Spanien taumelt, Kap Verde bejubelt das 0:0: Nach der großen WM-Sensation gibt es von der internationalen Presse viel Lob für den Außenseiter – und Spott für den Europameister.
„Desaster zum Auftakt“Spanische Presse verspottet ihre Europameister

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Der Spanier Lamine Yamal macht sich zur Einwechslung bereit. Einen Torerfolg brachte auch er nicht ein.
Es ist eine der größten Sensationen der WM-Geschichte!
Europameister Spanien ist mit einem enttäuschenden 0:0 gegen den krassen Außenseiter und WM-Neuling Kap Verde in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet.
„Katastrophenstart“: Spaniens Presse nach Blamage gnadenlos
Die spanische Presse poltert!
„Marca“ schrieb von einem „Katastrophenstart“, das Sportblatt erkannte bei der ideenlosen Vorstellung in Atlanta gegen den WM-Debütanten das eigene Team nicht mehr. „Ein unbekanntes Spanien, ohne Fußball, Ideen und Mittel, schaffte es nicht, gegen Kap Verde ein Tor zu erzielen – eine kämpferische Mannschaft, die für die große Überraschung dieser Weltmeisterschaft sorgte.“
„As“ pestete: „Der große Favorit auf den Titel? Diese Schlagzeile können wir getrost beiseite legen.“ Mit Verweis auf einen berüchtigten Berg in Asturien, der die Radprofis bei der Spanien-Rundfahrt fast jährlich an ihre Grenzen bringt, hieß es weiter: „Schon auf dem ersten Anstieg kommt uns diese Weltmeisterschaft wie der Angliru vor.“
„Mundo Deportivo“ urteilte vergleichsweise gemäßigt, kam aber auch nicht umhin, von einem „enttäuschenden Start“ zu schreiben und von einer „Leistung, die es wiedergutzumachen gilt“.
Im Ausland wurde das 0:0 durchaus süffisant wahrgenommen. Das englische Boulevardblatt Sun etwa wortspielte: „Spain Pain“. England hatte bei der EM 2024 in Deutschland im Finale gegen Spanien den Kürzeren gezogen und hofft seinerseits auf den ersten Titel seit 60 Jahren.
Auf Kap Verde, der kleinen Inselgruppe vor der Nordwestküste Afrikas mit kaum mehr als 500.000 Einwohnern, regierte hingegen der pure Stolz.
Besonders dem 40 Jahre alten Torhüter Vozinha lag die Zeitung „Expresso“ zu Füßen. Dieser habe „eine Mauer errichtet“ und „eine der bemerkenswertesten Leistungen in der Geschichte des nationalen Fußballs“ gezeigt. (sid/dpa)

