Gegen Granit Xhaka wird ermittelt. Hat sich der ehemalige Bundesliga-Star ein gefälschtes Corona-Zertifikat besorgt?
Wirbel um gefälschtes ZertifikatStaatsanwaltschaft ermittelt gegen Granit Xhaka

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Granit Xhaka soll während der Länderspielpause befragt werden.
Die Staatsanwaltschaft Luzern hat Ermittlungen gegen Granit Xhaka aufgenommen. Der Vorwurf wiegt schwer: Es geht um den Verdacht, er habe sich gefälschte Corona-Zertifikate beschafft. Der Fußballer bestreitet die Anschuldigungen.
Die Dokumente sollen von einer Ärztin aus Luzern ausgestellt worden sein. Berichten zufolge durchsuchte die Polizei im Jahr 2023 deren Praxis und stellte Beweismaterial sicher. Im Fall von Xhaka steht der Verdacht im Raum, dass eine Impfbestätigung ohne eine tatsächlich durchgeführte Impfung erstellt wurde. Das berichtet „Blick“.
Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen
Simon Kopp, Informationsbeauftragter der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, bestätigte die Einleitung entsprechender Verfahren gegen Xhaka und die Ärztin. Es gehe darum, zu klären, „ob ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt im Zusammenhang mit einer möglichen Erschleichung einer falschen Beurkundung oder/und Urkundenfälschung.“
Die Vorgeschichte dazu wurde am 1. September 2021 bekannt, als Xhakas Test auf das Coronavirus positiv ausfiel. Er war zu diesem Zeitpunkt nicht geimpft und auch nicht genesen. Aufgrund des positiven Ergebnisses verpasste der Captain ein Freundschaftsspiel gegen Griechenland sowie eine weitere Begegnung.
Später erklärte Xhaka, eine Impfung gegen Corona erhalten zu haben. Die Ermittler prüfen nun, ob es diese tatsächlich gegeben hat. Für Anfang Oktober ist eine Befragung von Xhaka bei der Luzerner Staatsanwaltschaft geplant. Am 6. Oktober tritt die Schweizer Nationalmannschaft im Rahmen der Nations League in Luzern gegen Nordmazedonien an.
Auf Anfrage des Blick äußerte sich der Sprecher des früheren Bundesliga-Profis, der in Deutschland für Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen spielte. Er erklärte, dass sein Klient den Behörden „uneingeschränkt und in voller Transparenz zur Verfügung“ stehe. Bevor er sich öffentlich äußert, wolle Xhaka zunächst mit der Staatsanwaltschaft sprechen.
Bantel fügte jedoch hinzu, dass Xhaka eine Bestätigung der Ärztin vorliege, wonach er am 25. Januar 2022 und am 11. November 2022 gegen Covid geimpft wurde. Zu diesem Zeitpunkt stand der Mittelfeldspieler beim FC Arsenal unter Vertrag. Der Schweizerische Fußballverband (SFV) teilte mit: „Wir haben, Stand jetzt, keine verlässlichen Informationen dazu und können uns entsprechend auch nicht dazu äußern.“
Auch der Anwalt der Ärztin meldete sich zu Wort: „Meine Klientin sagt, sie habe Xhaka geimpft.“ Alles sei regulär abgelaufen. Sowohl für Granit Xhaka als auch für die Ärztin gilt bis zum Abschluss des Verfahrens die Unschuldsvermutung. (red)
