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Nach harscher Schiri-KritikDFB leitet Verfahren gegen Bundesliga-Coach ein

Trainer Alexander Blessin blickt nach oben

Copyright: IMAGO / Claus Bergmann

Trainer Alexander Blessin blickt nach oben

Nach seiner deutlichen Kritik an Schiedsrichter Florian Badstübner muss Trainer Alexander Blessin wohl mit Konsequenzen rechnen. Der DFB hat ein Verfahren gegen den Coach von St. Pauli eingeleitet. 

Diese Worte hatten es in sich! Alexander Blessin (52) verlor nach der schmerzhaften 1:2-Niederlage gegen Freiburg die Beherrschung. Der Coach des FC St. Pauli wetterte gegen den Unparteiischen Florian Badstübner (35) und schimpfte: „Wir haben nicht gegen elf Mann gespielt, sondern gegen zwölf – und das war der Schiedsrichter.“

Die Antwort des Deutschen Fußball-Bundes folgte umgehend: Eine disziplinarische Untersuchung wurde am Montagnachmittag (23. März 2026) vom Kontrollausschuss gegen den Trainer eröffnet. Das berichtet „bild.de“.

DFB leitet Verfahren gegen Blessin ein wegen Schiri-Aussagen

Kurz nach seinem Zornesausbruch im Fernsehinterview bemühte sich Blessin bei der anschließenden Pressekonferenz um Schadensbegrenzung. Er gab zu, dass sein Kommentar bei DAZN „jetzt nicht unbedingt so clever“ war.

Die Äußerung sei der Gefühlslage geschuldet, erläuterte der 52-Jährige und warb um Nachsicht: „Es geht hier echt um sehr viel.“ Ob der Fußball-Bund diese Reue bei der Festlegung einer Sanktion berücksichtigt, bleibt abzuwarten, denn der Verband äußert sich grundsätzlich nicht zu schwebenden Verfahren. 

Für den Trainer könnte es im Endspurt der Saison nun brenzlig werden. Im Laufe des Spiels zeigte ihm Badstübner bereits die Gelbe Karte, seine insgesamt dritte in dieser Bundesliga-Spielzeit. Die nächste Ermahnung würde bedeuten, dass der Coach für eine Begegnung gesperrt wird. Dieses Schicksal ereilte ihn schon in der vorherigen Saison einmal.

Beim Kiez-Klub sind derartige Szenarien bestens bekannt. Schon unter Vorgänger Fabian Hürzeler (33) musste der Verein während der Aufstiegssaison 2023/24 ohne den Cheftrainer auskommen.

Hürzeler war damals sowohl in der 2. Liga (nach der vierten Gelben Karte) als auch im DFB-Pokal (wegen einer Ampelkarte) suspendiert worden. In sämtlichen Situationen übernahm Co-Trainer Peter Nemeth (53) das Kommando.

Und die Ähnlichkeiten gehen weiter: Auch Hürzeler ging nach seiner Ampelkarte im Pokal hart mit dem Unparteiischen Sascha Stegemann ins Gericht und wetterte: „Der pfeift auch einen Blödsinn manchmal. Der pfeift einfach ins Blaue.“ In diesem Fall wurde der DFB-Kontrollausschuss ebenfalls sofort aktiv. Da Hürzeler aufgrund der Gelb-Roten Karte sowieso für eine Partie aussetzen musste, gab es schlussendlich eine Geldstrafe zusätzlich. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Antonio Rüdiger (r.) beantwortet die Fragen der Journalisten.

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