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Vor den Augen von InfantinoSchmach für die Fifa: Viele leere Plätze im zweiten WM-Spiel

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Schon das zweite Spiel bei der WM 2026 ließ die großen Fifa-Ankündigungen von einer restlos ausverkauften Weltmeisterschaft auffliegen.

Schon frühzeitig hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino von einer restlos ausverkauften Weltmeisterschaft und Rekord-Nachfragen nach Tickets getönt. Doch schon Monate vor der WM 2026 hatten viele den Verdacht: So rund, wie öffentlich verkündet, läuft der Absatz in Wahrheit nicht.

Das zweite Spiel des Turniers machte direkt deutlich, dass Skeptiker da gar nicht so falsch gelegen hatten. Beim Duell zwischen Südkorea und Tschechien in Guadalajara blieben vor den Augen von Tribünengast Infantino zahlreiche Plätze leer.

Infantino verteidigt Ticket-Vorgehen der Fifa

Nicht verkauft wurden vor allem die teuren und zentralen Sitze auf Höhe der Mittellinie, die in der TV-Übertragung zu sehen waren. Eine Schmach für die Fifa, die ganz anderes angekündigt hatte.

Leere Ränge, die sich bei weniger attraktiven Begegnungen in der Vorrunde noch mehrfach ergeben dürften, sind allerdings nicht das einzige Problem der Fifa in Bezug auf den Ticketverkauf, der dem Weltverband Einnahmen in Milliardenhöhe einbrachte.

Die Generalstaatsanwaltschaften von New York und New Jersey haben schon im Vorfeld des Turniers eine Untersuchung „zu den Ticketverkaufspraktiken des Fußball-Weltverbands“ angekündigt.

Die Gründe seien rasant „explodierende Preise“ sowie Berichte, wonach Fans über die Lage ihrer Sitzplätze getäuscht wurden, teilten die Staatsanwältinnen Letitia James und Jennifer Davenport mit.

Hymnenzeremonie bei der WM 2026 beim Spiel zwischen Südkorea und Tschechien.

Copyright: Moises Castillo/AP/dpa

Die vielen leeren Sitzplätze waren beim WM-Spiel zwischen Südkorea und Tschechien auch während des Spiels unbesetzt.

Davenport ist entschlossen, „eine gründliche Untersuchung des Verhaltens der FIFA durchzuführen“, da der Weltverband den Ticketverkauf für die Weltmeisterschaft in „einen Spießrutenlauf aus Verwirrung, künstlicher Verknappung und unmöglich hohen Preisen verwandelt“ habe.

Die Ermittlungen sollen Berichten nachgehen, wonach Fans über Sitzplatzlagen getäuscht und durch eine aggressive, nachfrageorientierte Preisgestaltung benachteiligt wurden, bei der die Preise je nach Verkaufszahlen steigen.

Infantino hatte die Ticketpreise mehrfach verteidigt. „Wir müssen den Markt betrachten – wir befinden uns in dem Markt, in dem die Unterhaltungsbranche weltweit am weitesten entwickelt ist. Deshalb müssen wir Marktpreise anwenden“, sagte er. Die Fan-Organisation Football Supporters Europe (FSE) hat bereits die „Wucher“-Preise bei dem XXL-Turnier kritisiert. (bc/dpa/sid)

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