Der Winter hat Deutschland weiter fest im Griff. Auch zum Restart der Bundesliga wird an vielen Standorten Schneefall erwartet. Absagen drohen.
Schnee-Chaos in DeutschlandBundesliga-Spiele auf der Kippe
Aktualisiert
Die kurze Winterpause in der Bundesliga ist am kommenden Wochenende schon wieder vorbei, doch dem Winter hat keiner Bescheid gesagt: Es werden teils heftige Schneefälle erwartet.
„Die DFL ist alarmiert. Aktuell finden aber alle Spiele statt“, sagte ein Sprecher der Deutschen Fußball Liga auf dpa-Anfrage. Man schaue vor allem auf die Situation im Norden und bewerte die Situation täglich neu.
„Abwarten, wie sich die Wetterlage tatsächlich entwickelt“
Besonders gebibbert wird derzeit beim FC St. Pauli: Kann das Bundesliga-Spiel zu Hause gegen RB Leipzig am Samstag (15.30 Uhr) wirklich angepfiffen werden? Hamburg versinkt unter dicken Schneemassen, und die Prognose für Freitag sieht sogar noch düsterer aus.
Die Situation ist extrem angespannt. Bereits das Testspiel gegen Werder Bremen (0:0) am letzten Sonntag war stark gefährdet. Einzig der grandiose Einsatz von 50 Helfern mit Schaufeln rettete die Begegnung.
Laut Vereinsangaben ist man auf alles gefasst. „Wir bereiten uns selbstverständlich vor, müssen allerdings abwarten, wie sich die Wetterlage tatsächlich entwickelt und ob es am Freitag so heftige Schneefälle geben wird, wie es aktuell vorausgesagt wird. Wir entwickeln derzeit unterschiedliche Szenarien, um handlungsfähig zu sein, und stehen im kontinuierlichen Austausch mit allen Beteiligten.“ Das berichtet „bild.de“.
Das Spielfeld am Millerntor-Stadion ist dabei nicht das größte Sorgenkind, da es eine Rasenheizung besitzt. Aber auch die stößt bei den vorhergesagten Schneemengen womöglich an ihr Limit. Deutlich problematischer sind die Zufahrtswege zum Stadion sowie die Tribünen. Das Wohlergehen der Fans hat absolute Priorität. Sollte die Sicherheit nicht garantiert sein, wird das Spiel definitiv nicht angepfiffen.
Ein vergleichbares Wetter-Drama erlebte man schon in der Spielzeit 2023/24. Am 1. Dezember lag St. Pauli damals im Zweitliga-Derby gegen den HSV zur Halbzeit mit 2:0 vorne. Doch dann begann es heftig zu schneien, was das Spielfeld in eine Eisbahn verwandelte. Die Partie endete schließlich 2:2.
Dennoch wird der Kiez-Klub alles daransetzen, die Austragung des Spiels zu ermöglichen – zur Not erneut mit Schaufel-Aktionen wie am vergangenen Sonntag.
Es gibt einen kleinen Lichtblick: Das von der Stadt Hamburg verhängte Streusalz-Verbot ist temporär ausgesetzt. Das könnte bei der Räumung der Anfahrtswege am Samstag helfen. Eine finale Entscheidung, ob die Partie ausfällt, fällt aber wahrscheinlich nicht vor Freitagabend, eventuell sogar erst am Samstag in der Früh.
Ähnlich ist die Lage in Bremen, wo am Samstagnachmittag das Werder-Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim stattfinden soll. Dafür engagierte der Verein 50 zusätzliche Mitarbeiter. Sie sollen dafür sorgen, dass die Bereiche rund um das Weserstadion vom Schnee befreit und zur Not sogar während der Partie geräumt werden können. Damit soll eine gefahrlose An- und Abreise der Zuschauer gewährleistet werden.
Werder appellierte aber, nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Noch gehe man davon aus, dass das Spiel stattfinden könne, sagte Bremens Mediendirektor Christoph Pieper: „Was passiert, wenn zwei Meter Schnee fallen, wage ich nicht zu beurteilen.“
Auch bei Union Berlin wappnet man sich vor dem Spiel gegen Mainz (Samstag, 15.30 Uhr). „Auf Grund der sehr schwierigen Witterungsverhältnisse können die Mitarbeiter unseres Vereins eure Unterstützung gebrauchen“, hieß es in einem Aufruf aus Fankreisen. „Vorsorglich könnt ihr auch gern euren Schneeschieber von zu Hause mitbringen.“
Union teilte der dpa auf Anfrage mit, dass dies aktuell ein Thema der Fanclubs sei. Noch sei unklar, wie groß das Ausmaß der Witterungsprobleme werde. „Wir bereiten uns bestmöglich auf die Austragung des Spiels vor“, erklärten die Berliner. (red/mit dpa)
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