Was für ein Albtraum-Abend für Frankfurts Torwart Kaua Santos. Bei der Niederlage in Stuttgart unterlief ihm ein großer Patzer.
„Für mich eine Demütigung“Mitspieler staucht Keeper zusammen – Experte entsetzt
Eintracht Frankfurt hat zum Abschluss der Bundesliga-Hinrunde eine bittere 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart kassiert. Dabei unterlief Torhüter Kaua Santos ein ganz übler Patzer.
Fast noch schlimmer: Für den jungen Keeper gab es eine deutliche Abreibung von Mitspieler Arthur Theate. Das berichtet „SPOX“.
Didi Hamann versteht Anpfiff nicht: „Sowas mache ich doch in der Kabine“
Was war passiert? Es lief die 27. Minute, die Hessen führten 1:0, als der Brasilianer eine Hereingabe von Maximilian Mittelstädt von links herunterpflückte. Er schien die Kugel sicher zu haben, doch dann patschte ihm das Leder aus den Händen, direkt zu VfB-Angreifer Ermedin Demirovic.
Der Stürmer schob aus zehn Metern mühelos zum Ausgleich ein. „Muss ich da noch was zu sagen?“, wollte Frankfurts Coach Dino Toppmöller später bei „Sky“ wissen: „Er entscheidet sich, den Ball zu fangen, cleverer wäre es gewesen, dass er ihn wegfaustet.“
Nach einem erneuten Wackler platzte Abwehrspieler Theate der Kragen und er nahm sich seinen Keeper direkt auf dem Feld zur Brust. Auch Torwart-Coach Jan Zimmermann stauchte den 22-Jährigen ordentlich zusammen. Für Sky-Experte Dietmar Hamann ein absolutes Unding: „Für mich war das eine Demütigung. Der weiß doch, dass er einen Fehler gemacht hat. Sowas mache ich doch in der Kabine und nicht vor 50.000 Leuten. Ich muss doch den Jungen in Schutz nehmen.“
SGE-Spielführer Robin Koch beschwichtigte hingegen und äußerte eine andere Sichtweise: „Wenn Unstimmigkeiten auf dem Platz sind, dann muss man die Dinge auch direkt ansprechen. Es war sicher auch keine einfache Phase jetzt für ihn, er hat lange nicht gespielt, jetzt ist er wieder drin. Er ist ein junger Spieler mit großem Talent. Natürlich gehört so ein Fehler da dazu. Das weiß er auch. Ich bin mir sicher, dass er aus diesem Fehler auch lernen wird.“

Copyright: IMAGO/Sportfoto Rudel
Arthur Theate nahm sich auf dem Platz Frankfurt-Keeper Kaua Santos zur Brust.
Im weiteren Spielverlauf fing sich Santos und bewahrte die mitunter vogelwild agierende Abwehr der Hessen mehrmals vor Schlimmerem. Eintracht-Sportdirektor Markus Krösche: „Wir wollen einen offensiven Torwart. In der zweiten Hälfte hat er es sehr, sehr gut gemacht und seine Stärken gezeigt. Das war eine gute Reaktion.“
Diese „gute Reaktion“ wird aber wohl kaum ausreichen, um bei der Eintracht eine neue Debatte um den Posten im Tor zu stoppen. Schon in der ersten Saisonhälfte war Santos von Toppmöller degradiert worden. Der Neuzugang Michael Zetterer stieg zum Stammtorwart auf, bevor dieser im Dezember ebenfalls mehrfach Fehler machte und Santos so wieder zur Nummer eins wurde.
Hamann jedenfalls äußerte sich so: „Ich bin gespannt, was sie machen. Sie haben ihn in der Vorrunde schon mal rausgenommen, um ihn zu schützen. Wenn er weiterhin diese Tore kriegt, wird es nicht lange dauern, bis sie ihn wieder rausnehmen müssen.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
