Geldregen für den HSV Hamburger SV kassiert satte Corona-Hilfe vom Staat

Auf dem Boden des Volksparkstadions in Hamburg liegen viele Spielgeldscheine.

Geldregen: HSV-Fans bewerfen die Spieler am 5. November 2018 mit Spielgeld.

Wie bei  vielen anderen deutschen Fußballvereinen hat die Corona-Pandemie auch beim Hamburger SV ein finanzielles Loch hinterlassen. Jetzt greift der Staat dem Klub unter die Arme.

Hamburg. Sportlich läuft es beim Hamburger SV nicht sonderlich gut, der Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse lässt auf sich warten. Der einstige Bundesliga-Dino verweilt nun schon 2018 im Unterhaus, dreimal in Folge verpasste der Klub den Aufstieg nur knapp.

Der HSV bekommt Corona-Überbrückungshilfe

HSV Ultras zünden Pyro und Rauchbomben. Das Stadion ist bedeckt von einer Rauchwolke, die Polizei läuft auf den Rasen.

HSV-Ultras zeigen ihren Unmut über den Abstieg am 12. Mai 2018.

Doch auch finanziell sieht es beim HSV nicht gerade rosig aus. Ein Zustand, der durch die Pandemie noch verstärkt wurde: Der jährliche Umsatz des HSV ist während der Pandemie von 120 Millionen Euro auf etwa 50 Millionen Euro geschrumpft. Ein Minus von knapp 60 Prozent. Nun erhält der Verein jedoch eine ordentliche Finanzspritze.

Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, kassiert der Hamburger SV vom Bund eine Corona-Überbrückungshilfe in Höhe von zehn Millionen Euro. Der Antrag der Hanseaten wurde bereits bewilligt.

HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein (47) äußerte sich wie folgt zu der staatlichen Subventionierung: ,,Im Interesse unseres Klubs ist es unsere Aufgabe, Möglichkeiten staatlicher Förderungen zu identifizieren, zu prüfen und auch zu beantragen, wenn diese auf den HSV Anwendung finden können und für unsere Zwecke geeignet sind.‘‘

HSV Fans bewerfen die einlaufende Mannschaft mit Spielgeld.

Fans des HSV bewerfen die Mannschaft am 5. November 2018 mit Spielgeld.

Die Corona-Überbrückungshilfe erhalten Unternehmen, die einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent zu beklagen haben. Auf den HSV trifft dieses Kriterium mit dem Minus von etwa 60 Prozent also zu.

HSV erzielt Transfergewinn

Im abgelaufenen Transferfenster gab der Hamburger SV laut Transfermarkt.de 3,5 Millionen Euro für neue Spieler und Leihgeschäfte aus. So wurde beispielsweise Mario Vuskovic (19) von Hajduk Split für 1,2 Millionen Euro ausgeliehen, Robert Glatzel (27) für eine Million von Cardiff City losgeeist. Spieler wie Sebastian Schonlau (26) und Ludovit Reis (21) kamen ablösefrei nach Stellingen.

Auf der anderen Seite konnte der HSV aber auch einige Spieler verkaufen. Allen voran den belgischen Mittelfeldspieler Amadou Onana (19). Das Talent ging für satte sieben Millionen Euro zum französischen Meister Lille. In Lille trifft Onana auf den ehemaligen Bayern-Profi Renato Sanches (24).

Insgesamt nahm der Verein in diesem Sommer 8,25 Millionen Euro durch Verkäufe ein. Abzüglich der Ausgaben ergibt sich daraus ein Transferplus von 4,75 Millionen Euro. Ein Indiz dafür, dass der HSV nicht mehr über seine Verhältnisse lebt.

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