Überraschender Trainerjob Mario Basler will es noch mal wissen und ruft Aufstiegs-Ziel aus

Der frühere Fußball-Nationalspieler Mario Basler steht vor dem Vereinsheim des SC Türkgücü Osnabrück.

Mario Basler am 1. März 2022 im Vereinsheim des SC Türkgücü Osnabrück. Den Kreisligisten wird der Ex-Nationalspieler jetzt eine komplette Saison lang betreuen.

Hat Mario Basler seine Berufung als Trainer doch noch gefunden? Einen überraschenden Kurzzeit-Job hat der Ex-Nationalspieler jetzt um eine ganze Saison verlängert. Das klare Ziel: Der Aufstieg.

Die Aufstiegs-Mission von Mario Basler (53) geht in die Verlängerung! Vier Jahre nach seinem letzten Trainerjob hatte der Ex-Nationalspieler wegen einer verlorenen Wette überraschend noch einmal Blut geleckt. Den eigentlich nur kurzfristig ausgelegten Job aus dem Februar 2022 verlängert er jetzt kurzerhand um ein ganzes Jahr.

Damit ist klar: Basler steht auch in der Saison 2022/2023 beim SC Türkgücü Osnabrück in der Kreisliga an der Seitenlinie. In der vergangenen Saison hatte es mit dem Aufstieg knapp nicht geklappt, das will Basler mit seinen Männern jetzt in der ersten kompletten gemeinsamen Saison nachholen.

Mario Basler als ehrenamtlicher Aufstiegs-Trainer?

„Es gibt keinen Vertrag, sondern ich arbeite unentgeltlich für Türkgücü Osnabrück“, erklärte Basler am Freitag (1. Juli 2022) im Interview mit „Fussball.de“: „Die Arbeit mit der Mannschaft hat mir in den vergangenen drei Monaten sehr viel Spaß gemacht. Außerdem habe ich zu den Jungs ein gutes Verhältnis aufgebaut.“

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Nachdem die Mannschaft als Vizemeister den angestrebten Aufstieg in die Bezirksliga verpasst hatte, will Basler das große Ziel nun nach einer Extrarunde in der Kreisliga nachholen.

Die Zeit im Amateurfußball genießt der langjährige Bundesliga-Star in vollen Zügen: „Es ist ein wenig so, als würde ich nach Hause kommen.“

Mario Basler beim Training des SC Türkgücü Osnabrück mittendrin.

Mario Basler beim Training des SC Türkgücü Osnabrück am 1. März 2022 mittendrin.

Basler, in seiner aktiven Karriere als Fußball-Profi nicht gerade als Musterschüler bekannt, hält seine Truppe daher auch an der langen Leine: „Eine halbe Stunde vor dem Spiel rauchen die Jungs ihre Zigarette und trinken nach der Partie ihr Bierchen. Das kennen wir alle, und so sieht die Wirklichkeit im Amateursport aus.“

Mario Basler genießt Zeit als Trainer bei Türkgücü Osnabrück

Hohe Ansprüche bringt Basler naturgemäß trotzdem mit. Entsprechend habe der Verein seine Mannschaft auch verstärkt, um die Aufstiegs-Mission in der neuen Saison mit allen Mitteln zu erfüllen. Dass sein Team außerdem über einen ausgewiesenen Standard-Spezialisten verfügt, macht den einstigen Freistoß-Künstler besonders glücklich, wie er im Interview verriet.

Im Amateurfußball gebe es außerdem noch die viel zitierten „echten Typen“, die auf höchstem Niveau dagegen immer seltener werden, bemerkte Basler nicht zuletzt in seinen vergangenen Monaten in Osnabrück.

„Für mich sind diese Spieler, die das Publikum unterhalten wollen, schon jetzt ausgestorben“, bedauert Basler: „Heutzutage werden die Talente in den Nachwuchsleistungszentren ganz anders erzogen. Das zeigt sich dann auch später in der Bundesliga. Einige finden das sicher gut, manche werden es auch bedauern. Ich gehöre zur zweiten Gruppe.“ (bc)

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