Statt Konkurrenzkampf: Havertz mit starker Botschaft
Kein Drama im SturmHavertz über den Konkurrenzkampf mit Undav und Woltemade

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Kai Havertz ist die Nummer eins unter den deutschen Mittelstürmern. (Archivbild)
Der Wettbewerb im Angriff der Nationalelf ist enorm. Aber anstelle von Streit kommt eine unerwartete Botschaft von Kai Havertz. Der Star von Arsenal verdeutlicht seine Meinung zu den Mitspielern und weshalb der Zusammenhalt das Wichtigste ist.
Kai Havertz (26), Finalist der Champions League, unterstreicht trotz des intensiven Wettbewerbs mit Deniz Undav und Nick Woltemade den Zusammenhalt zwischen den Angreifern Deutschlands bei der Fußball-Weltmeisterschaft. „Da wird es kein Drama oder sonst irgendwas geben, wenn der eine vor dem anderen spielt. Sondern wir haben alle das gemeinsame Ziel, so weit wie möglich zu kommen“, erklärte der Profi von Arsenal während des Trainingslagers in Chicago.
In der Rangliste der Mittelstürmer von Bundestrainer Julian Nagelsmann ist Havertz, welcher erst in den Vereinigten Staaten zur WM-Mannschaft hinzukam, vor Undav aus Stuttgart und Woltemade von Newcastle United positioniert. Während Havertz nicht da war, nutzte Undav beim 4:0 im vorletzten Testspiel für die WM gegen Finnland in Mainz seine Gelegenheit in der Anfangsformation auf beeindruckende Weise, indem er zwei Treffer erzielte und ein Tor vorbereitete.
Havertz preist Mitstreiter Undav: „Überragende Saison“

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Der Mann mit dem «Riecher»: Deniz Undav jubelt nach seinem zweiten Tor gegen Finnland. (Archivbild)
„Dass Deniz eine überragende Saison gespielt hat, wissen wir alle. Und er ist auch in der Nationalmannschaft ein extrem wichtiger Bestandteil für uns“, äußerte sich Havertz zu seinem Mannschaftskameraden.
Jedes Mitglied des Stürmer-Trios besitze spezielle Fähigkeiten, erklärte Havertz im Vorfeld des letzten WM-Tests am Samstag (20.30 Uhr/RTL) in Chicago gegen die USA, wo er voraussichtlich in der Anfangsformation auflaufen wird. „Deniz hat so einen Riecher in der Box. Er hat eine Topquote diese Saison. Er hat den Stuttgartern viel geholfen.“
Havertz über seine eigene Rolle: „Ein Zwischending aus beiden“
Woltemade sei jemand, „der auch noch am Ball top ist, eine gewisse Größe und auch eine gewisse Ausstrahlung in der Box mitbringt“, führte Havertz aus. „Und ich bin vielleicht so ein Zwischending aus beiden.“
Der Wettbewerb wird durch die Statistiken untermauert: Havertz verzeichnet 21 Tore in 57 Länderspielen, Undav kommt auf 6 Treffer in 8 Einsätzen und Woltemade (11 Spiele) glänzte während der WM-Quali mit vier Toren. Havertz' grundsätzliche Haltung dazu: „Ich glaube, keiner fürchtet hier niemanden, sondern wir müssen als Mannschaft zusammen funktionieren. Und da braucht jeder jeden. Der eine wird mehr spielen, der andere weniger. Aber jeder muss da sein, wenn er gebraucht wird.“
Rückendeckung für Sané: „Der Junge hat abgeliefert“
Gleiches trifft auf Leroy Sané (30) zu, welcher auf der rechten Außenbahn mit Youngster Lennart Karl einen ernsthaften Wettbewerber hat und schon immer unter kritischer Beobachtung steht. Dem widerspricht Havertz mit einer deutlichen Fürsprache: „Leroy ist ein Top-Typ, jemand, mit dem man jeden Tag Spaß haben kann, der sehr viel gute Laune verbreitet.“ Und auch als Fußballspieler sei er „top“.

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«Ein Zop-Typ»: Leroy Sané bei der Ankunft in Chicago.
„Der Junge hat in England abgeliefert“, rief Havertz Sanés Phase bei Manchester City in Erinnerung. „Er hat bei Bayern abgeliefert.“ Der Dribbelkünstler, der inzwischen für Galatasaray Istanbul spielt, sei eben „ein überragender Spieler, der den Unterschied machen kann und mit Einzelsituationen Spiele entscheiden kann. Das erwarten wir auch alle von ihm.“ (dpa/red)
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