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Nach „Fehleinschätzung“Trainer-Comeback in der Bundesliga perfekt!

Adi Hütter und Christian Streich lächeln.

Copyright: imago/Eibner

Adi Hütter, hier mit Christian Streich, kehrt zu seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt zurück.

Aktualisiert:

Jetzt ist es offiziell: Adi Hütter kehrt als Trainer zu Eintracht Frankfurt zurück.

Mit dem früheren Erfolgs-Coach zurück zu alter Stärke: Adi Hütter soll Eintracht Frankfurt nach dem Missverständnis mit Albert Riera wieder in der Bundesliga-Spitzengruppe etablieren.

Am Sonntagvormittag machte der Bundesligist die Trainer-Verpflichtung offiziell. Der Österreicher unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2029. Hütter hatte die Hessen bereits von 2018 bis 2021 trainiert und dabei unter anderem das Halbfinale in der Europa League und im DFB-Pokal erreicht.

Hütter ging mit vielen Nebengeräuschen

Es sei „etwas ganz Besonderes und emotional, wieder Trainer der Eintracht zu sein“, sagte Hütter: „Die Zeit, die wir gemeinsam in Frankfurt hatten, hat mich geprägt und habe ich nie vergessen. Rückblickend hatte ich immer das Gefühl, noch nicht fertig zu sein.“ Der neue Chefcoach stehe „für mutigen Offensivfußball, Klarheit und Disziplin“, erklärte Sportvorstand Markus Krösche: „Er hat bei seinen Stationen gezeigt, dass er temporeichen Umschaltfußball mit Ballbesitz vereinen kann.“

Dabei war Hütter nach seiner ersten dreijährigen Zeit bei der Eintracht im Sommer 2021 durchaus unter beachtlichen Nebengeräuschen zu Ligakonkurrent Borussia Mönchengladbach gewechselt.

Doch die Unstimmigkeiten von einst scheinen ausgeräumt, zumal mit Krösche der derzeit sportlich Hauptverantwortliche damals noch gar nicht im Verein war. Vielmehr erfüllt Hütter nach der „Fehleinschätzung“ (Krösche) mit der Verpflichtung von Riera sehr gut das gesuchte Profil und setzte sich offenbar gegen ebenfalls gehandelte Kandidaten wie Matthias Jaissle durch. Denn Hütter steht mit seinem Spielstil für Intensität, schnelles Umschalten und Stabilität.

Dazu strahlt der Österreicher die nötige Souveränität aus, um die launische Diva vom Main nach den wilden Monaten unter Riera wieder in ruhigeres Fahrwasser zu führen. „Wir wollen wieder eine gewisse Intensität in unser Spiel bekommen, eine Mischung zwischen Umschaltfußball und Ballbesitzfußball“, hatte Krösche zuletzt mit Blick auf die Trainersuche betont: „Wir müssen beide Themen beherrschen, um regelmäßig um die internationalen Plätze kämpfen zu können.“

Zuletzt war Hütter für die AS Monaco tätig, die er zweimal in die Champions League führte. Seit seiner Entlassung im Oktober 2025 war er vereinslos. Frankfurt schloss die vergangene Bundesliga-Saison auf Rang acht ab und verpasste erstmals seit sechs Jahren die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb. Im Januar war der langjährige Erfolgstrainer Dino Toppmöller nach nur einem Sieg aus zuvor neun Pflichtspielen und einer Flut an Gegentoren entlassen worden.

Das anschließende Experiment mit dem extrovertierten, aber international unerfahrenen Riera scheiterte. Nun soll Hütter offenbar an seine erfolgreiche Zeit mit dem Einzug ins Halbfinale der Europa League 2019 sowie in die Vorschlussrunde des DFB-Pokals 2020 anknüpfen, als er unter anderem mit der „Büffelherde“ um Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller spektakulären Tempofußball spielen ließ.

Zumindest würde ihm ohne Dreifachbelastung durch den Europapokal unter der Woche viel Zeit zum Etablieren seiner Spielidee bleiben. (sid)

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