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PersonalproblemeSpielabsage nur ein Vorwand? Fortuna Köln zeigt sich „irritiert“

Fortuna-Coach Matthias Mink hebt fragend die Arme.

Copyright: Herbert Bucco

Fortuna-Coach Matthias Mink beim Spiel der Kölner gegen Borussia Mönchengladbach II.

Aktualisiert

Die Regionalliga-Partie zwischen Fortuna Köln und Fortuna Düsseldorf am Samstag wurde abgesagt. Die Domstädter zeigen sich von der Maßnahme jedoch „irritiert“.

Der Regionalligist SC Fortuna Köln, der souverän die West-Staffel anführt, kann seine Tabellenführung an diesem Wochenende nicht weiter ausbauen.

Die für Samstag (21. Februar 2026) geplante Partie bei Fortuna Düsseldorf II wurde am Freitag kurzfristig gestrichen. Der Rasen im Paul-Janes-Stadion ist nach den anhaltenden Regenfällen nicht bespielbar, weshalb die Stadt Düsseldorf den Platz sperren ließ. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Fortuna Köln zeigt sich irritiert über Spielabsage

Niklas Müller, der Geschäftsführer der Kölner, äußerte sich verwundert über diese Entscheidung. „Wir sind schon ein wenig irritiert über die Absage. Aufgrund der Wetterlage sehen wir nicht zwingend die Notwendigkeit, das Spiel nicht austragen zu können. Für den morgigen Tag werden Temperaturen von elf Grad erwartet“, sagte er.

Die Profiabteilung der Düsseldorfer hatte schwere Personalprobleme, wodurch der Verdacht aufgekommen war, dass einige Spieler aus der Zweitvertretung für das Wochenende hochgezogen werden. Die Spielabsage käme dabei natürlich gelegen, da man das Wiederholungsspiel dann wieder mit allen Spielern hätte antreten können.

Laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ haben es beim Zweitligisten vor dem Spiel gegen Darmstadt 98 bis auf Sima Suso jedoch alle fraglichen Spieler in den Kader geschafft. Somit muss die zweite Mannschaft keine Spieler abgeben.

Trainer Matthias Mink fügte an: „Die Spielabsage hat natürlich aufgrund der Berichterstattung rund um die Personalprobleme der Düsseldorfer einen faden Beigeschmack. Aber kein Problem, wir nehmen es, wie es ist, trainieren heute noch mal intensiv und konzentrieren uns ab morgen auf das Pokalspiel kommenden Donnerstag.“

Besonders hart trifft die Absage Luca Majetic. Der 22-jährige Mittelfeldspieler, der in Düsseldorf geboren wurde und einen niederländischen Pass besitzt, kam im Sommer vom Nachwuchs-Team der Düsseldorfer in die Südstadt. „In Düsseldorf sah ich keine Perspektive mehr. Ich habe selten mit den Profis trainiert, war nur einmal bei einem Testspiel dabei. Dann kam das Angebot der Fortuna – ein großer Traditionsverein. Für mich war das wichtig, um im Herrenbereich Fuß zu fassen.“

Sein Blick auf das geplatzte Wiedersehen ist entsprechend ernüchtert. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil wir eine gute Trainingswoche hatten und gut vorbereitet waren. Wir wollten den Flow der letzten Wochen mitnehmen. Jetzt fokussieren wir uns auf den Pokal gegen Alemannia Aachen.“ Sportlich bleibt das Ziel unverändert: Der Aufstieg soll es sein, zusätzlich der Mittelrheinpokal – für Majetic hat das erste Ziel Priorität, es steht bei ihm an „Nummer eins“.

Dennoch ruft er zur Vorsicht auf: „Das Tabellenbild täuscht etwas. Sollten die Teams mit Nachholspielen punkten, schrumpft der Abstand. Zwölf Spiele bleiben – da kann viel passieren.“ Trotz aller Vorsicht dominiert die Fortuna die Liga mit einer bemerkenswerten Konstanz. Wichtiger als die Punkte ist die Art der Auftritte – abgeklärt, körperlich stark und bisweilen reif wie eine Spitzenmannschaft.

Daran soll auch ein Spielausfall nichts ändern. Majetic sieht dafür mehrere Gründe: „Wir sind extrem bissig, gewinnen viele Zweikämpfe und verteidigen im Strafraum außergewöhnlich gut. Jeder kämpft für jeden. Macht einer einen Fehler, bügelt ihn der nächste aus.“

Bemerkenswert ist auch die geringe Anzahl an Verletzten: „Wir trainieren mit sehr hoher Intensität. Manche sagen, es sei zu viel. Ich glaube: Wenn man den Körper solchen Reizen aussetzt, passt er sich an. Die Jungs leben sehr professionell – keiner ernährt sich täglich von McDonalds“, sagt er mit einem Lächeln. Es fehlt nur Suheyel Najar, der ohnehin schon lange mit einem Kreuzbandriss ausfällt. Ein solches Mannschaftsgefüge wie bei der Fortuna habe Majetic „noch nie erlebt“. Seine eigene Saison verläuft dagegen wechselhaft. Zuerst Stammspieler, verlor Majetic später seinen Platz.

Der körperlich robuste Box-to-Box-Spieler sorgte mit seinem späten Ausgleich in Bocholt zwar für einen emotionalen Höhepunkt, doch danach wurde seine Einsatzzeit geringer. „So ist Fußball“, sagt er nüchtern: „Man muss sich zurückkämpfen. Wir haben ein starkes Mittelfeld.“ Wichtig sei ihm, „regelmäßig Minuten zu sammeln“.

Man sei nie ganz zufrieden, wenn man auf der Bank sitze – „aber wenn man helfen kann, ist das sehr viel wert. Klar will man immer spielen. Deshalb gebe ich im Training Vollgas.“ Für die Fortuna geht es nach der Absage am Donnerstag gegen Aachen weiter, bevor die Zollstocker am 1. März Bonn empfangen (red).

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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