Wie heißt er denn jetzt? Christoph Kramer hatte bei einem Engländer Probleme. Das gab Per Mertesacker die Chance zur Rache.
Experte spottet und genießtKramer stellt Mertesacker bloß – dann patzt er selbst

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Per Mertesackers Blick bei Christoph Kramers Ausführungen zum Engländer Djed Spence spricht Bände.

Heiße Luft im ZDF-WM-Studio – und das lag nicht an den extremen Temperaturen in Deutschland. Vielmehr lieferten sich Christoph Kramer und Per Mertesacker eine ihrer mittlerweile schon fast legendären Kabbeleien.
Anlass war eine Szene von England-Trainer Thomas Tuchel, die nach dem mauen 0:0 gegen Ghana im Netz viral gegangen war. Im ZDF gab es sie vor dem letzten Gruppenspiel der „Three Lions“ gegen Panama noch einmal zu sehen.
Kramer korrigiert Mertesacker, dann verlässt ihn sein Fußballer-Wissen
Tuchel versuchte am Spielfeldrand immer wieder, seinen Spieler Djed Spence auf sich aufmerksam zu machen, brüllte sich dabei die Seele aus dem Leib, weil der Außenverteidiger ihn einfach nicht hörte (oder hören wollte?).
Der deutsche Nationalcoach der Engländer drehte in seiner Coaching Zone durch. „Da sieht man, er lebt das Spiel wie eh und je, wie zu Mainz-Zeiten“, sagte ZDF-Expertin Fritzy Kromp.
Mertesacker versuchte anschließend, zu erklären, was Tuchel seinem Spieler so dringend mitteilen wollte. „Djed Spence wollte den nächsten Ball verteidigen“, sagte Mertesacker. „Aber der (Tuchel, Anm. d. Red.) meinte, er soll den Ball rumspielen und außen sozusagen die Überzahlsituation ausnutzen.“
Kramer war mit dieser Analyse jedoch nicht einverstanden und zeigte wie immer wenig Zurückhaltung dabei, Mertesacker das auch spüren zu lassen. „Weiß ich jetzt nicht, ob er das meinte. Ich glaube, er meinte die Situation vorher“, sagte der Ex-Gladbacher grinsend und triumphierend: „Ist aber vollkommen egal. Ich mag an Thomas Tuchel, dass er das perfekte Spiel im Kopf hat und er komplett ausrastet, wenn es nicht so umgesetzt wird.“
So wie Tuchel müsse man es als Trainer machen, fügte Kramer hinzu und lieferte England-Experte Mertesacker dann unfreiwillig die perfekte Vorlage zur süßen Rache. Denn sein Fußballer-Wissen ließ ihn in diesem Moment im Stich.
„In der Situation hat es, äh, Spencer ...“, begann Kramer seinen Satz und blickte dann etwas unsicher zu Mertesacker rüber. Dass er beim Namen des Tottenham-Profis nicht ganz sattelfest war, bemerkte er selbst. Mertesacker nahm den Ball hanseatisch-trocken auf und sagte nickend, aber mit jeder Menge Spott in der Stimme: „Spencer.“ Diesen Patzer seines Kollegen genoss der frühere Arsenal-Profi in vollen Zügen.
Kramer musste nun selbst über seinen Patzer lachen, führte den Satz aber mit dem falschen Namen zu Ende. „... Spencer nicht getan. Deswegen rastet er auch aus. Ich mag sowas.“ Während Moderator Jochen Breyer im Hintergrund darauf hinwies, dass der Spieler Spence heißt, gab Mertesacker Kramer bei dessen Begeisterung für den emotionalen Tuchel dann wieder recht. Experten-Krise abgewendet!
