Werder Bremen hat vor dem Spiel beim 1. FC Köln mit massiven Personalsorgen zu kämpfen. Trainer Daniel Thioune fehlen zahlreiche Stammspieler.
Auch Ex-Kölner nicht zurückWerder fehlt vor FC-Duell die halbe Mannschaft

Lange Zeit hatte der 1. FC Köln mit einer regelrechten Verletzungs-Seuche zu kämpfen. Zahlreiche Spieler brachen Lukas Kwasniok (44) immer wieder weg, kaum einmal konnte der Trainer aus dem Vollen schöpfen. Nachfolger René Wagner (37) hat es da in seinen ersten Wochen deutlich besser.
Zwar prägen die Sorgen um den angeschlagenen Said El Mala (19) die bisherigen Eindrücke der Trainingswoche, ansonsten sind aber nur noch die Langzeitverletzten Timo Hübers (29) und Luca Kilian (26) außen vor. Ganz anders ist inzwischen die Lage beim nächsten Gegner Werder Bremen.
Werder bangt um besten Torschützen
Vor dem Gastspiel der Grün-Weißen in Köln am Sonntag (12. April 2026, 15.30 Uhr/DAZN) herrschte eine regelrechte Profi-Flaute auf dem Trainingsplatz. Daniel Thioune (51) musste auf fast den halben Kader verzichten, darunter zahlreiche Leistungsträger. Drei U21-Spieler füllten das Aufgebot auf.
Das größte Sorgenkind ist Mittelfeld-Säule Jens Stage (29). Der Däne hatte vergangene Saison das Toreschießen für sich entdeckt und zehn Saisontore erzielt, steht in dieser Spielzeit schon bei sieben Treffern und ist damit Werders bester Schütze.
Nach einer Gelbsperre vor der Länderspielpause fehlte der brandgefährliche zentrale Mittelfeldspieler am vergangenen Wochenende gegen RB Leipzig (1:2) mit muskulären Problemen, die bis heute anhalten. Auch am Donnerstag stand er nicht auf dem Trainingsplatz, mit einem Einsatz im Rhein-Energie-Stadion wird es immer enger.
Ein Wettlauf gegen die Zeit wird es auch beim international umworbenen Abwehr-Juwel Karim Coulibaly (18). Nach muskulären Beschwerden fehlte er am Donnerstag nun krankheitsbedingt. Sein Nebenmann in der Abwehr, Kapitän Marco Friedl (28), geht auf dem Zahnfleisch und wurde geschont.
Mit Niklas Stark (30), Maximilian Wöber (28) und Amos Pieper (28) absolvierten drei weitere Innenverteidiger nur Teile des Trainings. Julián Malatini (24) fehlt außerdem nach einem Syndesmosebandriss, Ersatzkeeper Karl Hein (23) mit einer Daumenverletzung.
Auch der Angriff wird von den Verletzungsproblemen nicht verschont: Justin Njinmah (25) musste das Training am Mittwoch abbrechen und war am Folgetag nicht dabei, Keke Topp (22) nach Kreuzbandriss und der noch nicht spielfähige Victor Boniface (25) sind gegen den FC ebenfalls keine Optionen.
Der ehemalige Kölner Mitchell Weiser (31) wiederum sollte nach seinem weitgehend überstandenen Kreuzbandriss eigentlich diese Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, war bis Donnerstag aber noch nicht zurück. Das Duell gegen den alten Arbeitgeber wäre für den Rechtsverteidiger aber ohnehin zu früh gekommen.
Weiser machte dafür mit einem TV-Interview am vergangenen Wochenende von sich reden, als er die Personalplanung des Klubs im vergangenen Sommer kritisierte. „Es ist schon so, dass im letzten Sommer viele Sachen passiert sind, die für mich fragwürdig waren“, beklagte Weiser und sorgte damit für weitere Unruhe beim gebeutelten Abstiegskandidaten.

