Abo

Update

Verletzte bei TopspielFans verlassen Stadion – schwere Vorwürfe gegen Polizei

Aktualisiert

Stille statt Support: Ein Polizeieinsatz überschattet das Zweitliga-Topspiel zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04.

Was für eine Riesen-Enttäuschung! Das Spitzenspiel der 2. Bundesliga, Hertha BSC gegen den FC Schalke 04, sollte ein Highlight werden, doch stattdessen herrschte gespenstische Ruhe.

Im Berliner Olympiastadion gab es am Samstagabend (17. Januar) keine Anfeuerungsrufe. Ein Boykott der Fans legte sich wie ein dunkler Schatten über die Partie.

2. Bundesliga: Hertha-Fans verlassen das Stadion

Der Grund für die miese Stimmung? Anscheinend eine Polizeiaktion in gegenüber Fans der Heimmannschaft, die komplett aus dem Ruder lief. Auf Social Media macht die „Fanhilfe Hertha BSC“ krasse Anschuldigungen und berichtet von „massiver Polizeigewalt“.

Die Rede ist sogar von „teilweise sogar schwerst verletzten Fans“. Passiert sein soll das Ganze am Zugang zur Ostkurve, wo die Hertha-Anhänger stehen. Das berichtet „Kicker“.

Die Konsequenz der Anhänger war knallhart. Nach nur 15 Minuten verließen die organisierten Hertha-Fans geschlossen die Ränge. Zurück blieben riesige leere Flecken in der Kurve. Und die Schalker? Die zeigten Solidarität! Auch die mitgereisten Gäste-Fans stellten ihre Anfeuerungen ein.

Der FC Schalke 04 selbst schrieb dazu auf X: „Es wird vorerst keinen organisierten Support aus der Schalker Kurve geben. Vor dem Spiel hat es einen Polizeieinsatz im Heimbereich gegeben.“

In einer Mitteilung der Fanhilfe, die sich als Anlaufstelle für Fans in Not versteht, wird die Lage so zusammengefasst: „Diese brutale Eskalation der Polizei ist der nächste Tiefpunkt im Umgang mit Fans“.

Mehr als 50 Verletzte: Hertha-Chef kündigt intensive Aufarbeitung an

Der Berliner Geschäftsführer Peter Görlich kündigte nach den Zusammenstößen zwischen Hertha-Fans und Polizei mit mehr als 50 Verletzten und mehreren Festnahmen eine intensive Aufarbeitung der Vorfälle an.

„Dieses Spiel hätte einen Support verdient. Dieses Spiel hätte tatsächlich im weiten Rund volle Plätze verdient. Das ist sehr schade, aber es geht ans Aufarbeiten und wir werden die Faktenlage zusammentragen und dann anständige Antworten geben und uns auch dementsprechend positionieren“, sagte Görlich nach dem Zwischenfall vor dem Osttor des Olympiastadions.

Über die Ursache der Konfrontation machten die Sicherheitskräfte und die Hertha-Fanhilfe als Fanvertretung unterschiedliche Angaben. Die Polizei beklagte massive Fangewalt. Die Hertha-Fanhilfe sprach von einem überharten Polizeieinsatz.

Görlich will sich nun mit dem Vereinspräsidium des Berliner Fußball-Zweitligisten um Präsident Fabian Drescher beraten, aber auch Gespräche mit Fanvertretern, der Polizei und auch der Politik führen. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) war bei dem Spiel im Stadion, man stehe in Kontakt, berichtete Görlich.

Die Polizei hatte noch am Abend auf X mitgeteilt: „Rund um das heutige Fußballspiel im Olympiastadion kam es bereits vor Spielanpfiff zu gewalttätigen Angriffen einzelner Fangruppen auf unsere Einsatzkräfte. Am Stadioneingang zur Ostkurve sollen Kolleg. Nach Beleidigungen von vermummten Fans u.a. mit Absperrgittern beworfen und mit Schlagwerkzeugen attackiert worden sein. Aufgrund der Gewalt- und Bedrohungslage war es zum Schutz der Einsatzkräfte und unbeteiligter Zuschauender notwendig, Pfefferspray gegen größere Gewalttätergruppen einzusetzen. Nach aktuellem Stand wurden 21 Einsatzkräfte und 31 Fans verletzt.“ (red mit dpa)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.