„Das ist doch die Wahrheit“Weil Flick als Trainer kommt: Real-Legende verspottet den FC Barcelona

Hansi Flick soll den FC Barcelona wieder in bessere Zeiten führen – und das, obwohl der Trainer auch Teil einer der dunkelsten Stunden der Klub-Historie ist.

von Béla Csányi (bc)

An der Trainer-Posse beim FC Barcelona war Hansi Flick (59) komplett unschuldig, doch nach den Turbulenzen um das Aus von Vorgänger Xavi (44) erwartet den früheren Bundestrainer in Katalonien ein unruhiges Umfeld.

Auch wenn die Unterschrift unter den Barca-Vertrag bislang nicht gesetzt worden ist, herrscht in der Mittelmeer-Metropole längst die Klarheit, dass Flick zur neuen Saison übernimmt. Der große Trainer-Schreck des FC Barcelona soll in Diensten des Klubs dann dafür sorgen, dass den Gegnern wieder angst und bange wird.

Guti kann sich Stichelei gegen Barca wegen Flick nicht verkneifen

Wenn es in Spanien in den vergangenen Wochen und Monaten darum ging, Flicks Eignung für den Job bei Barca zu bewerten, wurde immer wieder ein Spiel herangezogen: das demütigende 2:8 gegen den FC Bayern im Viertelfinale der Champions League.

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In der Corona-Ausgabe der Königsklassen-K.o.-Phase bereiteten die Bayern den stolzen Katalanen eine der dunkelsten Stunden ihrer Europapokal-Historie. Der Architekt des Münchner Durchmarschs bis zum Titel: Hansi Flick.

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Über einen entsprechenden Vorteil seiner Verpflichtung spottete daher jetzt auch der frühere spanische Nationalspieler Guti (47), mit 542 Auftritten eine der Klub-Legenden beim Erzrivalen Real Madrid.

Im TV-Talk „El Chiringuito“, bei dem die Protagonisten ohnehin kein Blatt vor den Mund nehmen, spottete er wegen der Flick-Verpflichtung über Barca. „Ich glaube, sie können ganz beruhigt sein, weil sich das mit den acht Gegentoren nicht noch einmal wiederholen wird. Immerhin haben sie ihn jetzt auf der eigenen Bank“, sagte der Ex-Nationalspieler mit einem betont süffisanten Lächeln auf den Lippen.

Guti hält ein DAZN-Mikrofon in der Hand.

Der frühere Real-Star Guti bei einem Auftritt als TV-Experte am 19. Oktober 2022.

Als die Runde wegen der Stichelei gegen den ungeliebten Rivalen in höhnisches Gelächter ausbrach, ergänzte Guti schmunzelnd: „Das ist doch die Wahrheit... Es wird sich nicht wiederholen.“

Immerhin erkannte der einstige Mittelfeld-Maestro auch an, dass Barca auch darüber hinaus eine gute Entscheidung getroffen habe. „Ich halte ihn für einen guten Trainer. Er weiß, wie seine Mannschaften spielen sollen, was die Mannschaft will“, lobte Guti: „Hoffen wir, dass er die Bedingungen vorfindet, um das umzusetzen.“