Fortuna Düsseldorf geht als klarer Underdog in die 1. Runde des DFB-Pokals gegen Freiburg. Abwehrchef Tim Oberdorf glaubt trotzdem an eine Überraschung – auch als Wiedergutmachung bei den Fans.
Trotz Fortunas FehlstartWarum Oberdorf plötzlich ans Pokalwunder glaubt

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Tim Oberdorf will mit seiner Mannschaft für eine Überraschung im DFB-Pokal sorgen.

Schlechter hätte die Fortuna nicht in die neue Saison starten können – und ausgerechnet jetzt kommt auch noch der Europa-League-Finalist SC Freiburg in die Arena.
Auch wenn in der 1. Runde im DFB-Pokal die Rollen klar verteilt sind, wollen die Rot-Weißen für eine faustdicke Überraschung sorgen. Besonders Abwehrchef Tim Oberdorf (30) glaubt an das Wunder.
Oberdorf: „Glauben daran, dass wir eine Chance haben weiterzukommen“
Seine persönliche Bilanz spricht für ihn: Insgesamt elf Partien im DFB-Pokal hat er bereits absolviert. Erst ein einziges Mal ist er dabei in der 1. Runde rausgeflogen. 2024 schaffte er es mit seinem Team sogar bis ins Halbfinale gegen Leverkusen. Dort verloren die Rot-Weißen allerdings deutlich mit 0:4.
Damals war die Fortuna klarer Außenseiter und auch gegen Freiburg ist die Ausgangslage für Oberdorf glasklar. „Wenn man sich das Spiel anschaut, ist die Rollenverteilung für alle klar“, sagt der Abräumer. Doch davon will er sich nicht beeindrucken lassen: „Ich bin heiß darauf, es den Freiburgern so schwer wie möglich zu machen. Wir glauben auch daran, dass wir eine Chance haben, weiterzukommen.“
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Für die Fortuna geht es in dem Spiel am Sonntag (18 Uhr) aber um mehr als nur den Einzug in die zweite Runde. Nach den beiden Niederlagen zum Start steht die Mannschaft von Trainer Alexander Ende (46) bereits früh unter Druck.
Oberdorf sieht in dem Pokalduell aber mehr eine Chance als eine Belastung. „Es ist gut, dass wir direkt wieder ein Spiel haben und keine Pause. Auch wenn wir wissen, dass das eine ganz andere Hausnummer wird als im normalen Ligabetrieb“, erklärt der Abräumer.
Weiter heißt es von Oberdorf: „Nach den ersten zwei Spielen – die überhaupt nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorgestellt haben – sind wir heiß darauf, die Dinge am Wochenende wieder besser zu machen. Wir sind uns bewusst, dass wir das besser machen müssen.“
Fortuna Düsseldorf will das Vertrauen der Fans zurückgewinnen
Doch was genau muss sich bessern? Aus Sicht des Abwehrchefs braucht es dafür keine Wunderdinge. Vielmehr müsse Fortuna zunächst wieder zu den eigenen Grundlagen zurückfinden. „Es ist wichtig, dass wir wieder die Dinge machen, die wir sind und die wir sein wollen“, sagt Oberdorf.
Gerade bei den Grundtugenden habe die Mannschaft zuletzt zu viel vermissen lassen. Das hatte auch der Coach nach der 0:2-Niederlage gegen Hoffenheim II deutlich angesprochen.
Von den Fans gab es ebenfalls eine deutliche Reaktion. Die war zwar scharf, aber für den Abwehrspieler nachvollziehbar: „Das geht nicht einfach so an einem vorbei und man nimmt das natürlich wahr. Wenn wir aber gewisse Basics vermissen lassen und die Grundtugenden des Fußballs nicht abbilden, dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, wenn die Fans so reagieren.“
Das Pokalspiel will die Mannschaft jetzt nutzen, um die enttäuschten Fans zurückzugewinnen. Mit einem beherzten Auftritt könnte das gelingen: „Insgesamt war der Zuspruch der Fans Wahnsinn über den Sommer. Wenn ich mir anschaue, wie viele Dauerkarten verkauft wurden. Das ist eine Riesen-Nummer. Da liegt es jetzt an uns, dass wir mindestens etwas zurückgeben.“

