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Heftiges Europa-AusWilde Szenen nach Mainz-Klatsche: Jagdzenen auf dem Platz

Rudelbildung in Straßburg nach dem Spiel gegen Mainz in der Conference League.

Copyright: IMAGO/HMB-Media

Die Spieler von Straßburg und Mainz 05 treffen aufeinander.

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In der Conference League sorgt der FSV Mainz 05 für Begeisterung. Nun ist die Europapokal-Reise nach einer deutlichen Niederlage in Straßburg beendet.

Aus der Traum: Das Mainzer Märchen in Europa hat ein ganz bitteres Ende genommen. Das Team von Urs Fischer verlor das Viertelfinal-Rückspiel bei Racing Straßburg verdient mit 0:4 (0:2) und verpasste damit trotz des 2:0-Erfolgs im Hinspiel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Zum ersten Mal überhaupt hätte der FSV ein internationales Halbfinale erreichen können, in der Conference League gibt es auch bei der fünften Austragung keinen deutschen Sieger. In der Europa League schaffte es dagegen der SC Freiburg ins Halbfinale.

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Der Traum vom Endspiel in Leipzig am 27. Mai platzte nach einer desolaten Leistung jäh, stattdessen kämpfen die Franzosen am 30. April und 7. Mai um den Final-Einzug.

Sebastian Nanasi (26.) und Abdoul Ouattara (35.) hatten das scheinbar beruhigende Polster aus dem Hinspiel früh egalisiert, Julio Enciso (69.) und Emmanuel Emegha (74.) trafen die Mainzer dann bis ins Mark.

Nach Spielschluss kochten die Emotionen dann über: Weil sich die Gästespieler vom Jubel einiger Straßburg-Profis vor dem Mainzer Block ärgerten, kam es zu Jagdszenen in der entsprechenden Ecke des Stadions. Mehrere Mainzer stürmten an der Eckfahne auf Martial Godo zu und brüllten ihn wütend an, Ordner griffen ein und beruhigten die Lage wieder.

Der Flügelstürmer hatte das Weiterkommen mit der Eckfahne in der Hand direkt vor dem Mainzer Anhang bejubelt, kassierte dafür auch eine Bierdusche von den Fans. Nadiem Amiri, der als Erster bei Godo war und auf ihn eingebrüllt hatte, sah sogar die Rote Karte.

Rudelbildung an der Eckfahne bei Straßburg - Mainz.

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Wilde Szenen vor dem Gästeblock nach Abpfiff des Spiels zwischen Straßburg und Mainz 05.

In der RTL-Übertragung forderte Experte Lothar Matthäus Konsequenzen für den Verursacher des Tumults: „Ich würde als Uefa sowas auch mal nachträglich bewerten und so einen Spieler zur Rechenschaft ziehen. Sowas geht nicht. Wir wollen Ruhe und ein Miteinander im Stadion haben. Dann wird man als Fan, der diese Reise auf sich nimmt, so provoziert von einem Spieler von Straßburg.“

Über weite Strecken hatte sich zuvor ein Klassenunterschied offenbart. Ohne den überragenden Keeper Daniel Batz, der sogar einen Foulelfmeter von Emegha (66.) parierte, wäre das Aus schon früher besiegelt gewesen. (sid/bc)

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