Florian Wirtz wurde frisch von Jürgen Klopp nominiert, doch seine Leistungskurve zeigt steil nach unten. Jetzt teilt TV-Experte Didi Hamann kräftig aus.
„Reißleine ziehen“Hamann rechnet mit Nationalspieler ab

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Didi Hamann, Sky Experte, glaubt nicht, dass Florian Wirtz beim FC Liverpool noch durchstarten wird.
Ein Treffen der Schiedsrichter-Elite in München rückte unerwartet einen DFB-Kicker in den Fokus.
Florian Wirtz (23) hat zwar eine frische Einladung von Bundestrainer Jürgen Klopp (59) für die anstehenden Nations-League-Partien erhalten, doch sein Formtief beim FC Liverpool sorgt für Diskussionen. Schon seit geraumer Zeit kämpft der frühere Star aus Leverkusen mit seiner Leistung.
Schwieriger Saisonstart: Wirtz wartet auf Torbeteiligung
Im vornehmen Restaurant Käfer sprach TV-Experte Didi Hamann (53) am Dienstag (22. September 2026) Klartext. Seine Einschätzung der Lage ist unmissverständlich: „Da sind mittlerweile auch die Engländer schon draufgekommen, dass das aussieht, als wäre es ein großes Missverständnis, was da passiert ist zwischen Liverpool und Wirtz.“
Hamann malt sogar ein düsteres Bild und meint, der Verein könnte bald „die Reißleine ziehen“, sollte sich nichts ändern. Das berichtet „bild.de“.
Die Statistik belegt die heikle Situation des Angreifers, der im Juli 2025 für die gewaltige Ablöse von 125 Millionen Euro von Leverkusen nach England ging. In der abgelaufenen Saison erzielte Wirtz in 49 Einsätzen lediglich sieben Treffer und bereitete zehn weitere vor. In der aktuellen Saison wartet er nach sechs Spielen immer noch auf eine Torbeteiligung.
Der ehemalige Liverpool-Profi Hamann, der von 1999 bis 2006 dort spielte, ist pessimistisch. „Wenn du für so viel Geld gekauft wirst, wird natürlich gewollt, dass du im letzten Drittel des Spiels den Unterschied machst. Das macht er viel zu selten.“ Er könne sich nicht vorstellen, wieso sich die Lage nach mehr als einem Jahr auf einmal zum Guten wenden sollte.
Wäre eine Rückkehr in die Bundesliga die Rettung? Hamann wirft den FC Bayern in die Diskussion: „Die Bayern wollten ihn ja schon mal haben. Da könnte man es ja wieder versuchen, wenn sie das Geld haben und wenn sie noch wollen – dann, wer weiß.“
Markus Babbel über Wirtz: „Er zeigt nicht das, was er kann“
Unterdessen übte auch Ex-Bayern-Profi Markus Babbel massive Kritik an den Leistungen von Florian Wirtz, wie „ran“ berichtet. „Er zeigt nicht das, was er kann. Und das jetzt seit über einem Jahr, und das ist schon langsam für mich auch bedenklich“, sagte der 54-Jährige, der einst auch für Liverpool spielte.
„Dass du eine gewisse Eingewöhnungszeit in der Premier League brauchst, das kann ich total nachvollziehen, weil da sprechen wir von einer anderen Sportart. Es war mir daher schon klar, dass er da etwas brauchen wird.“
Doch nach über zwölf Monaten ohne Steigerung reicht dem Europameister von 1996 das nicht mehr: „Er läuft mit, aber mehr auch nicht. Und das ist, wenn man den Flo Wirtz aus Leverkusen kennt, einfach nicht gut genug. Ich würde mir wünschen, dass er das jetzt langsam mal versteht, was gefordert ist in der Premier League. Er ist im Moment ein reiner Mitläufer.“
Auf einen möglichen Wechsel zum FC Bayern München angesprochen, hat Babbel keine Zweifel an der spielerischen Qualität: „Aber ich weiß nicht, ob der FC Bayern gerade im Moment gewillt ist, Flo Wirtz zu holen. Sie werden alles versuchen, mit Michael Olise zu verlängern, weil der herausragend gut ist. Und in der Form, in der Wirtz gerade im Moment ist, wird er den Bayern auch nicht helfen.“
Was Matthäus dem DFB-Juwel rät
Auch Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus (65) sieht einen möglichen Transfer zum deutschen Branchenprimus als unklug an. „Bei Bayern wüsste ich zurzeit nicht, wo er eingesetzt werden könnte“, meint Matthäus. Die Angriffsreihe sei mit Akteuren wie Luis Díaz, Michael Olise und Jamal Musiala schon hervorragend aufgestellt.
Stattdessen empfiehlt der Weltmeister von 1990, dass Wirtz sich in der Premier League durchkämpft. „Da muss er sich jetzt freischwimmen“, verlangt Matthäus. Es gehe darum, Charakter zu beweisen und es den Zweiflern zu zeigen.
Die kommenden Partien mit der Nationalelf gegen Serbien und Griechenland böten die ideale Gelegenheit, den Anhängern in Deutschland zu demonstrieren, „dass er nach wie vor die Fähigkeiten hat, die wir von ihm so deutlich fordern“. (red)

