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„Was macht der für einen Job?“Hitzige Debatte: Magath kritisiert Bundesliga-Trainer

Klare Worte bei „Sky90“: Im Fußbal-Talk waren sich Fritz von Thurn und Taxis, Dietmar Hamann und Felix Magath einig.

Ein Bundesliga-Spieltag ohne Aufreger und erhitzte Gemüter? In der laufenden Saison praktisch undenkbar. Woche für Woche gibt es in mindestens einem Stadion reichlich Ärger und Diskussionen um Schiedsrichter-Entscheidungen und den Eingriff des VAR.

Im Fußball-Talk „Sky90“ versuchte die Runde, den Auslösern für die vielen hitzigen Szenen auf den Grund zu gehen. Mit deutlichen Worten legten sich die Experten vor allem bei einem Thema fest.

Deutliche Worte von Magath, Hamann und Thurn und Taxis

Als die Regie Bilder der Tumulte im Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV einspielte, ärgerte sich Kommentatoren-Urgestein Fritz von Thurn und Taxis (75) über eine Entwicklung der vergangenen Jahre.

„Es ist so viel Druck auf dem Kessel, was da auch von den Bänken kommt. Seitdem ein Video-Mensch mit seinem Monitor da sitzt und das Spiel live mitverfolgen kann, ist das alles noch unerträglicher geworden. Jeder Pfiff des Schiedsrichters wird sofort bewertet“, beklagte der langjährige Sky-Reporter und löste damit eine hitzige Debatte in der Sendung aus.

Seit der Saison 2018/2019 ist es erlaubt, tragbare Mobilgeräte wie Tablets auf der Trainerbank zu nutzen. Eigentlich sollte so den Entwicklungen bei Coaching und Spielanalyse Rechnung getragen werden, nun wird in vielen Fällen jede kritische Schiedsrichter-Entscheidung in Echtzeit beobachtet und bewertet.

Zustimmung gab es von Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann (52), der anregte: „Ich würde schwer überlegen, ob ich das aufhebe, dass die auf der Bank die Bilder haben. Das trägt zu der ganzen Unruhe bei.“

Das Trainerteam von Werder Bremen schaut während des Spiels auf ein Tablet.

Copyright: IMAGO/Eibner

Ein häufiges Bild in der Bundesliga: Bei einer Spielunterbrechung riskiert auch Trainer Daniel Thioune (l.) von Werder Bremen einen Blick auf das Tablet vor seiner Trainerbank.

Deutlicher wurde der frühere Meister-Trainer Felix Magath (72), der von der technologischen Hilfe überhaupt nichts hält. Er sagte kritisch in Richtung der Bundesliga-Trainer, die das Hilfsmittel intensiv nutzen: „Ich habe kein Verständnis dafür, wenn ein Trainer während des Spiels auf einen Bildschirm guckt. Da frage ich mich: Was macht der für einen Job?“

Er selbst habe zu aktiven Trainerzeiten stets versucht, „keine Sekunde den Blick vom Spielfeld zu lassen, sondern mir selbst ein Bild von dem, was da abläuft, zu machen“, betonte Magath.

In den meisten Fällen sind für den ständigen Blick auf den Monitor die Assistenten und Videoanalysten verantwortlich, die ihrem Chef dann ihre Erkenntnisse durchgeben. Bei Unterbrechungen und während VAR-Checks riskierten aber auch zahlreiche Trainer schon einen Blick auf den Tablet-Bildschirm ihrer Nebensitzer.

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