natur wird dies zunehmend zum Problem. Vereinzelt gab es Gewitter mit Niederschlägen, aber viele Orte haben bislang keinen Regen abbekommen. Die Trockenheit nimmt zu, und mit ihr steigt die Waldbrandgefahr. Derzeit herrscht in den meisten Teilen von NRW Gefahrenstufe 3, diese könnte jedoch mit weiter voranschreitender Dürre am Wochenende auf 4 oder vereinzelt auch 5 hinaufgesetzt werden.
Bei Stufe 3 ist bereits besondere Vorsicht geboten, ab Stufe 4 sind offene Feuer verboten, es wird intensiv überwacht. Ab Stufe 5 sind sofortige Maßnahmen und Evakuierungen möglich. (red)
