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„Kleines, bockiges Kind“TV-Experte geht in Live-Sendung auf Nagelsmann los

Heftige Nagelsmann-Kritik einen Tag vor dem Achtelfinale gegen Paraguay. Ein Experte stört sich vor allem an der Kommunikation des Bundestrainers.

Das war eine heftige Abrechnung! Markus Babbel hat im Sport1-„Doppelpass“ scharf gegen Julian Nagelsmann geschossen. Dass dieser zunehmend in der Kritik steht, habe Nagelsmann selbst zu verantworten.

Babbel stört sich vor allem an der Kommunikation des Bundestrainers: „Da ist er ja selbst schuld. Er tätigt Aussagen und macht dann etwas anderes. Ich weiß, wenn er rechts sagt, geht er links.“

„Die Kommunikation von Julian ist einfach schlecht“

Der Europameister von 1996 führte die Aktion um Manuel Neuers Rückkehr, die „ganz schlecht kommuniziert worden“ sei, als Beispiel an. Babbels klare Meinung: „Die Kommunikation von Julian ist einfach schlecht.“

Der 53-Jährige findet zudem, dass Nagelsmann nach dem 1:2 gegen Ecuador die Chance vertan habe, die Lage zu deeskalieren. Sein Auftreten in den Interviews nach dem Spiel sei stattdessen „wie so ein kleines bockiges Kind“, was die Menschen nur noch mehr provoziere, „draufzugehen“.

Babbel empfahl Nagelsmann, sich ein Beispiel an DFB-Sportdirektor Rudi Völler zu nehmen, dessen Umgang mit den Medien „sensationell“ sei.

Aber diese scharfe Kritik fand nicht bei allen Anklang. Der frühere Nationalspieler Mike Hanke stellte sich hinter Nagelsmann. Er forderte mehr Rückendeckung für den Bundestrainer und erinnerte an das Jahr 2006. Damals sei Jürgen Klinsmann zunächst „zerfetzt“ worden, nur damit man ihn nach der WM anflehte, zu bleiben.

Sowohl Stefan Effenberg als auch Babbel hielten aber gegen Hankes Argumentation und unterstrichen die Wichtigkeit kritischer Auseinandersetzungen, was den Anlass für Babbels Generalabrechnung gab. (red)

Florian Wirtz, Leroy Sané und Felix Nmecha jubeln über ein Tor.
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