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Fußball-EM 2024Mega-Baustelle statt Schmuck-Stück am Kölner Stadion – Fertigstellung nun erst 2026

Im Rhein-Energie-Stadion von Köln finden 2024 EM-Spiele statt.

Blick auf das Rhein-Energie-Stadion am 31. März 2023 in Köln. Die Beflaggung für die EM 2024 weht schon an den Masten.

Köln ist Gastgeber der Fußball-EM 2024 – doch so ganz zufrieden ist man im Vorfeld des Turniers nicht. Eine große Baustelle stört direkt neben dem Stadion.

von Uwe Bödeker (ubo)

Wer in Müngersdorf aus der Straßenbahn steigt und aufs Rhein-Energie-Stadion zugeht, der wird schon auf das große Fußball-Fest 2024 aufmerksam gemacht.

An den Masten Richtung Arena wehen schon 18 blaue EM-Flaggen im Winde. Aufschrift: „UEFA EURO 2024 - KÖLN“. Keine Frage, die Vorfreude auf das Heimturnier ist riesig.

Fußball-EM 2024 in Köln: Fette Baustelle neben dem Stadion

Das Eröffnungsspiel steigt am 14. Juni in München (Allianz-Arena), das Endspiel am 14. Juli im Olympiastadion von Berlin. In Köln finden zwei Vorrundenspiele in Gruppe A am 15. und 19. Juni, ein Vorrundenspiel in Gruppe E am 22. Juni und eins in Gruppe C am 25. Juni statt. Am 30. Juni folgt dann noch ein Achtelfinale im schmucken Rhein-Energie-Stadion.

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Das Motto der Europameisterschaft lautet „United by Football. Vereint im Herzen Europas“. Doch so ganz zufrieden wird Köln als Gastgeber nicht sein, denn wenn die Tausenden Fans Richtung Stadion marschieren werden, ist in unmittelbare Nähe noch eine riesige Baustelle zu sehen.

Neben den Vorwiesen wird aktuell noch gebaggert und gebuddelt – das Radstadion wird zu einer Multifunktionsarena umgebaut. EXPRESS.de hatte schon im März 2023 berichtet, dass sich die Fertigstellung verzögern wird. Eigentlich sollte das Projekt schon 2024 fertig sein – auch um ein aufgeräumtes, schönes Ambiente rund ums EM-Stadion zu haben. Doch daraus wird nichts.

Das 60,4-Millionen-Projekt wird voraussichtlich erst Anfang 2026 fertiggestellt. Ein Sprecher begründete den Verzug nun mit längeren Planungen aufgrund der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs.

Wochenlang lag die Baustelle quasi brach, erst im März 2023 rückte dann noch der Kampfmittelräumdienst an, um mögliche Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg im Erdreich zu identifizieren. Aktuell ist um die Baustelle ein hunderte Meter langer, eher hässlicher Holzzaun errichtet.

Dahinter stehen noch Teile der Grundmauern der alten Radsport-Anlage. Entstehen wird dort eine beheizbare Halle für 4000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die ganzjährig genutzt werden kann. Zum einen als Landesstützpunkt für Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Bahn, zum anderen als Arena für Basketball und Volleyball.

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In einem neuen Funktionsgebäude entstehen auch Sportlerbereiche (Umkleiden, Kraftraum etc.), Büroflächen und ein Hostel mit zehn Doppelzimmern.

Der Abriss und der Bau einer gigantischen Rigole wurden separat ausgeschrieben. Bei einer Rigole handelt es sich um ein unterirdisches Auffangbecken für Regenwasser, in dem dieses zurückgehalten wird und dann langsam im Erdreich versickert. Diese Baumaßnahme unterstützt den natürlichen Wasserkreislauf, entlastet die Kanalisation. Auch ein historischer Starkregen würde für die geplante Rigole keine Probleme darstellen, heißt es.

Zuletzt wurden die genauen Planungsunterlagen nach der Ausschreibung an die Unternehmen gesendet, die sich nach dem Ausschreibungsverfahren gemeldet haben. Heißt: Die Sportstätten suchen jetzt einen Generalunternehmer, der das Projekt umsetzt.

Die Kölner Sportstätten GmbH ist Eigentümer und Bauherrin. Die Baukosten sollen sich auf rund 60,4 Millionen Euro belaufen, an denen sich auch der Bund (3,4 Millionen Euro) und das Land (16,6 Millionen Euro) beteiligen.

Ob der Kostenrahmen eingehalten werden kann, ist unklar. Der Sprecher der Sportstätten sagte nun: „Beim Thema Kosten gibt es aktuell keinen neuen Stand.“ Und für viele Besucher der EM-Spiele heißt es 2024: Auf dem Weg zur Fußball-Party geht’s vorbei an einer riesigen Baustelle.