Messis letzte WM-Mission: Krönung oder bitteres Ende?
Für die UnsterblichkeitMessi startet in seine letzte WM und gibt ein Versprechen ab

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Hält Lionel Messi die Trophäe am 19. Juli wieder hoch? (Archivbild)
Für Lionel Messi startet jetzt die allerletzte WM-Mission. Sein 200. Einsatz für Argentinien ist der Auftakt zur Titelverteidigung.
Sogar Staatspräsident Javier Milei fiebert mit und spornte den Anführer der Albiceleste persönlich an: „Los, Messi, verdammt“. Auch Messi schwor sein Volk mit einer klaren Ansage ein: „Los geht’s, aber zusammen wie nie zuvor.“ Das Team ist mit 17 Champions aus Katar angereist.
Ein Déjà-vu mit dem Final-Schiri von 2022
Und es gibt eine verrückte Parallele zum Triumph in Katar: Szymon Marciniak, der Schiedsrichter des damaligen Endspiels, leitet die erste Partie gegen Algerien. Das Spiel findet in der Nacht auf Mittwoch (15. Juni 2026, 3 Uhr, ARD und Magenta TV) statt. Ist das ein gutes Zeichen für die Mission, den Titel zu verteidigen?
In der langen WM-Historie haben das bisher nur zwei Nationen geschafft: Italien (1934 und 1938) und die brasilianische Mannschaft um Pelé (1958 und 1962). Wenn Messi, welcher am 24. Juni 39 Jahre alt wird, seine Elf wieder zum Sieg führt, würde er mit der brasilianischen Ikone gleichziehen und seinen Landsmann Diego Maradona überflügeln.
Absturz statt Krönung? Die große Gefahr für Messi
Aber was passiert, wenn der Plan scheitert? Dann werden sich viele fragen: Wozu diese sechste Weltmeisterschaft nach dem glorreichen Sieg 2022? Der britische „Guardian“ warnte bereits: „Es gibt ein großes Risiko, dass er mit einem Tiefpunkt abtritt, mit einem Anti-Höhepunkt, der Argentinien an all die Weltmeisterschaften vor Katar erinnert“.
Messi selbst weiß um den Druck. Vor dem Turnierstart teilte er Bilder seiner vergangenen fünf WM-Teilnahmen. Diese waren lange Zeit von bitteren Niederlagen und dem Ringen um die Zuneigung seiner Landsleute bestimmt.
Jeder will den Weltmeister stürzen
Die Vorrunde in den USA, Kanada und Mexiko ist kein Spaziergang. Nach dem Duell mit Algerien folgen Partien gegen Österreich unter Coach Ralf Rangnick und gegen Jordanien. Eines ist sicher: Jeder Kontrahent ist heiß darauf, den Champion zu besiegen. Ein Erfolg gegen Messi wiegt für die Gegner moralisch besonders schwer.
Doch wie steht es um die Fitness der Argentinier? Keeper Emiliano Martínez laborierte an einem gebrochenen Finger, wird aber wohl spielen können. Coach Lionel Scaloni äußerte sich kurz vor dem Start noch mit Sorgenfalten: „Viele Spieler sind noch nicht hundertprozentig fit.“
Messi gibt sich bescheiden – und sieht Deutschland vorn
Und der Superstar? Er ist und bleibt der entscheidende Faktor. Wenn er in Spiellaune ist, kann alles passieren. Zuletzt brillierte er für Inter Miami in der MLS und wurde feiernd bei einem Konzert gesichtet. Ein gutes Zeichen.
Dennoch gibt sich der Ausnahmekönner zurückhaltend. „Man muss sich bewusst sein, dass es meiner Meinung nach andere Favoriten gibt, die besser in Form sind“, erklärte er. Dabei zählte er Frankreich, Spanien, Brasilien, aber auch England, Portugal und auch Deutschland auf. Übrigens: Nur drei Treffer trennen ihn noch von Miroslav Kloses WM-Rekord von 16 Toren. Diese Bestmarke sei ihm aber egal, versichert Messi.
Der 19. Juli 2026 in New Jersey könnte für Messi zum Tag des ultimativen Triumphs werden. Gelingt es ihm, wäre er unsterblich. In seiner Heimat Argentinien würde man ihm dann wohl ein Denkmal errichten, das selbst das Empire State Building überragt. (dpa/red)
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