Wie schon im Halbfinale gegen England hat sich Argentinien im Finale überhart und unfair präsentiert. Für Fußballexperte Christoph Kramer war das „ein bisschen zu viel“.
Große Sorge bei ZDF-ExperteKramer appelliert nach WM-Finale an TV-Publikum

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Das ZDF-Team mit Per Mertesacker, Christoph Kramer und Jochen Breyer am Sonntag (19. Juli 2026) beim WM-Finale.

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Die Fußball-Weltmeisterschaft ist gelaufen, Argentinien ist als Titelverteidiger nach einer reifen Vorstellung der spanischen Nationalmannschaft abgelöst worden.
Dabei hat „La Albiceleste“ um Superstar Lionel Messi wirklich alles versucht, um den spielstarken Kontrahenten im WM-Finale bezwingen zu können!
Kramer über Argentinien: „Das war bei dieser WM schon ein bisschen drüber“
Zum Teil kam es dabei wie schon im Halbfinale gegen England zu wilden Szenen, überharten Fouls und unzähligen Nickligkeiten vonseiten der Argentinier, um den Spielfluss der Spanier zu unterbrechen und die Gegenspieler aus der Fassung zu bringen.
Auch Experte Christoph Kramer hat sich des offensichtlichen Matchplans Argentiniens in seiner Analyse angenommen. „Ich mag generell Mannschaften wie Argentinien, die wissen, wie sie gewinnen, auch mit teils unfairen Mitteln“, setzte Kramer am ZDF-Mikrofon zunächst noch gnädig an.
Allerdings habe der Weltmeister von 2022 auch schon während des Turniers „den Bogen ein bisschen überspannt“. Der „Telegraph“ hatte bereits beim England-Aus genauestens Protokoll über Argentiniens Spielweise geführt.
Unter dem Titel „Alle 31 dreckigen Tricks von Argentinien gegen England“ listete Autor Frankie Christou die zahlreichen Szenen auf, in denen der Gegner seiner Meinung nach unsportlich, überhart oder schlichtweg eiskalt berechnend agiert habe.
Im Finale führte Argentinien, das mit dem Ball über weite Strecken ideenlos wirkte, seinen recht brutalen Weg fort. Kramer wurde deshalb deutlich und richtete einen klaren Appell ans jüngere WM-Publikum: „Man muss dann auch sagen: die Vorbildfunktion – dieses WM-Finale gucken unheimlich viele Jugendliche, unheimlich viele Kinder. Also jeder, der unter 18 ist: Bitte an Argentinien kein Vorbild nehmen.“
Es gehöre zwar dazu im Profifußball, dass man weiß, wie man gewinnt – und das wisse Argentinien „mit aller Härte und aller Brutalität“. Aber: „Das war bei dieser Weltmeisterschaft schon ein bisschen drüber, das muss man auch ehrlicherweise sagen“, urteilte Kramer.
Der handfeste Eklat nach dem Finale fiel für Kramer dabei gar nicht so schwer ins Gewicht. Leandro Paredes hatte nach der Niederlage komplett die Fassung verloren und war auf mehrere Spanier losgegangen, weshalb er sich nach dem Abpfiff noch die Rote Karte einhandelte.
Selbst Transfer-Experte Fabrizio Romano dokumentierte die argentinischen Aggressionen nach dem Spiel mit einem Clip auf der Plattform X.
„Man sollte auch gut verlieren können, so schwierig das ist“, kommentierte Oliver Schmidt vom ZDF den Eklat. „Das darf nicht passieren“, räumte auch Kramer ein, verwies aber noch auf die schwierigen „fünf Sekunden, nachdem du das Finale verloren hast.“
Doch auch wenn sich hier und da noch ein Auge zudrücken lässt, ist auch Kramer unter dem Strich klar in seiner Aussage: „Und ich mag Härte, ich mag Schärfe, ich mag Gruppendynamik und ich mag, wenn sich so eine Gruppe auch so ein bisschen mit vielleicht sogar unfairen Mitteln wehrt. Aber Argentinien bei dieser Weltmeisterschaft, das war ein bisschen drüber.“

